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Das Osiris-Komplott Ein Kurt-Austin-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Osiris-Komplott

Tariq Shakir ist einer der mächtigsten Männer Nordafrikas, und sein Traum von einem neuen ägyptischen Reich, das selbst das der Pharaonen in den Schatten stellt, ist zum Greifen nah. Denn in der Stadt der Toten wurde eine Pflanze entdeckt, deren Saft das Leben beenden, aber auch den Tod besiegen kann. Kurt Austin und sein NUMA-Team setzen alles daran, die Wahrheit hinter den Legenden aufzudecken. Aber um das zu erreichen, müssen sie der größten Legende Ägyptens gegenübertreten: Osiris, dem Herrscher der Unterwelt.

Jeder Band ein Bestseller und einzeln lesbar. Lassen Sie sich die anderen Abenteuer von Kurt Austin nicht entgehen!


Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein »New York Times«-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 20.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641194840
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Pharaoh's Secret (Kurt Austin 13)
    Größe: 1810 kBytes
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Das Osiris-Komplott

PROLOG

IN DER TOTENSTADT

Abydos, Ägypten
1336 v. Chr., im siebzehnten Jahr der Herrschaft des Pharaos Echnaton

Der Vollmond warf einen bläulichen Schimmer auf den ägyptischen Wüstensand, verlieh den Dünen die Farbe von Schnee und machte aus den verlassenen Tempeln von Abydos Bauwerke aus Alabaster und Knochen. Das helle Licht des Nachtgestirns erzeugte Schatten, die gerade über die Säulen und Mauern glitten, als eine Prozession von Eindringlingen durch die Totenstadt wanderte.

Sie bewegten sich mit langsamen, feierlichen Schritten durch die Nekropole, dreißig Männer und Frauen, die Gesichter von den Kapuzen wallender Gewänder verhüllt, die Augen auf den Weg gerichtet, der vor ihnen lag. Sie passierten sowohl die Grabkammern, in denen die Pharaonen der Ersten Dynastie ruhten, als auch die Schreine und Monumente, die während des Mittleren Reiches zu Ehren der Götter errichtet worden waren.

An einer Kreuzung, wo der Treibsand den erhöhten Fußweg bedeckte, kam die Prozession schweigend zum Stehen. Ihr Anführer, Manu-hotep, blickte in die Dunkelheit, den Kopf lauschend zur Seite geneigt, und fasste den Speer mit festerem Griff.

»Hast du etwas gehört?«, fragte eine weibliche Stimme hinter ihm.

Sie gehörte seiner Frau, die jetzt über seine Schulter blickte. Hinter ihnen warteten mehrere andere Familien und ein Dutzend Diener, die Bahren trugen. Auf ihnen lagen die Kinder einer jeden Familie, alle von der gleichen rätselhaften Krankheit dahingestreckt.

»Stimmen«, sagte Manu-hotep. »Ein Flüstern.«

»Aber die Stadt ist verlassen«, sagte die Frau. »Die Nekropole zu betreten, ist laut dem Erlass des Pharaos ein Verbrechen. Selbst wir riskieren den Tod, indem wir uns hier aufhalten.«

Er schlug die Kapuze seines Mantels zurück. Zum Vorschein kamen ein glatt rasierter Schädel und eine goldene Halskette, die ihn als Mitglied von Echnatons Hofstaat auswies. »Niemand ist sich dessen deutlicher bewusst als ich.«

Über Jahrhunderte hatte Abydos, die Totenstadt, in voller Blüte gestanden, bevölkert von Priestern und gläubigen Anhängern von Osiris, dem Herrscher des Totenreichs und Gott der Fruchtbarkeit. Die Pharaonen der früheren Dynastien waren dort begraben worden, und obgleich zahlreiche Könige der jüngeren Zeit an anderen Orten die ewige Ruhe fanden, hatten sie doch gerade dort immer wieder neue Tempel und Monumente zu Osiris' Ehren errichtet. Alle - mit Ausnahme von Echnaton.

Fünf Jahre nachdem er seinem Vater Amenophis III. als Amenophis IV. auf den Thron gefolgt war, hatte er etwas Unvorstellbares getan: Zuerst hatte er seinen Namen in Echnaton geändert, und dann hatte er die alten Götter abgeschafft, hatte ihre Anzahl per Dekret erst drastisch reduziert und dann den ägyptischen Götterhimmel zerschlagen und durch einen einzelnen Gott seiner Wahl ersetzt. Dies war Aton, der Sonnengott, dem die Priester und Untertanen von nun an huldigen mussten.

Deshalb wurde die Totenstadt aufgegeben, und Priester und Anbeter hatten sie schon vor langer Zeit verlassen. Jedem, der innerhalb ihrer Grenzen angetroffen wurde, drohte die Todesstrafe. Jemandem wie Manu-hotep jedoch, der zum Hofstaat des Pharaos gehörte, drohte noch Schlimmeres: unbarmherzige Folter, bis er seine Verfehlung ausdrücklich bereute und darum bat, getötet zu werden.

Ehe Manu-hotep weitersprechen konnte, nahm er eine Bewegung wahr. Aus der Dunkelheit stürmten drei Männer Waffen schwingend auf die Gruppe zu.

Manu-hotep stieß seine Frau in die Schatten zurück, benutzte den Speer in seiner Hand als Lanze und stieß zu. Er traf den Anführer des Trios in der Brust und spießte ihn auf. Aber der zweite Mann kam hinter ihm hervor und griff Manu-hotep mit einem bronzenen Dolch an.

Als er sich wegdrehte, um der Klinge auszuweichen, geriet Manu-hotep ins Straucheln und stürzte. Im Sand liegend, riss er den Speer an sich und stieß ihn dem zweit

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