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Deadline - Die Zeit läuft ab Thriller von Kernick, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Deadline - Die Zeit läuft ab

'Wir haben deine Tochter.' Du kommst spät von der Arbeit - im Haus ist es dunkel. Als du eintrittst, klingelt das Telefon. Du nimmst den Hörer ab und deine Welt stürzt ein. Deine vierzehnjährige Tochter wurde entführt, die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Du hast 48 Stunden, sonst stirbt sie. Während der Albtraum beginnt, weißt du zwei Dinge ganz sicher: Dass du alles tun wirst, um deine Tochter zu retten. Und dass dir die Zeit davonläuft ... Non-Stop-Action vom neuen Star der britischen Thrillerszene. Simon Kernick, 1966 geboren, lebt in der Nähe von London und hat zwei Kinder. Die Authentizität seiner Romane ist seiner intensiven Recherche zu verdanken. Im Laufe der Jahre hat er eine außergewöhnlich lange Liste von Kontakten zur Polizei aufgebaut. Sie umfasst erfahrene Beamte der Special Branch, der National Crime Squad (heute SOCA) und der Anti-Terror-Abteilung. Mit Gnadenlos (Relentless) gelang ihm international der Durchbruch, mittlerweile zählt er in Großbritannien zu den erfolgreichsten Thrillerautoren und wurde für mehrere Awards nominiert. Seine Bücher sind in dreizehn Sprachen erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 19.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641161835
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Deadline
    Größe: 1026 kBytes
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Deadline - Die Zeit läuft ab

EINS

Als Andrea Devern aus ihrem Mercedes-C-Klasse-Cabriolet stieg, fiel ihr als Erstes auf, dass im Haus keine Lichter brannten. Es war 20.45 Uhr an einem windigen Dienstag Mitte September und ihr blieb exakt noch eine Minute ihres gewohnten, normalen Lebens.

Sie drückte die Zentralverriegelung des Mercedes und ging die fünf Meter zu ihrer Gartentür, wobei sie sich achtsam nach beiden Seiten der ruhigen Wohnstraße umblickte. Als gebürtige Londonerin war Andrea sich der Gefahren der Straßenkriminalität, die selbst in einem wohlhabenden Viertel wie Hampstead lauern konnten, wohl bewusst. Die Kriminellen von heute waren mobil. Sie beschränkten sich nicht mehr auf ihre angestammten Jagdgründe, sondern ließen sich vom Geld anziehen. Und in Andreas kastaniengesäumter Allee, in der sich die großzügig geschnittenen zweistöckigen Townhäuser nur einen Katzensprung von Heath entfernt aneinanderreihten, gab es davon mehr als genug.

Doch heute Abend war nichts Ungewöhnliches zu bemerken, sah man von der Tatsache ab, dass das Haus dunkel war. Andrea versuchte sich zu erinnern, ob Pat ihr von irgendwelchen Plänen oder Verabredungen erzählt hatte oder ob er mit Emma etwas unternehmen wollte. Sie hatte einen anstrengenden Tag gehabt, zähe Gespräche mit den Angestellten eines der fünf Wellnessstudios, die sie mit ihrer Geschäftspartnerin besaß. Sie hatten es vor über einem Jahr übernommen, und es hatte zu keinem Zeitpunkt ihre Erwartungen erfüllt. Nun mussten sie Mitarbeiter entlassen, was Andrea stets unangenehm war, und es war an ihr zu entscheiden, wer den blauen Brief erhalten sollte. Den ganzen Rückweg von Bedfordshire hatte sie darüber gegrübelt und sich immer noch zu keiner Entscheidung durchgerungen. Eigentlich sollte es den Manager treffen, der deutlich überbezahlt war, und da er für den Schlamassel verantwortlich war, hätte es ihrem Gerechtigkeitssinn entsprochen, ihm einen Tritt zu verpassen. Doch da sie niemanden hatte, um ihn zu ersetzen, kam dies zusehends weniger in Frage. Besser den Teufel, den man kennt ..., und so weiter.

Andrea beschloss, sich morgen den Kopf darüber zu zerbrechen. Im Moment stand ihr der Sinn nach einem gut eingeschenkten, gemütlichen Glas Sancerre und einer entspannenden Zigarette. Nicht unbedingt die gesündeste Option, doch eine Frau muss sich auch mal was gönnen, besonders, wenn sie so hart arbeitete wie Andrea.

Sie schob die Schlüsselkarte in den Schlitz des Sicherheitssystems und ging, als das Tor geräuschlos aufglitt, hinein. Wie immer, wenn sie ihren Vorgarten betrat und die Welt da draußen hinter sich ließ, durchflutete sie ein Gefühl der Erleichterung und Freude. Geschützt von einer hohen Ziegelmauer, offenbarte der Garten ein Kaleidoskop von Farben, nicht zuletzt dank der achthundert Pfund, die sie jeden Monat an die Gärtnerei abdrückte, die dafür zu sorgen hatte, dass er aussah wie das Titelbild von Home & Country.

Sie sog den schweren, betörenden Duft von Jasmin und Geißblatt in sich auf und fühlte sich gleich entspannter, als sie die Haustür aufschloss und die Alarmanlage ausschaltete.

Dann klingelte das Telefon.

Es war ihr Handy. Sie kramte in ihrer limitierten Fendi Spy Bag und fischte es heraus. Ihr Klingelton war "I Will Survive", Gloria Gaynors klassische Hymne trotzigen weiblichen Behauptungswillens. Erst sehr viel später dämmerte ihr, wie viel bittere Ironie darin steckte.

Das Display meldete einen ungelisteten Anruf, und obwohl sie es nicht mochte, einen Anruf von einem Unbekannten entgegenzunehmen, war ihr auch klar, dass es etwas Geschäftliches sein konnte und selbst zu dieser vorgerückten Stunde war Andrea immer für Geschäfte zu haben, zumal wenn sich der Markt als derart schwierig darstellte wie derzeit. Als sie ihre Diele betrat, klemmte sie den Hörer ans Ohr und sagte: "Hallo, Andrea Devern."

"Wir haben deine Tochter."

Die Worte wurden von einer hohen, künstliche

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