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Der Fluch der alten Dame Roman von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2017
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Der Fluch der alten Dame

Wenn düstere Schatten aus dem Jenseits ihre Bahnen ziehen ... 'Der Fluch der alten Dame' von Erfolgsautorin Gillian White jetzt als eBook bei dotbooks. Es soll ein besinnliches Fest mit Freunden und Verwandten werden, die sich im entlegenen Farmhaus von Familie Moon versammeln. Doch seit der Ankunft von Clovers Schwiegermutter hat sich die Stimmung merklich verändert: Die sonderbare Violet, die angeblich Kontakt zu Geistern aufnehmen kann, macht alle Anwesenden nervös. Als ein Schneesturm jegliche Verbindung zur Außenwelt abreißen lässt, sitzt die kleine Gesellschaft fest - und findet plötzlich im Keller des Hauses eine Leiche ... Violet scheint die Tote zu kennen - weiß sie mehr, als sie vorgibt? 'Eiskalt enthüllt Gillian White Geheimnis um Geheimnis - ein erstklassiges Buch, scharfsinnig, intelligent und voller Spannung.' Bookshelf Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Fluch der alten Dame' von Erfolgsautorin Gillian White. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks erscheinen ihre Romane 'Das Ginsterhaus', 'Denn du bist mein', 'Hexenwiege', 'Ein unheimlicher Gast', 'Der Peststein', 'Das Familiengrab' und 'Das Hotel bei den Klippen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 388
    Erscheinungsdatum: 09.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248885
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1103 kBytes
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Der Fluch der alten Dame

Prolog

Stille und Warten, aber eine besonders tiefe Stille und ein Warten mit angehaltenem Atem.

"Ist im Geiste jemand bei uns?"

Und das öde Gefühl ungenutzter Esszimmer, in denen ein etwas lauteres Ausatmen schon wie ein derber Rülpser klingt. Schwere, braune Dralonvorhänge, an denen der Geruch alter, trockener Krümel haftet, bieten Schutz vor dem rauen Wetter, das draußen vor dem Erker wütet und sich trotzdem heulend hereindrängen will.

"Ist jemand im Geiste bei uns?" Die ungeduldige Stimme des Mediums bringt klar zum Ausdruck, es sei nicht bereit, Unfug von aufsässigen Geistern oder auch von eventuell an diesem Nachmittag anwesenden geliebten Verstorbenen zu dulden. Das wird nicht hingenommen. Auf keinen Fall. Denn man weiß ja, dass die verstorbenen Lieben für ihre Scherze bekannt sind.

Mit strenger Miene hält sie den Kopf gesenkt, ist aber ganz aufmerksam. Hinter ihr erhebt sich der gerundete Rand des Korbstuhls wie ein Hornpanzer, sie könnte fast eine Schildkröte sein. Wie mit den Augen eines Reptils starrt sie erwartungsvoll und unverwandt in die Kerzenflamme. Der Korbsessel hinter ihr ächzt anheimelnd und tröstlich, während sie wartend in der Kälte sitzen.

Auf ihrem Kopf stehen die bei älteren Damen, die sich bei Kaffeefahrten zusammenfinden, so beliebten seltsam geringelten Löckchen wie Fragezeichen und fein wie Schamhaar in die Höhe. Diese Frisur ist Audreys Werk. Audrey hat einen der wenigen Salons in Torquay, die noch solche Dauerwellen machen. Sie hat Haarspray in Plastikflaschen, die Amami-Welle und Metallwickler, von denen man unter der Trockenhaube am Hals Brandstellen bekommt, und sie entlässt ihre Kundinnen mit schmerzenden rosa Flecken am Nacken.

Die Hände, die das Medium auf den Tisch legt, sind alt, älter als das Gesicht darüber, auf dessen dünner Pergamenthaut das Rouge der Wangen leuchtet. Die Hände tragen die Spuren der Zeit, Verfärbungen, von Jüngeren gefühllos Altersflecken genannt. Zehn Nägel mit durchsichtigem Nagellack glänzen im Licht wie zehn Schalen, die allein auf einem polierten ovalen Tisch liegen und blutleer wirken, weil sie leicht auf die Oberfläche drücken.

Es ist ein Raum, bei dem man sich kaum die Mühe machen würde, ihn mit dem Staubsauger zu reinigen. Vielleicht würde man alle zwei Wochen einmal den Teppichkehrer nehmen, aber es wäre nicht nötig, den Staubsauger herauszuholen. Trockene alte Brosamen, von Gurkenscheiben ein wenig angefeuchtet, aber von den Gerüchen im Raum wird man durch den Gegenstand abgelenkt, der in der Mitte des Tisches thront - dem Kerzenleuchter mit zwei von der Mitte weit nach außen schwingenden Armen. Das Licht von zwei weißen Kerzen durchdringt die Dunkelheit, umgibt sie mit einer Aura. Sie rauchen sanft und lassen leise zitternd eine lilienweiße Milch wie reine, unschuldige Tränen heruntertropfen.

Neben dem Leuchter steht ein einzelnes Glas Wasser vor dem Medium, das im Licht aussieht, als schwämmen blasse Fische unter der Wasseroberfläche, aber niemand kümmert sich darum, sie sind daran gewöhnt; so kommt es eben aus dem Hahn, das Wasser der jetzt privat betriebenen Stadtwerke.

Der Gegenstand im Raum, von dem absolute Stille ausgeht, ist eine Palme auf einem prachtvollen Blumenständer in der Ecke am Kamin. Sie stammt von einem Flohmarkt und hat sich in den fünf Jahren als Zimmerpflanze im Haus erstaunlich gut entwickelt. Das elektrisch betriebene Feuer im Kamin ist ebenfalls geräuschlos, obwohl es im Einklang mit den Kerzen zu flackern scheint, weil zusammengeknüllte rote Papierbälle darum herumliegen.

Eine Möwe schreit. Das Medium rutscht leicht auf dem Stuhl umher. Wieder ächzt der Korbsessel.

"Ist jemand da?"

Sollte jemand da sein, so dürfte es ihm immer schwerer fallen, die unverhüllte Drohung in der herausfordernden Stimme des Mediums zu überhören. Auf ihrem Gesicht liegt eine gewisse Verbissenheit. Es ist schwer vorstellbar, dass eine solche Frau auc

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