text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Derbysieger von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Derbysieger

John Pentridge verliert im Spielkasino von Monte Carlo große Summen und wird danach diskret aus dem Haus gewiesen. "Morgen komme ich wieder! Dann kaufe ich mir das ganze Kasino!!" Am selben Abend geschieht in Monte Carlo ein Mord und John Pentridge eilt nach London zum Pferde-Derby in Epsom ...

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 11.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704350
    Verlag: Nexx
    Größe: 330kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Derbysieger

2

In der warmen Frühlingsnacht bewegte sich eine, fröhliche, lachende Menge in den Straßen Monte Carlos. Am Tage hatten die großen Rennen stattgefunden, und es hielten sich viele Fremde in der Stadt auf. Aus Nizza, Mentone, ja selbst aus San Remo und anderen Orten der Küste waren sie angelockt worden. Die herrlichen Parkanlagen waren bevölkert von festlich gekleideten Menschen, und die Cafés waren überfüllt.

Zwei Herren traten langsam aus dem Palace-Hotel und blieben auf der breiten, marmorgedeckten Terrasse vor dem Gebäude stehen, um die bunte Menge zu betrachten. Sie waren beide noch jung, und an dem eleganten Schnitt ihrer Anzüge konnte man sie auf den ersten Blick als Engländer erkennen.

Offenbar hatten sie keine große Eile, denn sie warteten einige Zeit und ließen das anregende Bild auf sich wirken. Der größere mochte ungefähr dreißig Jahre zählen, hatte ein sonngebräuntes, glattrasiertes Gesicht und hielt sich so gerade, dass man ihn für einen Offizier hätte halten können. Trotzdem hatte Million Sands nur als Freiwilliger den Krieg bei den südafrikanischen Jägern mitgemacht. Über seinen großen, klaren, grauen Augen, die freundlich in die Welt schauten, wölbten sich buschige, dunkle Brauen, und in seinen Zügen drückten sich Energie und Tatkraft aus. Besonders der scharf gezeichnete Mund und das eckige, harte Kinn verrieten starke Willenskraft. In gewissem Gegensatz dazu standen allerdings die vielen Lachfältchen in seinen Augenwinkeln.

Eric Stanton, sein Begleiter, machte durchaus den Eindruck eines vornehmen, guterzogenen Engländers. Auch er war glattrasiert und hielt sich aufrecht, aber seine Züge waren weicher und milder. An seiner gesunden Gesichtsfarbe konnte man erkennen, dass er sich viel in der freien Luft aufhielt.

Er streifte die Asche seiner Zigarette ab und wandte sich dann plötzlich an Milton Sands.

"Also, wo soll die Reise hingehen?"

Sands sah sich lächelnd um.

"Ich werde mich wieder zu dem Sündenbabel begeben."

"Ins Kasino? Ich hoffe nur, dass Sie mehr Glück haben als mein ..." Er wollte gerade sagen "Freund", änderte aber seine Absicht. "- als Wilton. Wie ist es Ihnen denn kürzlich am Spieltisch ergangen?"

Sands blies einige Rauchringe in die stille Abendluft, bevor er antwortete. Er freute sich darüber, dass Toady Wilton Geld verloren hatte, denn er konnte diesen Menschen nicht leiden.

"Das ist eigentlich schwer zu sagen", entgegnete er vorsichtig. "In gewisser Weise ist es mir nicht schlecht gegangen. Meinen Zweck habe ich allerdings nicht erreicht. Ich bin mit verhältnismäßig geringen Mitteln aus London abgefahren, und ich habe bis jetzt weder etwas verloren noch etwas gewonnen."

Eric Stanton lachte.

"Sie haben wirklich einen unverwüstlichen Humor. Ich habe mir schon oft überlegt, ob die Leute auf ihre Kosten kommen, die ins Kasino gehen. Ich habe niemals gespielt - wenigstens nicht, um Geld zu gewinnen. Ich beteilige mich wohl an den Rennwetten, aber Roulette, Bakkarat und andere Glücksspiele habe ich noch nicht versucht."

"Das ist auch sicher eine ganz vornehme Lebensauffassung, aber ich bin nicht hier, um die Zeit totzuschlagen, sondern um Geld zu verdienen. Daraus mache ich gar kein Hehl. Ich kam nach Monte Carlo mit einem System und einem Betriebskapital von zweihundert Pfund. Das System habe ich immer noch!"

"Den gewünschten Erfolg hat es Ihnen anscheinend nicht gebracht."

"Ich probiere es eben erst aus, aber ich sehe dem Resultat mit philosophischer Ruhe entgegen. Wenn Sie wollen, können Sie mich einen Glücksjäger und Abenteurer nennen. Es macht mir ungeheuren Spaß, anderen Leuten Geld abzunehmen, besonders wenn ich es mit einem dicken französischen Cr

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen