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Den du nicht siehst von Jungstedt, Mari (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Den du nicht siehst

Nach einem Streit mit ihrem Ehemann wird Helena ermordet aufgefunden. Erschlagen mit einer Axt und mit ihrer Unterwäsche geknebelt. Alles deutet zunächst auf ein Eifersuchtsdrama hin. Doch dann wird auf dem Friedhof von Visby erneut eine Frauenleiche gefunden. Kommissar Knutas ist sicher, dass er es mit einem Serienmörder zu tun hat. Er versucht, das Muster des Mörders zu erkennen, bevor dieser ein weiteres Mal zuschlagen kann, doch seine Arbeit wird von der Presse erheblich erschwert. Kann der Kommissar den Mörder rechtzeitig finden und einen weiteren Mord verhindern? Ein echter Schwedenkrimi, spannen, hart - und doch einfühlsam.' - Hörzu 'Mari Jungstedt hat mit diesem Roman ein beachtliches Debutwerk vorgelegt, das zu gefallen weiß und Lust auf mehr macht.' - Linnie1978, Krimi-couch.de 'Der Auftakt der Knutas-Reihe fesselt den Leser mit einer leichten, aber dennoch packenden Schreibweise und einigen falschen Fährten. Dafür vergebe ich gerne 5 STERNE!' - Buechersuechtig 'Ein bemerkenwertes Debüt.' - Der Spiegel Mari Jungstedt wurde 1962 in Stockholm geboren, wo sie später auch Journalismus studierte. Heute arbeitet sie als Autorin und TV-Journalistin und ist regelmäßig als Nachrichtensprecherin im schwedischen Fernsehen zu sehen. Ihre Kriminalromane um Anders Knutas bilden die Grundlage für die populäre ZDF-Fernsehserie 'Der Kommissar und das Meer' mit Walter Sittler in der Hauptrolle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711452509
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1355 kBytes
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Den du nicht siehst

Nachdem Anders Knutas, Leiter der Mordkommission von Visby, die Vernehmung Per Bergdals beendet hatte, ging er in sein Zimmer, um einige Minuten in Ruhe nachdenken zu können. Er ließ sich auf seinen alten, abgenutzten Schreibtischsessel aus Eichenholz fallen, der ihn durch sein gesamtes Berufsleben begleitet hatte. Die Rückenlehne war hoch, der Sitz aus weichem Leder. Knutas drehte sich langsam, und der Sessel schaukelte ein wenig, als er sich gegen die Rückenlehne zurücksinken ließ. Hier, in seinem alten Sessel, der sich im Laufe der Jahre seiner Gestalt angepasst zu haben schien, konnte er am besten denken.

Anders Knutas nahm sich dafür immer Zeit. Diese Momente waren vor allem dann wichtig, wenn sich um ihn herum die dramatischen Ereignisse überstürzten. Wie jetzt. Seine langjährige Erfahrung bei der Kriminalpolizei hatte ihn gelehrt, zu Beginn einer Ermittlung jeden Eindruck auszuloten. Es war so leicht, im Eifer des Gefechts Dinge zu übersehen, die sich am Ende als wichtig oder gar entscheidend für die Aufklärung erweisen könnten. Er stopfte sich seine Pfeife.

In Gedanken kehrte er zum Fundort zurück. Zu dem blutigen Leichnam. Der in den Mund gestopften Unterhose. Dem ermordeten Hund. Ob es sich um einen geplanten Mord handelte, wusste er noch nicht. Dass der Mörder von abgrundtiefem Hass angetrieben worden war, stand dagegen fest.

Der Gerichtsmediziner war nachmittags aus Stockholm eingeflogen. Er hatte seine Arbeit bereits aufgenommen. Knutas beschloss, erst am nächsten Morgen zum Fundort zu fahren, denn dann würde es dort um einiges ruhiger sein.

Jemand klopfte an die Tür. Karin Jacobsson schaute herein.

"Jetzt sind alle da. Kommst du auch?"

"Natürlich", sagte Knutas und stand auf.

In Visby gab es zwölf Kriminalbeamte. Im Moment waren die meisten in der Umgebung von Fröjel unterwegs, wo sie Zeugenaussagen aufnahmen oder Spuren am Fundort sicherten. Knutas, seine engsten Mitarbeiter, und Birger Smittenberg von der Staatsanwaltschaft wollten nun besprechen, welche Informationen sie an die Presse weitergeben würden und was bis auf weiteres geheim gehalten werden sollte. Sie nahmen um den abgenutzten Kiefernholztisch im Besprechungsraum gegenüber von Knutas' Büro Platz. Der Raum hatte zum Gang hin Glaswände, sodass man für gewöhnlich sehen konnte, wer dort vorüberging. Aber im Moment waren die dünnen gelben Baumwollvorhänge zugezogen.

Knutas ließ sich an der Längsseite nieder und blickte die anderen forschend an. Er war mit dieser Gruppe sehr zufrieden. Karin Jacobsson, seine engste Vertraute und beste Gesprächspartnerin, eine intelligente, kleine, braunäugige Frau von siebenunddreißig, die allein lebte. Neben ihr der zehn Jahre jüngere Thomas Wittberg, ein überaus tüchtiger Polizist. Vor allem, was seine Verhörtechnik betraf. Auf seltsame Weise holte er aus den Verhörten immer mehr heraus als alle anderen. Lars Norrby, geschieden, zwei Söhne, die bei ihm lebten. Fast zwei Meter groß, sympathisch, von korrektem Auftreten. Perfekt, was den Umgang mit der Presse anging. Erik Sohlman, Techniker der Spurensicherung. Robust und temperamentvoll, an der Grenze zum Jähzorn. Und dann Birger Smittenberg, ein erfahrener Chefankläger vom Bezirksgericht Gotland, ein geborener Stockholmer, der eine gotländische Liedermacherin geheiratet und sich in die Insel verliebt hatte. Jetzt lebte er seit fünfundzwanzig Jahren hier. Ihre Zusammenarbeit lief problemlos, der Meinung war Knutas immer schon gewesen.

"Lasst es uns kurz machen", sagte er, nachdem er die eilig anberaumte Besprechung eröffnet hatte.

"Neben der Arbeit an der Mordsache müssen wir uns leider auch um die Presse kümmern. Die hängen schon an der Strippe. Die von hier und auch die Medien vom Festland. Es ist unglaublich, wie schnell sich so eine Nachricht verbreitet." Er schüttelte den Kopf. "Man fragt sich wirklich, wie das möglich ist. Aber egal, die Identität des Opfers geben wir noch nicht bek

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