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Der Derbysieger von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Derbysieger

Edgar Wallace - Der Derbysieger
'Der Derbysieger' ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. John Pentridge verliert im Casino von Monte Carlo viel Geld, während zur gleichen Zeit ein Mord geschieht ...
Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren ""normal"" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 10.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959230605
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 301kBytes
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Der Derbysieger

Kapitel 2

In der warmen Frühlingsnacht bewegte sich eine, fröhliche, lachende Menge in den Straßen Monte Carlos. Am Tage hatten die großen Rennen stattgefunden, und es hielten sich viele Fremde in der Stadt auf. Aus Nizza, Mentone, ja selbst aus San Remo und anderen Orten der Küste waren sie angelockt worden. Die herrlichen Parkanlagen waren bevölkert von festlich gekleideten Menschen, und die Cafés waren überfüllt.

Zwei Herren traten langsam aus dem Palace-Hotel und blieben auf der breiten, marmor gedeckten Terrasse vor dem Gebäude stehen, um die bunte Menge zu betrachten. Sie waren beide noch jung, und an dem eleganten Schnitt ihrer Anzüge konnte man sie auf den ersten Blick als Engländer erkennen.

Offenbar hatten sie keine große Eile, denn sie warteten einige Zeit und ließen das anregende Bild auf sich wirken. Der größere mochte ungefähr dreißig Jahre zählen, hatte ein sonngebräuntes, glattrasiertes Gesicht und hielt sich so gerade, dass man ihn für einen Offizier hätte halten können. Trotzdem hatte Million Sands nur als Freiwilliger den Krieg bei den südafrikanischen Jägern mitgemacht. Über seinen großen, klaren, grauen Augen, die freundlich in die Welt schauten, wölbten sich buschige, dunkle Brauen, und in seinen Zügen drückten sich Energie und Tatkraft aus. Besonders der scharf gezeichnete Mund und das eckige, harte Kinn verrieten starke Willenskraft. In gewissem Gegensatz dazu standen allerdings die vielen Lachfältchen in seinen Augenwinkeln.

Eric Stanton, sein Begleiter, machte durchaus den Eindruck eines vornehmen, gut erzogenen Engländers. Auch er war glattrasiert und hielt sich aufrecht, aber seine Züge waren weicher und milder. An seiner gesunden Gesichtsfarbe konnte man erkennen, dass er sich viel in der freien Luft aufhielt.

Er streifte die Asche seiner Zigarette ab und wandte sich dann plötzlich an Milton Sands.

"Also, wo soll die Reise hingehen?"

Sands sah sich lächelnd um.

"Ich werde mich wieder zu dem Sündenbabel begeben."

"Ins Kasino? Ich hoffe nur, dass Sie mehr Glück haben als mein ..." Er wollte gerade sagen "Freund", änderte aber seine Absicht. " als Wilton. Wie ist es Ihnen denn kürzlich am Spieltisch ergangen?"

Sands blies einige Rauchringe in die stille Abendluft, bevor er antwortete. Er freute sich darüber, dass Toady Wilton Geld verloren hatte, denn er konnte diesen Menschen nicht leiden.

"Das ist eigentlich schwer zu sagen", entgegnete er vorsichtig. "In gewisser Weise ist es mir nicht schlecht gegangen. Meinen Zweck habe ich allerdings nicht erreicht. Ich bin mit verhältnismäßig geringen Mitteln aus London abgefahren, und ich habe bis jetzt weder etwas verloren noch etwas gewonnen."

Eric Stanton lachte.

"Sie haben wirklich einen unverwüstlichen Humor. Ich habe mir schon oft überlegt, ob die Leute auf ihre Kosten kommen, die ins Kasino gehen. Ich habe niemals gespielt, wenigstens nicht, um Geld zu gewinnen. Ich beteilige mich wohl an den Rennwetten, aber Roulette, Bakkarat und andere Glücksspiele habe ich noch nicht versucht."

"Das ist auch sicher eine ganz vornehme Lebensauffassung, aber ich bin nicht hier, um die Zeit totzuschlagen, sondern um Geld zu verdienen. Daraus mache ich gar kein Hehl. Ich kam nach Monte Carlo mit einem System und einem Betriebskapital von zweihundert Pfund. Das System habe ich immer noch!"

"Den gewünschten Erfolg hat es Ihnen anscheinend nicht gebracht."

"Ich probiere es eben erst aus, aber ich sehe dem Resultat mit philosophischer Ruhe entgegen. Wenn Sie wollen, können Sie mich einen Glücksjäger und Abenteurer nennen. Es macht mir ungeheuren Spaß, anderen Leuten Geld abzunehmen, besonders wenn ich es mit einem dicken französischen Croupier zu tun habe. Aber auf alle Fälle habe ich eine kluge Vorsichtsmaßregel ergriffen", meinte er lächelnd, "Im Hotel habe ich eine größere Summe hinterlegt, damit ich unter allen Um

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