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Das schwarze Herz Ein Charlie-Parker-Thriller von Connolly, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Das schwarze Herz

'Lesen Sie und fürchten Sie sich' (The Times) - Bestsellerautor John Connolly ist der 'Meister des Gänsehautmoments'! Der New Yorker Detective Charlie 'Bird' Parker hat sich die falsche Nacht ausgesucht, um sich in seiner Lieblingsbar zu betrinken. Zuhause hat ein Eindringling seine Frau und seine kleine Tochter getötet und die Leichen 'künstlerisch' arrangiert. Noch in derselben Nacht quittiert Parker den Dienst. Es gibt für ihn nur noch ein Ziel: den Dämon zu finden, der sein Leben zerstört hat. Auf der Suche nach diesem teuflischen Killer enthüllt sich dem Ex-CopCharlie Parker schließlich das vollendete Schlechte und Dunkle - und er rührt für Momente am schwarzen Herz des Bösen... 'Dämonisch und mit einem literarischen Ton - ein Klasse-Thriller!' (PETRA)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 01.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305659
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1726 kBytes
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Das schwarze Herz

Prolog

E s ist kalt im Auto, eine Grabeskälte. Ich lasse die Klimaanlage voll aufgedreht, damit die sinkende Temperatur mich wach hält. Das Radio ist leise gestellt, doch trotzdem höre ich einen Song, der beharrlich das Motorengeräusch übertönt. Es ist irgendwas aus den frühen Jahren von REM, über Schultern und Regen. Ich habe Cornwall Bridge vor gut acht Meilen passiert und komme nun bald nach South Canaan und dann nach Canaan selbst, um anschließend die Grenze nach Massachusetts zu überqueren. Vor mir verblaßt der helle Sonnenschein, und der Tag gleitet allmählich in die Nacht hinüber .

Der Streifenwagen war in ihrer Todesnacht als erster zur Stelle, ein rotes Flackern in der Finsternis. Zwei Polizisten betraten eilends, aber vorsichtig das Haus, sich bewußt, daß einer der Ihren sie gerufen hatte, ein Polizist, der zum Opfer geworden war, statt den Opfern beizustehen.

Ich saß im Flur, das Gesicht in den Händen, als sie die Küche unserer Wohnung in Brooklyn betraten und sich die Überreste meiner Frau und meines Kindes anschauten. Ich sah zu, wie der eine kurz die Zimmer im ersten Stock inspizierte, während der andere im Wohn- und Eßzimmer nachsah, und sie dann schnell wieder in die Küche gingen, um alles zu bezeugen.

Ich hörte, wie sie über Funk die Spurensicherung anforderten und einen mutmaßlichen Doppelmord meldeten. Ich hörte das Entsetzen in ihren Stimmen, doch sie gaben sich alle Mühe, das Gesehene so objektiv wie möglich zu schildern, wie es sich für gute Polizisten gehörte. Vielleicht hatten sie mich bereits in Verdacht. Sie waren bei der Polizei und wußten besser als sonst jemand, wozu Menschen imstande waren, selbst einer der Ihren.

Und so schwiegen sie, einer am Wagen und der andere neben mir im Flur, bis die Kriminalpolizei draußen vorfuhr, gefolgt von einem Krankenwagen, und sie unsere Wohnung betraten, während die Nachbarn bereits auf die Treppenabsätze und an die Türen kamen und manche nachsahen, was passiert war, was dem jungen Ehepaar dort drüben widerfahren sein mochte, dem Ehepaar mit der kleinen blonden Tochter.

"Bird?" Ich rieb mir die Augen, als ich die Stimme erkannte. Ein Seufzer schüttelte mich. Walter Cole stand über mir, hinter ihm McGee, sein Gesicht in Blaulicht getaucht und trotzdem blaß, erschüttert von dem, was er gesehen hatte. Draußen hörte man weitere Autos vorfahren. Ein Rettungssanitäter kam an die Tür und lenkte Cole von mir ab. "Der Sanitäter ist da", sagte einer der Streifenpolizisten, und neben ihm stand ein dünner, blasser junger Mann. Cole nickte und wies auf die Küche.

"Birdman", sagte Cole in eindringlicherem, schrofferem Ton. "Willst du mir mal erzählen, was hier passiert ist?"

Ich parke vor dem Blumenladen. Es weht eine laue Brise, und die Mantelschöße spielen mir wie Kinderhände um die Beine. Im Laden ist es kalt, kälter als nötig, und es duftet nach Rosen. Rosen kommen nie aus der Mode. Es ist immer Rosenzeit .

Ein Mann bückt sich und betrachtet aufmerksam die dicken, fleischigen Blätter einer kleinen Grünpflanze. Als ich das Geschäft betrete, erhebt er sich langsam und mühselig .

"'n Abend", sagt er. "Sie wünschen?"

"Ich hätte gern ein paar von den Rosen. Geben Sie mir ein Dutzend. Nein, lieber zwei Dutzend."

"Zwei Dutzend Rosen, jawohl, Sir." Er ist stämmig und kahl und vielleicht Anfang sechzig. Sein Gang ist steif, er beugt die Knie kaum. Seine Fingergelenke sind von Arthritis geschwollen .

"Die Klimaanlage spielt verrückt", sagt er. Als er an dem altmodischen Wandregler vorbeikommt, betätigt er einen Schalter. Nichts tut sich .

Der Laden ist alt und geht am hinteren Ende in ein langes, gläsernes Treibhaus über. Der Mann öffnet die Tür und hebt drinnen behutsam Rosen aus einem Eimer. Als er vierundzwanzig Blumen abgezählt hat, schließt er die Tür hinter sich und legt

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