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Der Butler, Band 06 - Die Bedrohung von Zwengel, Andreas (eBook)

  • Verlag: BLITZ-Verlag
eBook (ePUB)
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Der Butler, Band 06 - Die Bedrohung

Bizarre Fischmenschen tauchen im Wattenmeer auf. Butler James und Lady Marbely müssen lernen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die auf nichts Rücksicht nehmen. Auch nicht auf eine freundliche, steinreich Lady von Adel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 158
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957195074
    Verlag: BLITZ-Verlag
    Größe: 1281kBytes
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Der Butler, Band 06 - Die Bedrohung

In Wyk

Wyk war mit Abstand der verkehrsreichste Ort auf der Insel. Johann, der als Chauffeur und Pilot für Mylady tätig war, ließ die kleine Gruppe vor dem Rathaus aussteigen und suchte sich einen Parkplatz, wo er auf Abruf bleiben würde.

"Die Damen und ich gehen auf einen Snack ins Café Steigleder", erklärte Lady Marbely munter und hakte sich bei Claire und Cassy unter. "Ihr Jungs seid schon alt genug, um euch alleine um das Problem zu kümmern, oder?"

Cassy warf Mick einen flehenden Blick zu. Es war offensichtlich, dass sie es vorgezogen hätte, zu arbeiten, anstatt ihre Zeit mit Kaffee, Kuchen und Konversation zu verbringen. Aber Mick winkte mit einem Lächeln ab und ließ sie für das Kaffeekränzchen zurück.

Johann beschrieb ihnen den Weg zu Sudings kleiner Kundgebung und die beiden Agenten fanden den kleinen Menschenauflauf mühelos. Mick und James erwarteten einen Mann, der geifernd auf einer Apfelsinenkiste stand und verrückte Sachen herausbrüllte. Stattdessen hockte Torben Sudings Gesellschaft auf ein paar zusammengeschobenen Stühlen.

"Was machen wir jetzt mit ihm?", fragte Mick.

"Erst einmal abwarten. Ich habe nicht den Eindruck, als könne er besonders viele Menschen überzeugen."

Die Versammlung auf der Promenade von Wyk zog kaum Interessenten an. Die meisten waren Touristen, die es für einen Teil des Unterhaltungsprogramms hielten. Neben einer ständig wechselnden Zuhörerschaft, die immer nur für ein paar Sätze blieb, hatte sich etwa ein halbes Dutzend Menschen um Suding geschart, die ihm aufmerksam zuhörten und sich auch mit ihm unterhielten. Sie waren nicht sehr daran interessiert, dass sich weitere Leute zu ihnen gesellten.

"Ich kenne den Anführer", sagte Mick überrascht.

"Tatsächlich? Und wer ist dieser ausgesprochen unsympathische Zeitgenosse?"

"Torben Suding. Einer der beiden Überlebenden des AIDA-Unglücks. Er war der Pilot der verschwundenen Cessna."

Der Butler machte ein nachdenkliches Gesicht. "Gab es da nicht Bedenken wegen seiner Geschichte?"

"Man konnte ihm nichts nachweisen und leider ist es nicht strafbar, ein Arschloch zu sein."

"Ja, eine bedauerliche Gesetzeslücke", sagte der Butler.

Das Internet reichte als Informationsquelle. Innerhalb von Minuten war die gesamte Lebensgeschichte von Torben Suding verfügbar, einschließlich aller negativen Einträge, die man mühelos gegen ihn verwenden konnte.

Es würde viel Aufsehen erregen, wenn die beiden Agenten diese Versammlung zerstreuen würden, also wollten sie diese Aufgabe den Behörden überlassen. Bevor Mick allerdings die Polizei verständigen konnte, trat bei der Versammlung eine Frau neben Suding und ergriff das Wort.

"Das ist jetzt natürlich Pech", sagte der Butler. Er erkannte die Frau sofort. Es war Lena Berner, die er vor dem Fischwesen gerettet hatte. Offenbar hatte sie sich ihren eigenen Ratschlag nicht zu Herzen genommen und war alten Showbizinstinkten gefolgt. Diese sollten ihr allerdings verraten, welche Art Mensch dieser Suding war.

Der Butler drehte sich von der kleinen Gesellschaft weg. Das war natürlich etwas albern, denn nicht sein Gesicht machte ihn so auffällig, sondern seine Kleidung. "Wir sollten besser gehen", raunte er Mick zu.

In diesem Moment streckte Lena Berner ihren Arm aus und zeigte direkt auf den Butler. Die Umstehenden musterten die beiden Neuankömmlinge misstrauisch, so als wollten die beiden Agenten ihnen etwas wegnehmen. "Dieser Mann hat mich gerettet!", schrie sie. "Er hat das Ungeheuer auch gesehen!"

Alle drehten sich zu Mick und James. Der Butler wandte sich an Torben Suding. "Ich sah einen Mann, der sich als Seeungeheuer verkleidet hatte."

"Er lügt, es war keine Verkleidung. Da war außerdem die Leiche einer Frau."

Der Butler blieb weiterhin völlig ruhig. "Frau Berner hat einen Schock erlitten. Es gibt keine Seeungeheuer auf Föhr."/

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