text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Glanz des Blutes von Raben, Hans-Jürgen (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook
kostenlos
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Glanz des Blutes

Als eines Abends kurz nach Ladenschluss zwei Männer bei Simon Goldmann, einem erfolgreichen und angesehenen Juwelier aus Berlin, auftauchen, kann er nicht ahnen, dass nach diesem Besuch nichts mehr ist, wie es war. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse und veranlassen das BKA Kriminalhauptkommissarin Antonia Berg auf diesen Fall anzusetzen. Schnell findet sie heraus, dass hier gewissenlose Killer illegale Geschäfte mit Diamanten machen, weil jede Spur, die sie verfolgt, bei einem Toten endet. Sie räumen gnadenlos jeden aus dem Weg, der ihnen in die Quere kommt. Und es dauert nicht lange, da macht auch Antonia Berg die Bekanntschaft mit diesen Killern ...

Produktinformationen

    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738944310
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 932 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Glanz des Blutes

1. Kapitel


Die beiden Männer wirkten wie Zwillinge. Sie trugen beide leichte Baumwollhosen und darüber bunte Buschhemden. Fast gleichmäßig mahlten ihre Kiefer, in denen sie den Kaugummi von einer Ecke in die andere wälzten. Sie besaßen südafrikanische Pässe, mit denen sie aber nicht in ihr Heimatland einreisen konnten, da man sie sofort verhaften würde. Die Liste der Straftaten, die man ihnen dort zur Last legt, war ziemlich lang, und Mord stand ganz oben.

Einer wischte sich den Schweiß von der Stirn. Es war heiß, und kein Lüftchen brachte Abkühlung. "Dieses Land bringt mich noch um", murmelte er.

Sein Kumpan nickte, während seine Augen sorgfältig die Umgebung musterten. In einer halben Stunde würde es dunkel sein. In diesen Breiten wurde es schnell Nacht.

Der Saum des Waldes auf der anderen Seite des Maniokfeldes wirkte wie eine undurchdringliche grüne Wand, wie der Beginn eines riesigen Waldes. In Wirklichkeit begann kurz dahinter eine Mondlandschaft aus kahlen Hügeln, Wasserlöchern und verschlammten Wegen. Hier arbeiteten Dutzende von Kindern und Jugendlichen mit Schaufeln, Sieben und Spitzhacken daran, dem bereits durchwühlten Boden noch ein paar wertvolle Steine zu entreißen. Für diese harte Arbeit bekamen sie keine zwei Dollar am Tag. Doch es war die einzige Arbeit, die es hier gab.

Plötzlich hob einer der Männer den Arm. "Dort ist er."

Gleichzeitig griffen sie unter ihre Hemden und zogen schwere Revolver hervor. Ohne sich zu verständigen, setzten sie sich in Bewegung. Die weiche rote Erde unter ihren Füßen gab schmatzende Geräusche von sich.

Zwischen einer Gruppe Mangobäume gab es eine Bewegung, ein dünner, sehr dunkelhäutiger Mann erhob sich aus seiner Kauerstellung und rannte quer über das Feld. Er trug nur Shorts und ein T-Shirt. Unter seinen nackten Füßen spritzte das Wasser aus den Pfützen, die vom letzten Regen übrig geblieben waren. Sein Ziel war eine Art Hütte am Rande des Waldes, gebaut aus Baumstämmen und Palmblättern.

Vermutlich erhoffte er sich dort Deckung zu finden, um anschließend den schützenden Waldrand zu erreichen. Er sah sich nicht um, nachdem er die beiden Männer entdeckt hatte, denn er wusste, was er von ihnen zu erwarten hatte. Sein Lauf wurde schneller, was auf dem Feld allerdings nicht sehr leicht war. Sie hörten sein Keuchen und das Trappeln seiner Schritte.

Die Südafrikaner hoben in einer fließenden, oft geübten Bewegung ihre Waffen. Die Schüsse krachten wie ein einziger Abschuss. Während das Echo sich an der grünen Pflanzenmauer brach, wurde der kleine Mann nach vorn geschleudert und fiel zwischen die sorgfältig gesetzten Pflanzen des Maniokfeldes.

Ohne Eile gingen die Männer auf den Niedergeschossenen zu. Sie wussten, dass sie ihr Ziel nicht verfehlt hatten. Sie besaßen Übung, und sie wurden dafür bezahlt. Über ihren Job, den sie hier noch nicht allzu lange ausübten, machten sie sich keine Gedanken. Man hatte sie angeheuert, um die Sicherheitslage in der Mine zu verbessern - so hatte man sich ausgedrückt. Sie wussten genau, was damit gemeint war. Es war nicht ihr erster Job dieser Art.

" Unser Informant hat recht gehabt", sagte der Größere von ihnen befriedigt. "Sie versuchen immer wieder, einige Steine beiseitezuschaffen. Doch damit ist jetzt Schluss."

" Mister Oliveira bezahlt uns auch gut", entgegnete der andere. "Ich muss sagen, ich habe für einen so einfachen Job noch nie so viel verdient."

" Er hat aber nicht gesagt, dass wir die Diebe umlegen sollen."

" Wenn er mehr aus der Mine holen wil

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen