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Das Schandmal von Rievel, Marco (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2015
  • Verlag: Sieben Verlag
eBook (ePUB)
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Das Schandmal

Der Tod eines Stalkers zwingt Simone und Sven, in ihrem Bekanntenkreis zu ermitteln. Simone zweifelt an Svens Objektivität, da ihr Partner sich für eine der Hauptverdächtigen interessiert. Hinzu kommt, dass sie das Mordopfer zum Todeszeitpunkt observiert hatte, ohne ihre Überwachung mit dem Partner abzusprechen. Als ihre Eigeninitiative herauskommt, wird ihnen ein unbeliebter Kollege als Ermittlungsleiter zugeteilt, was die Disharmonie im Team verstärkt. Der Oberkommissar versucht, sie gegeneinander auszuspielen, während die Ermittlungen sich im Kreis bewegen und scheinbar alle Verdächtigen lügen. Werden die beiden Kommissare es schaffen den Täter zu überführen oder wird ihre Partnerschaft an den internen Querelen zerbrechen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Erscheinungsdatum: 01.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864433924
    Verlag: Sieben Verlag
    Größe: 737 kBytes
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Das Schandmal

Sommer

Kapitel 1

Vier Monate später hatte Simone die Kälte vergessen. Seit Februar waren die Temperaturen beständig gestiegen und erreichten jetzt im Mai schon die Hochsommerma r ke von dreißig Grad.

Trotz der weit geöffneten Fenster hielt sich die stickige Schwüle der letzten Tage im Büro. Auch der kleine Ventilator, der leise summend in der Ecke des Raumes seinen Dienst versah, schaffte es nicht für Abkühlung zu sorgen.

In den vergangenen Wochen hatte es kaum geregnet. Die Pflanzen auf den Feldern der Bauern verharrten in ihrem Wachstum und schienen wie die beiden Kommissare jede Anstrengung zu vermeiden.

"Was machst du am Wochenende?", fragte Sven, während er sich mit einem Schreibblock Luft zu fächelte.

Sie blickte auf und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich hatte vor nach Kiel zu fahren. Aber bei der Hitze verspüre ich nicht das geringste Verlangen, fünf Stunden im Wagen zu sitzen. Zum Glück habe ich mit meiner Mutter noch nichts ausgemacht. Was hast du denn geplant?"

"Ich suche eine Begleitung fürs Café del Sol."

Sie zog überrascht eine Augenbraue hoch. "Ein Café?"

"Eher eine Kneipe und Restaurant in Marl."

"Gibt es dort ein Event?"

Er grinste. "Weiß ich nicht. Ich wollte es mir mal ansehen. Die Fotos im Internet sehen vielversprechend aus."

"Wie bist du darauf gekommen?"

Sein Grinsen wurde breiter. "Irgendjemand hat es mal erwähnt und mich neugierig gemacht. Das Essen soll gut sein und vor allem besitzen sie eine große überdachte Terrasse, auf der man rauchen kann. - Ohne die Nichtraucher zu stören", fügte er rasch hinzu.

Simone runzelte die Stirn. Was hatte ihr Partner vor? Seinen zufriedenen, fast selbstgefälligen Gesichtsausdruck konnte sie nicht deuten. Aber die Vorstellung, den Abend im Freien zu verbringen, gefiel ihr deutlich besser als der Gedanke an die lange Autofahrt nach Kiel. Sie müsste sich nicht bei der brütenden Hitze über die Autobahn quälen. Die kurze unvermeidliche Fahrt im rauchgeschwängerten Wagen ihres Partners, vor allem mit heru n tergelassener Scheibe, wäre dagegen erträglich.

"Kommst du mit?", hakte Sven nach.

Sie verabschiedete sich von dem Wochenende bei ihren Eltern.

"Okay. Ist bestimmt interessant." Sie schloss die Akte, in der sie gerade gelesen hatte. "Für heute mache ich Feierabend."

"Dann hole ich dich Samstag um acht ab?" Er legte einen Zeitpunkt fest, der ihr keinerlei Gelegenheit bot, das Treffen noch abzusagen. Sie wunderte sich ein bisschen darüber, doch da sie das ohnehin nicht vorhatte, nickte sie.

Aber der Eindruck beschäftigte sie noch beim Hinausgehen. Nachdenklich grinsend ging sie durch die Gänge zum Ausgang. Es schien für ihren Partner sehr wichtig zu sein, dass sie ihn begleitete. Warum war er schon drei Tage vorher so darauf erpicht, einen verbindlichen Termin zu vereinbaren? Dass er so strategisch vorging, war sie von ihm nicht gewohnt. Er entschied sich normalerweise lieber spontan. Etwas zu planen, lag eher in ihrer Natur. Sie benötigte das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.

Wenigstens bräuchte sie ihre Mutter nicht zu belügen. Sie hatte am Wochenende nun wirklich keine Zeit, um nach Kiel zu reisen. Erleichtert setzte sie sich in ihren Wagen. Sie hasste es, zu lügen. Selbst wenn sie aus Rücksichtnahme log, verspürte sie Gewissensbisse, die sie oft bis zum nächsten Anruf beschäftigten.

Während der Rückfahrt kam ihr Svens Vorschlag erneut in den Sinn. Wieso wollte er ein Restaurant in Marl besuchen? Sie glaubte ihm nic

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