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Der Brigand von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Brigand

Edgar Wallace - Der Brigand

'Der Brigand' ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. Der Millionär Poltue liegt tot in seinem Bett als Anthony Newton ihn entdeckt ...

Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 30.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959230971
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 296kBytes
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Der Brigand

Kapitel 2 - Die Kunst sich einzuführen

Mit vornehmer Höflichkeit ausgeführte Räubereien weichen von den altherkömmlichen Gebräuchen so sehr ab, dass man durch die Neuartigkeit fasziniert ist. Gewöhnliche Verbrecher, die keine Phantasie haben, bleiben noch immer bei der alten Methode, durch Anwendung bloßer Gewalt zu ihrem Ziele zu kommen. Aber die Vertreter der feineren und vornehmeren Richtungen entwickeln bei ihren Plänen ebenso viel Geist und Witz wie große Dichter.

Es gehörte zu der Ausführung eines fein angelegten Tricks, dass sich Mr. Anthony Newton eines Tages in einer peinlichen Situation befand. Die beiden Hinterräder seines Wagens steckten in einem tiefen Graben, und er hatte sich bei dem Unfall nur mit größter Mühe auf seinem Sitz am Steuer behauptet. Die überhängenden Zweige der Hecke bedrängten ihn so sehr, dass er den Kopf auf eine Seite biegen mußte. Trotzdem bewahrte er seine Haltung, und der Blick, mit dem er die junge Dame anschaute, war milde und wenig vorwurfsvoll.

Sie saß starr und aufrecht an dem Steuer ihres schönen luxuriösen Wagens, denn sie war durch das plötzliche Ereignis so erschreckt, dass sie nicht gleich etwas sagen konnte.

"Sie sind auf der falschen Seite gefahren", erwähnte Anthony Newton höflich.

"Es tut mir furchtbar leid", erwiderte sie atemlos. "Aber ich habe doch gehupt. Diese elenden Straßen in Sussex sind so unübersichtlich ..."

"Bitte sagen Sie nichts mehr darüber", entgegnete Anthony. Langsam kletterte er aus dem Wagen heraus, stand dann auf der Straße und schaute ernst auf die Trümmer seines Autos.

"Ich dachte, Sie hätten mich gesehen, als ich die Höhe herunterkam", sagte sie entschuldigend. "Ich habe Sie sehen können und habe Ihnen doch mit meiner Hupe ein Zeichen gegeben."

"Ich habe es nicht gehört. Aber das will eigentlich nicht viel sagen. Der Fehler liegt ganz auf meiner Seite. Aber ich fürchte, mein armer Wagen ist vollständig erledigt."

Jetzt stieg sie auch aus und trat an seine Seite. Der Unfall tat ihr wirklich sehr leid, und sie schaute bedrückt auf die vollständig ruinierte Maschine.

"Wenn ich nicht die Geistesgegenwart gehabt hätte, sofort in den Graben auszubiegen, wäre es ein böser Zusammenstoß geworden." Es ist ja schließlich besser, dass mein Wagen dabei kaputtging, als dass Ihnen die leichteste Verletzung zugestoßen wäre."

Sie seufzte.

"Gott sei Dank ist es nur ein alter Wagen. Mein Vater wird Ihnen natürlich ..."

Anthony konnte das nicht unwidersprochen lassen.

"Ja, der Wagen sieht jetzt zwar alt aus", meinte er liebenswürdig, "nachdem er vollständig zusammengefahren ist. In Wirklichkeit war es ein neuer Wagen."

"Aber das ist ganz bestimmt ein alter Wagentyp", entgegnete sie hartnäckig. "Es ist ein Bennett-Wagen, die neueren Modelle haben eine ganz andere Haube."

"Die Haube meines Wagens mag ja altmodisch sein", protestierte er. "Ich bin überhaupt ein altmodischer Mann und fahre deshalb ein solches Modell. Als ich den Wagen kaufte, bestand ich darauf, dass er mit der alten Haube geliefert wurde. Sonst ist er aber vollkommen neu. Sehen Sie doch einmal auf die gute Polsterung, die Lackierung ..."

"Sie haben ihn erst ganz kürzlich streichen lassen", unterbrach sie ihn. "Die Farbe ist ja noch ganz frisch!" Sie tippte mit dem Finger darauf und zeigte ihm einen kleinen, schwarzen Flecken. "Sehen Sie!" rief sie triumphierend. "Und ich möchte darauf wetten, dass der Wagen mit Binko gestrichen ist. In allen Fachzeitschriften können Sie annonciert finden": 'Binko-Automobillack trocknet in zwei Stunden'." Wieder berührte sie den Wagen mit ihrem Finger und schaute auf einen zweiten Flecken. "Das heißt, Sie haben die Maschine vor vierzehn Tagen streichen lassen, denn es dauert einen Monat, bis die Farbe trocken ist."

Anthony hüllte sich in diskretes Schweigen. Er fühlte instinktiv, dass das ihrer Entdeckung g

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