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Das siebte Opfer von Burton, Mary (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Das siebte Opfer

Sieben Jahre ist es her, seit ein gefährlicher Serienmörder Seattle terrorisierte. Seine Opfer waren junge, hübsche Frauen. Ihre Leichen wurden stets in handgenähten weißen Kleidern aufgefunden. Doch ein Opfer überlebte, kurz bevor der Mörder spurlos verschwand. Lara Church versucht, ihre Vergangenheit zu vergessen und ein normales Leben zu führen. Doch dann steht Ranger James Beck mit einer schrecklichen Botschaft vor ihrer Tür: Der Mann, der sie vor Jahren versucht hat zu töten, ist zurückgekehrt und will seinen Fehler von damals korrigieren.

Mary Burton ist im Süden der USA aufgewachsen und hat an der Universität von Virginia Englisch studiert. Nach einer Karriere im Bereich Marketing begann sie äußerst erfolgreich Thriller zu schreiben. Burton lebt und arbeitet in Virginia.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 07.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301818
    Verlag: LYX
    Originaltitel: The Seventh Victim
    Größe: 877 kBytes
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Das siebte Opfer

1

Austin, Texas

Montag, 20. Mai, 6:45 Uhr

Nimm dir mal eine Auszeit.

So hatte der letzte, verlogene Satz des Captains gelautet, als er Texas Ranger James Beck vor drei Wochen beurlaubt hatte.

Die Worte ratterten in Becks Kopf, während er seinen schwarzen Bronco am Tatort parkte, der dreißig Kilometer südlich von Austin abseits des Zubringers zur Interstate 35 lag. Die Sonne des anbrechenden Tages glühte rot in der dunstigen Hitze und erhob sich langsam über dem hügeligen, staubigen Landstrich, über Felsen, Sträucher und kümmerliche Bäume. Auf dem Seitenstreifen standen ein Lastwagen mit Bauholz, ein halbes Dutzend Polizeiwagen von County-Sheriffs sowie ein Wagen der Spurensicherung. Die morgendlichen Pendler brachten mit ihrer Gafferei bereits den Verkehr zum Stocken.

Seltsamerweise besserte das kontrollierte Chaos die Anspannung, die Becks unterem Rücken zusetzte. Er saß jetzt ganz offiziell wieder im Sattel, die erzwungene Ruhe des "Urlaubs" war endlich vorbei.

Der Ursprung von Becks Schwierigkeiten lag sechs Monate zurück, als die zehnjährige Misty Gray verschwunden war. Der Letzte, der Misty gesehen hatte, war Matt Dial, der Freund ihrer Mutter, der mit den beiden zusammenlebte und der der Polizei berichtete, das Mädchen sei zu Freunden spielen gegangen und anschließend verschwunden.

Nachdem drei Tage ohne ein Lebenszeichen des Kindes vergangen waren, hatten die örtlichen Polizeibehörden die Texas Rangers hinzugezogen, und Beck hatte den Fall übernommen. Die Rangers, die viele Menschen nur aus Erzählungen über den Wilden Westen kannten, waren in Wirklichkeit eine moderne Eliteeinheit der texanischen Behörde für öffentliche Sicherheit, auch bekannt als DPS.

Nachdem Beck Dial zwanzig Minuten lang verhört hatte, wusste er, dass der Bauarbeiter log. Doch je mehr Fragen Beck abfeuerte, desto schneller kamen Dials Dementis.

Die Suche nach Misty war für Beck eine persönliche Angelegenheit geworden, auch als in den Zeitungen schon lange nicht mehr von der Rettung des Mädchens, sondern nur noch von der Suche nach seiner Leiche die Rede war. Als Dial, der sich als das schwarze Schaf einer betuchten Familie entpuppte, sich wegen Becks verbissener Verfolgung beschwerte, hatte Becks Chef Zurückhaltung angeordnet, bis der politische Gegenwind sich legte. Beck hatte den Befehl missachtet und Dial in seiner Freizeit beschattet. Zwei Wochen waren vergangen, ehe der arbeitslose Bauarbeiter zu einem mitternächtlichen Ausflug auf eine abgelegene Farm aufgebrochen war. Beck, der ihm dicht auf den Fersen gewesen war, hatte Dial beobachtet, wie er einen alten Schuppen aufschloss und einen großen Plastiksack herauszerrte, groß genug für eine Kinderleiche. Mit gezogener Waffe hatte Beck Dial aufgefordert, stehen zu bleiben, worauf dieser eine 45er hob und abdrückte. Dials Kugel ging fehl, doch Becks Schüsse trafen ihn in die Brust und streckten ihn sofort nieder. In dem Sack hatte man Mistys verwesende Leiche gefunden.

Die Leute von der Spurensicherung hatten in die Schuppenwände eingeritzte kindliche Botschaften vorgefunden, außerdem herumliegende Lebensmittelpackungen und leere Wasserkanister. Nach ihren Erkenntnissen hatte das Mädchen in dem Schuppen drei Wochen überlebt, bevor es an Austrocknung gestorben war.

Als Dials Familienanwälte während der anschließenden Ermittlungen den Charakter des Kindes infrage stellten, war bei Beck die Sicherung durchgebrannt. Er hatte Dinge gesagt, die ein Mann mit etwas politischem Feingefühl nicht geäußert hätte, und am Ende hatte Becks Vorgesetzter eine Suspendierung bei fortlaufendem Gehalt angeordnet.

"Machen Sie sich drei schöne Wochen. Halten Sie sich bedeckt. Nehmen Sie sich eine Auszeit."

Scheiße.

Beck hatte diese Zeit in der Werkstatt seines Großvaters verbracht und sich dort die Hände unter der Haube eines 67er Mustangs

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