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Der Anruf kam nach Mitternacht von Gerritsen, Tess (eBook)

  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Der Anruf kam nach Mitternacht

Nichts Gutes passiert nach Mitternacht ... Nacht in einem Haus in Washington, D. C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nick O'Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet, ist ein perfider Racheplan ... 'Ein excellent verbrochener Krimi der es in sich hat. Für eingefleischte Krimifans ein Muss.' (Magazin Köllefornia) 'Tess Gerritsen ist eine der besten in ihrem Metier' - USA Today 'Diese Geschichte überzeugt mit Aktion, unerwarteten Wendungen und viel Power.' - bookviews.at - die österreichische Lesecommunity

Tess Gerritsen studierte Medizin und arbeitete mehrere Jahre als Ärztin, bis sie für sich das Schreiben von Romantic- und Medical-Thrillern entdeckte. Die Kombination von fesselnden Stories und fundierten medizinischen Kenntnissen brachte ihr den internationalen Durchbruch. Die Bestseller-Autorin lebt mit ihrem Mann in Maine.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676694
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Call after Midnight
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Der Anruf kam nach Mitternacht

2. KAPITEL

Sarah setzte an zu sprechen, aber ihre Stimme verweigerte ihr den Dienst. Wie eine Statue saß sie erstarrt auf ihrem Stuhl, unfähig sich zu bewegen, unfähig irgendetwas anderes zu tun als den Mann vor sich anzustarren.

"Ich dachte, das sollten Sie wissen", sagte Nick. "Ich musste es Ihnen erzählen, weil wir jetzt Ihre Hilfe benötigen. Die Berliner Polizei braucht Informationen über die Aktivitäten Ihres Mannes, seine Feinde ... Gründe, warum er umgebracht worden sein könnte."

Sie schüttelte wie betäubt den Kopf. "Mir fällt nichts ein ... Ich meine, ich weiß einfach nicht ... Mein Gott!", flüsterte sie.

Die sanfte Berührung seiner Hand auf ihrer Schulter ließ Sarah zusammenzucken. Sie schaute auf und sah die Besorgnis in seinen Augen. Er fürchtet, dass ich ohnmächtig werde, dachte sie. Er sorgt sich, dass ich mich auf seinen schicken, dicken Teppich übergeben und uns alle blamieren könnte. Irritiert schüttelte sie seine Hand ab. Sie brauchte niemandes einstudiertes Mitleid. Sie musste alleine sein - weg von den Bürokraten und ihren unpersönlichen Akten. Unsicher stand sie auf. Nein, sie würde nicht ohnmächtig werden. Nicht vor diesem Mann.

Nick griff nach ihrem Arm und drückte sie sanft zurück auf den Stuhl. "Bitte, Mrs. Fontaine. Noch eine Minute, mehr brauche ich nicht."

"Lassen Sie mich los."

"Mrs. Fontaine ..."

"Lassen Sie mich los."

Die Schärfte in ihrer Stimme schien ihn zu schockieren. Er ließ sie los, trat aber nicht zurück. Während sie dort saß, war sie sich der verschiedenen Aspekte seiner Anwesenheit bewusst - dem leichten Duft nach Aftershave und Müdigkeit, dem dumpfen Glanz seiner Gürtelschnalle, den zerknitterten Ärmeln seines Hemdes.

"Es tut mir leid", sagte er. "Ich wollte Sie nicht bedrängen. Ich habe mir nur Sorgen gemacht, dass Sie ... nun ja ..."

"Ja?" Sie schaute in diese schiefergrauen Augen. Etwas, das sie darin sah - die Ruhe, die Stärke -, weckte in ihr den plötzlichen, allen Instinkten widersprechenden Wunsch, ihm zu vertrauen. "Ich werde nicht ohnmächtig, falls Sie das meinen", sagte sie. "Bitte. Ich würde jetzt gerne nach Hause gehen."

"Ja, natürlich. Aber ich habe noch ein paar Fragen."

"Ich habe aber keine Antworten. Verstehen Sie das nicht?"

Er schwieg einen Moment. "Dann werde ich mich später bei Ihnen melden", sagte er schließlich. "Wir müssen über die Vorkehrungen für die Überführung des Leichnams sprechen."

"Oh. Ja. Der Leichnam." Sie stand auf und blinzelte eine neue Welle an Tränen zurück.

"Ich lasse Sie jetzt nach Hause bringen, Mrs. Fontaine." Er ging langsam auf sie zu, wie, um sie nicht zu verschrecken. "Das mit Ihrem Mann tut mir leid. Wirklich leid. Rufen Sie mich gerne jederzeit an, wenn Sie noch Fragen haben."

Sie wusste, dass keines seiner Worte von Herzen kam, dass keines von ihnen wirkliches Mitgefühl enthielt. Nick O'Hara war ein Diplomat. Er sagte, was zu sagen er gelernt hatte. Was auch immer für eine Katastrophe geschah, das US-Außenministerium hatte immer die richtigen Worte parat. Vermutlich hatte er das Gleiche schon zu Hunderten anderer Witwen gesagt.

Jetzt wartete er auf ihre Reaktion, also tat sie, was von jeder Witwe erwartet wurde. Sie riss sich zusammen, streckte die Hand aus, um seine zu schütteln, und bedankte sich bei ihm. Dann drehte sie sich um und verließ das Büro.

"Glaubst du, sie weiß es?"

Nick starrte auf die Tür, die sich gerade hinter Sarah Fontaine geschlossen hatte. Dann drehte er sich um und sah Tim Greenstein an. "Weiß was?"

"Dass ihr Mann ein Spion war?"

"Verdammt, dass wissen ja nicht einmal wir."

"Nick, mein Freund, diese ganze Sache riecht nach Spionage. Geoffrey Fontaine gab es bis vor einem Jahr überhaupt nicht. Dann taucht sein Name auf einmal auf einer Heiratslizenz auf, er hat eine nagelneue Sozialversicher

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