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Das Schweigen der Tukane von Gold, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2013
  • Verlag: Friedrich Reinhardt Verlag
eBook (ePUB)
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Das Schweigen der Tukane

Im Kommissariat kursiert das Gerücht, dass ein Wachtmeister der Sitte ein Verhältnis mit einem Luxuscallgirl hat. Nadine Kupfer bittet ihren Chef, Kommissär Francesco Ferrari, dem Kollegen ins Gewissen zu reden. Ferraris Begeisterung hält sich in Grenzen. Doch bevor er sich mit dem Wachtmeister unterhalten kann, wird eine stadtbekannte Persönlichkeit ermordet, und zwar in der Wohnung des untergetauchten Callgirls. Der Fall scheint klar, die Meinungen sind schnell gemacht und im Kommissariat brodelt es mächtig. Während der Grossteil des Polizeikorps zum Wachtmeister hält, der von der Unschuld seiner Geliebten überzeugt ist, glaubt Nadine, dass er versucht, die Ermittlungen zu behindern. Die Fronten verhärten sich zusehends, bis der Konflikt zu eskalieren droht und sich eine Katastrophe abzeichnet. Anne Gold ist das Pseudonym von zwei Basler Autoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 26.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783724519522
    Verlag: Friedrich Reinhardt Verlag
    Größe: 1486 kBytes
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Das Schweigen der Tukane

1. Kapitel

Kommissär Ferrari tippte eine Zahlenkombination in seinen Computer. Die ist selten und praktisch nie gespielt worden! Hm, das hat wohl seinen Grund ... In den letzten drei Jahren spielte sie nur gerade zwei Mal einen Dreier ein. Sonst nichts. Das kann ich glatt vergessen. Auf Ferraris Tisch lagen drei Lottoscheine. Einer von Swiss Lotto, einer von Euro Millions und einer aus Deutschland. Wie viel ist eigentlich im Schweizer Jackpot? Er googelte. Nur noch knapp zweihunderttausend Franken, bei der letzten Ziehung wurde er geknackt. Vier Millionen betrug der Gewinn! Alles stinknormale Zahlen, sodass den acht Gewinnern letztendlich auch nur noch fünfhunderttausend übrig blieben. Na ja, besser als nichts. Wie lange muss ich für so viel Geld arbeiten? Die Miene des Kommissärs verfinsterte sich. Theatralisch warf er den Swiss-Lotto-Schein in den Papierkorb, um ihn Sekunden später wieder herauszufischen. Beinahe liebevoll strich er ihn glatt. Vielleicht gewinne ich ja gerade an diesem Wochenende. Die Wahrscheinlichkeit besteht, wenn auch ... Aber lassen wir das. Ich ändere mein System. Genau. Die Geburtsdaten von Monika, Tochter Nikki und mir waren bisher nicht besonders erfolgreich. Auch die Zahlenkombinationen 6, 12, 18, 24, 30 und 36 bringen nichts. Geschweige denn die Primzahlen. Ferrari starrte wie gebannt auf den Bildschirm. Das wird jetzt mit diesem neuen Online-Lottosystem alles anders. Mit einem Klick weiss ich, was, wann, wo gezogen wurde, welche Kombinationen am erfolgreichsten sind, welche Zahlen selten bis nie vorkommen. Ein wahrer Segen, so ein Programm. Weshalb bin ich erst jetzt auf die Idee gekommen, dieses Teil zu kaufen?

"Der spinnt doch total", Nadine stiess die Tür von Ferraris Büro mit dem Fuss auf.

"Guten Morgen, Nadine. Meinst du Staatsanwalt Borer?"

Ferrari verdeckte mit seinem Arm die Lottoscheine.

"Quatsch! Gut, der hat auch nicht alle Blätter am Baum. Ich rede von Koch."

"Koch? Koch ... wer ist Koch?"

"Ein Freund von Noldi."

"Ach, der mit der kleinen Nutte, die er bekehren will. So, so, ein Freund von deinem Freund."

"Noldi ist nicht mein Freund. Aber darum geht es jetzt nicht und rede gefälligst nicht so abschätzig von Kochs Freundin."

"Hm. Und warum spinnt er?"

"Weil er die kleine Nutte heiraten will."

"Dann lass ihn doch. Wohin die Liebe fällt, wie es so schön heisst."

Nadine setzte sich rittlings auf einen Stuhl.

"Nicht gerade ladylike."

"Ich bin keine Lady. Das solltest sogar du inzwischen bemerkt haben. Im Mai wollen sie heiraten und Noldi ist Trauzeuge. Der spinnt übrigens auch", fügte sie kopfschüttelnd hinzu.

"Aha! Sehr interessant."

Ferrari trommelte mit dem Kugelschreiber auf seinen Bürotisch.

"Du nervst mich mit dem Geklopfe, Francesco. Deine Marotten nehmen mit jedem Jahr zu. Echt krass."

Unbeirrt erhöhte Ferrari die Schlagzahl.

"Wenn du mir jetzt noch sagst, was dich an der Beziehung so stört, ausser dass die Kleine auf den Strich geht, dann könnten wir uns wieder mit der Toten in der Rheingasse beschäftigen."

"Es stört mich überhaupt nichts."

"Wunderbar, dann ist ja alles bestens. Liegt Peters Obduktionsbericht vor?"

"Sicher! Soll ich ihn holen?"

"Nicht nötig, wenn du mir erzählst, was drin steht. Gibt es neue Erkenntnisse?"

"Eine Überdosis Medikamente führte zum Herzstillstand. Keine Anzeichen von Gewalt."

"Also kein Mord, wie wir vermutet haben, sondern ein tragischer Unfall. Gut, somit können wir diese Akte schliessen. Übrigens, dieser Koch, was ma

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