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Das Südsee-Virus Öko-Thriller von Fleck, Dirk C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2014
  • Verlag: Fahrenheit
eBook (ePUB)
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Das Südsee-Virus

Februar 2028: Angesichts der globalen Ökokrise begibt sich die junge Tahitianerin Maeva auf eine rettende Mission rund um den Erdball. Ob in Australien, China, Deutschland oder Kalifornien: Überall berührt Maeva die Menschen mit ihren Ideen für eine bessere Zukunft. Doch je mehr sich ihre fortschrittliche "Politik des Herzens" wie ein positives Virus unter ihren Anhängern verbreitet, desto stärker gerät sie ins Visier mächtiger Konzerne, die sich dem alten Denken verschrieben haben ...

Dirk C. Fleck, geboren 1943 in Hamburg, studierte an der Journalistenschule in München. Er war Lokalchef der Hamburger Morgenpost, Redakteur bei Tempo, Merian und Die Woche. Seit 1995 ist er als freier Autor unter anderem für Spiegel, Stern, Geo und die Welt tätig. Neben "Palmers Krieg" veröffentliche er "GO! Die Ökodiktatur" und zuletzt den Öko-Thriller "Das Tahiti-Projekt",die beidemit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet wurden. Dirk C. Fleck wohnt in Hamburg. Weiteres zum Buch: www.tahiti-projekt

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 08.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492981880
    Verlag: Fahrenheit
    Serie: Maeva-Trilogie 2
    Größe: 1858kBytes
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Das Südsee-Virus

Unter starken Frauen

"Matt!"

Steve starrte ungläubig auf das Brett. "Ich war doch die ganze Zeit über im Vorteil! Wenn wir auf dem Laptop gespielt hätten, wäre das nicht passiert ..."

"Mach dir nichts daraus", antwortete Cording grinsend, "man verliert zwangsläufig ab und zu. Der Trick ist, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen."

"Ha! Ha! Ha!"

Der Junge war sauer. Cording sammelte die Figuren ein und sortierte sie in die entsprechenden Fächer, während Steve sich auf den Weg in den "Konferenzraum" machte, wie der komfortable hintere Teil der Maschine genannt wurde, die die URP für sie gechartert hatten. Er wunderte sich, mit welcher Selbstverständlichkeit sein junger Freund in das Gespräch zwischen Maeva und Rajani Bala platzte und wie selbstverständlich er von den beiden Frauen empfangen wurde. Cording hätte sich das nicht getraut, dazu war ihm die Atmosphäre dort zu intim. Natürlich wäre es interessant gewesen, Rajani zuzuhören und einiges über die Mythologie der Aborigines zu erfahren. Vielleicht hätte sie ihm erklären können, wieso Australiens Ureinwohner vor drei Jahren überraschenderweise bereit waren, die Seesternstadt in ihrer Region zuzulassen. Wieso sie überhaupt akzeptiert hatten, dass man ihnen eine Region zuwies, wo ihnen doch das ganze Land heilig war.

Er schnappte sich Steves Laptop und rief im Internet die neue australische Verfassung auf. In einer ausschließlich die Aborigines betreffenden Novelle fand er den Passus, dass die sechs Stämme, also die Pitjantjatjara in New South Wales, die Aranda in Zentralaustralien, die YoIngu und Murngin in Arnhemland, die Kukatja in Westaustralien und die Ngarinjin am Kimberleyplateau, ausschließlich den Gesetzen ihrer Region zu gehorchen hatten, egal ob sie dorthin umgesiedelt waren oder an ihren angestammten Plätzen verblieben. Ein erstaunliches Zugeständnis nach all dem Leid, das den Ureinwohnern nach der Kolonisierung durch die Briten ab dem späten achtzehnten Jahrhundert zugefügt worden war. Er klappte den Laptop zu und gesellte sich zu Rajani, Steve und Maeva.

"Obwohl jeder Stamm an ein bestimmtes Gebiet gebunden war", hörte er Rajani sagen, "gewährten sich die Stämme untereinander Zugang zu ihren Territorien. Bei Nahrungsüberschüssen zum Beispiel. Man heiratete auch gerne in einen anderen Stamm hinein, um den Zusammenhalt untereinander zu festigen. Für alle Stämme galt und gilt noch heute: Wir müssen das Land so hinterlassen, wie es seit fünfzigtausend Jahren von Generation zu Generation an uns weitergegeben wurde. Die Aborigines lesen die Landschaft wie ein spirituelles Buch. Die Spuren ihrer Ahnen finden sie überall: ob in Wasserlöchern oder Felsformationen. Diese Stätten sind ihnen heilig. Sie sind durch sogenannte Traumpfade miteinander verknüpft. Der ganze Kontinent stellt ein Kompendium an Informationen dar, die sich jedoch nur denjenigen erschließen, die wach und respektvoll mit ihnen umgehen. Ich finde es wunderbar, dass die neue australische Verfassung dieser Kultur wieder Rechnung trägt."

Die Pause, die Rajani entstehen ließ, wäre für Cording eine gute Gelegenheit gewesen, seine Fragen zu stellen, aber er zog es vor, zu schweigen.

"Wir haben soeben mit unserem Landeanflug begonnen", ließ sich die Stimme des Kapitäns vernehmen, "wenn es Ihnen recht ist, werde ich die Seesternstadt in niedriger Höhe vor der Landung noch einmal umkreisen, es ist ein imposanter Anblick."

Maeva schaute aus dem Fenster. Eigentlich hatte sie vorgehabt, dieses große Meer aus Sand, wie sie Australien nannte, mit dem Auto zu durchqueren, aber eine solche Tortur wollte sie Rajani Bala nicht zumuten.

"Wie groß ist die Region der Aborigines?", fragte Steve.

"Ziemlich groß", antwortete Rajani, "sie erstreckt sich über 1700 Kilometer von der am Indischen Ozean gelegenen Küstenstadt Broome im Norden bis zum ehemaligen Seebad Esperance im Süden. Im Osten bildet de

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