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Das Washington-Dekret Thriller von Adler-Olsen, Jussi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2015
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Das Washington-Dekret

Die atemberaubende Vision vom Zerfall einer Gesellschaft

Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das "Washington Dekret" – eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung.
Amerika im Ausnahmezustand ...
Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock – nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA. Mit Hilfe von Freunden versucht sie das Komplott aufzudecken. Alles ruht nun auf ihren Schultern ...

Jussi Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. Mit den Thrillern ?Erbarmen?, ?Schändung?, ?Erlösung?, ?Verachtung?, ?Erwartung? und ?Verheißung? sowie mit seinen Romanen ?Das Alphabethaus?, ?Das Washington Dekret? und ?TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern? stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und werden mehrfach verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 23.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423415576
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Washington dekretet
    Größe: 1216kBytes
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Das Washington-Dekret

1

Im Herbst 1992

Doggie war zwar erst vierzehn, aber sie wusste, dass Märchen nicht immer einen schönen Anfang haben und manchmal auch ein böses Ende nehmen. Ihr Märchen hätte kaum schlimmer ausgehen können.

Begonnen hatte es so: Das Büro von Gouverneur Jansen schlug dem größten Lokalsender Virginias eine neue Quizsendung vor. Dafür stellte man auch gleich etwas Startkapital zur Verfügung. Es sollte ein Länderquiz werden, bei dem man zunächst erraten musste, welche chinesische Stadt die meisten Einwohner hatte. Der Lokalsender stieg ein.

Unter den achtundvierzig Teilnehmern der ersten Runde war ein vierzehnjähriges Mädchen. Eine kleine Sensation! Nun galt es, vier Wochen lang die Spannung aufrechtzuerhalten, denn für das Wahlkampfbüro von Gouverneur Jansen sollten sich die finanzielle und die moralische Unterstützung der Show schließlich lohnen.

Die beiden ersten Sendungen wurden nachmittags ausgestrahlt, aber dann bekam die Show einen Sendeplatz zur Primetime. Die Presse schoss sich schnell auf das Schulmädchen mit dem reizenden Lächeln ein, das als mögliche Gewinnerin gehandelt wurde - und drei Viertel der Zuschauer in Virginia wanderten von den übrigen Fernsehsendern ab. Das war ein neuer Rekord. "Rund um die Welt" hatte sich zum reinsten Straßenfeger entwickelt. An Sendetagen stieg der Verkauf von Snacks und Sixpacks in beachtliche Höhen. Die Fernsehleute jubelten über die Einschaltquoten.

Überall in Virginia wurden Wetten abgeschlossen. Alle hatten ihre Favoriten. Viele setzten auf den Sheriff aus einem der kleinsten Countys von Virginia, andere auf eine üppige Blondine mit Silikonbusen und passenden Hüften, aber die weitaus meisten wetteten auf die Jüngste aus der Runde, das Mädchen mit den Grübchen, Dorothy Curtis: Doggie.

Sie war schnell, sie wusste mehr als die meisten erwachsenen Teilnehmer, und sie lachte sich scheckig über die angestrengten Witze des Moderators. Die Herzen der Zuschauer flogen ihr zu, und alle wollten sehen, ob sie es bis in die Endrunde schaffte.

Drei Wochen und drei Sendungen später standen die drei Sieger fest. Und was für welche! Gouverneur Jansen strahlte, das Honorar des Moderators wurde verdoppelt, und die Zeitungen waren schier außer sich.

Den ersten Preis gewann Rosalie Lee aus New York, eine dicke schwarze Frau, die zufällig und zum ersten Mal überhaupt ihre Schwester Josephine in Virginia besucht hatte. Rosalie war ein Prachtexemplar von einer Frau, mit Zähnen wie Perlen und einem ansteckenden Lachen, und sie verstand es, das Publikum zu unterhalten. Nur einen Punkt Rückstand hatte T. Perkins, der farblose, aber ausgesprochen freundliche Sheriff aus dem Nordwesten Virginias. Er war früher einmal der beste Dartspieler des Landes gewesen. Dritte wurde tatsächlich Doggie Curtis, das Mädchen mit den Lachgrübchen. Was für ein Triumph! Beliebter und unterschiedlicher hätten die Sieger nicht sein können - alle Beteiligten waren zufrieden. Bei diesem Ergebnis konnte sich keine Bevölkerungsgruppe übergangen fühlen.

Rosalie Lee, T. Perkins und Doggie Curtis bekamen die üppigen Prämien vor laufender Kamera überreicht. Außer einer erklecklichen Summe Geldes hatten sie eine Reise nach China gewonnen.

Doggie konnte ihr Glück kaum fassen. Sie, zusammen mit Gouverneur Bruce Jansen und seinem Stab in China! Sie würde in dieses fremde, ferne Land reisen und gemeinsam mit einer chinesischen Delegation eine zwanzigtägige Rundreise unternehmen. Ein Märchen!

Ja, Gouverneur Jansen hatte ein Gespür für die Wünsche der Menschen, das hatte er einmal mehr unter Beweis gestellt - und die Medien überboten sich in der Berichterstattung.

Doggies Vater war zwar stolz auf seine kluge Tochter, aber er schäumte vor Wut, als er von der Prämie hörte. Als äußerst konservativer Republikaner lehnte er den Demokraten Bruce Jansen vehement ab. "Bei

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