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Der grüne Bogenschütze von Wallace, Edgar (eBook)

  • Verlag: e-artnow
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Der grüne Bogenschütze

Dieses eBook: 'Der grüne Bogenschütze' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Der Roman beginnt damit, dass der Reporter Spike Holland versucht, aus der mehrfach berichteten Erscheinung des geheimnisvollen grünen Bogenschützen im Garre Castle, das der amerikanische Geschäftsmann Abel Bellamy bewohnt, eine Story für seine Zeitung zu schreiben. Zudem berichtet er über den Geschäftsmann John Wood, der in Belgien lebt und in einem privaten Programm Kindergärten aufbaut. Bei einem Interview mit Wood in einem Londoner Hotel lernt er den ebenfalls aus den Vereinigten Staaten stammenden Mr. Howett und dessen Tochter Valerie kennen, die nach London gekommen sind. Begleitet werden sie von Jim Featherstone, Kommissar beim Scotland Yard. Da auch Bellamy in dem Hotel wohnt, will er ihn über die Gerüchte zum grünen Bogenschützen befragen, gerät jedoch in einen Streit zwischen Bellamy und Mr. Creager, einem ehemaligen Gefängniswärter, der von Bellamy verjagt wird. Zum Bogenschützen befragt bezeichnet Bellamy die Geschichte als Märchen und wimmelt den Reporter ab. Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 324
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026880349
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1145 kBytes
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Der grüne Bogenschütze

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Inhaltsverzeichnis

Als Spike sich am Nachmittag ins Bureau begab, schrieb er einen langen und glänzenden Artikel über die großartigen Kinderheime, die John Wood ins Leben rufen wollte. Dann nahm er ein Mietauto und fuhr nach New Barnet. Als er an Fleet Street vorbeikam, sah er ein Zeitungsplakat mit großen Buchstaben. Er klopfte dem Chauffeur und ließ den Wagen halten. Dann fluchte er leise Vor sich hin, denn dort stand zu lesen:

Der geheimnisvolle Spuk in Garre Castle.

Er kaufte das Blatt. Die Unterlagen für den Artikel stammten wahrscheinlich von derselben Persönlichkeit, die auch das Schreiben an den "Globe" geschickt hatte. Die eigentliche Neuigkeit war in fünf Zeilen abgemacht, aber darunter stand ein langer Artikel, der die ganze Geschichte von Garre Castle und alle die früheren Fälle, in denen man den Grünen Bogenschützen dort gesehen hatte, berichtete.

"Es gibt eine Überlieferung im Lande, daß der geheimnisvolle Geist von Kopf bis zu Fuß grün gekleidet ist. Auch sein Bogen und seine Pfeile sollen von derselben grünen Farbe sein!"

Die Fahrt nach New Barnet dauerte sehr lange und führte durch offene Felder. Rose Cottage lag von der Straße abseits hinter großen beschnittenen Hecken. Das ganze Gebäude war von Schlinggewächsen umzogen. Ein kleiner Garten lag davor und ein größerer, der zu einer kleinen Pflanzung führte, mußte offenbar auf der Rückseite liegen. Spike beobachtete dies alles vom Wagen aus. Er öffnete die kleine Gartentür, ging den gepflasterten Weg zum Hause entlang und klopfte an die Tür. Niemand antwortete ihm, obwohl sie unverschlossen und nur angelehnt war. Wieder klopfte er, aber niemand meldete sich.

Schließlich stieß er die Tür auf und rief Craegers Namen. Als er auch damit keinen Erfolg hatte, ging er zur Straße zurück, um sich umzusehen, ob er nicht irgend jemand fände. Endlich sah er auch eine Frau, die wohl aus einem der kleinen Häuser am Ende der Straße gekommen war.

"Mr. Creager? Ja, mein Herr, der wohnt hier, er ist um diese Tageszeit gewöhnlich zu Hause."

"Aber er scheint jetzt nicht da zu sein. Wohnt sonst noch jemand bei ihm?"

"Nein, nur meine Schwester kommt morgens zu ihm und reinigt das Haus. Aber gehen Sie doch hinein und warten Sie auf ihn!"

Der Vorschlag erschien Spike gut, besonders da es zu regnen begann. Er ging in das Haus, den Gang entlang und kam zu einem Raum, der offenbar als Wohnzimmer diente. Als er sich umschaute, bemerkte er, daß es sehr gut eingerichtet war. Über dem Kamin hing ein Porträt Craegers. Er trug eine Art Uniform, die Spike aber nicht kannte.

Er setzte sich, nahm die Zeitung aus seiner Tasche und las noch einmal genau die Geschichte des Grünen Bogenschützen durch. Es war doch eigentlich unglaublich, daß derartige Überlieferungen sich noch im 20. Jahrhundert halten konnten und daß es Leute gab, die an solches Zeug glaubten.

Dann legte er die Zeitung hin und schaute lässig durchs Fenster, von dem aus man den Garten übersehen konnte. Plötzlich sprang er auf. Hinter einem Busch auf der anderen Seite des niedrigen Rasens sah er einen Fuß steif ausgestreckt.

Spike eilte aus dem Zimmer quer über den freien Platz und blieb starr vor Schrecken stehen.

Creager lag dort auf dem Rücken, mit halbgeschlossenen Augen, die Hände auf der Brust im Todeskampf zusammengekrallt. Dicht an den Händen ragte der lange grüne Schaft eines Pfeils aus seiner Brust.

Spike kniete nieder und untersuchte, ob noch Leben in Creager wäre, aber es war umsonst. Dann durchforschte er schnell die nächste, unmittelbare Nachbarschaft. Der Garten war von den Feldern, zwischen denen er

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