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Der Kommissar und das Biest von Marcouf Philippe Lagarde ermittelt von Dries, Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Der Kommissar und das Biest von Marcouf

Monsieur le Commissaire und die toten Liebenden. Auf der Insel Saint-Marcouf wird ein Liebespaar grausam ermordet. Jemand hat ihnen die Kehle durchgeschnitten. Nur eine Woche später findet man ein weiteres totes Paar in einem Ferienhaus. An beiden Tatorten hat der Mörder eine Nachricht hinterlassen, geschrieben mit dem Blut der Opfer. Als ein Jäger im Wald auf zwei skelettierte Leichen stößt, beginnt für Philippe Lagarde ein Wettlauf gegen die Zeit, und er muss sich fragen: Ist er auf der Jagd nach einem Serienmörder?

Maria Dries wurde in Erlangen geboren und hat Sozialpädagogik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz. Schon seit vielen Jahren verbringt sie die Sommer in der Normandie.Im Aufbau Taschenbuch sind bisher ihre Krimis "Der Kommissar von Barfleur", "Die schöne Tote von Barfleur", "Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel", "Der Kommissar und der Mörder vom Cap de la Hague" und zuletzt "Der Kommissar und der Tote von Gonneville" erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 07.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841215970
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Aufbau Taschenbücher .3453
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Der Kommissar und das Biest von Marcouf

Sainte-Mère-Église
Erster Tag

S ainte-Mère-Église war ein beschaulicher Ort mit gut zweitausend Einwohnern, der von Utah Beach zehn Kilometer entfernt im Landesinneren lag. Berühmtheit hatte er dadurch erlangt, dass es das erste Dorf war, das 1944 am D-Day von den Alliierten befreit worden war. Dabei blieb der amerikanische Fallschirmjäger John Steele mit seinem Fallschirm an einem der Ecktürme des Kirchturms hängen. An diesen ungewollten Landepunkt erinnerte eine Puppe, die am Glockenturm der Kirche hing, und ein Kirchenfenster zeigte die Mutter Gottes mit drei Fallschirmjägern zu ihren Füßen.

Das Rathaus erhob sich am östlichen Rand des Marktplatzes. Von dort aus führte eine breite Treppe zum Eingangsportal, das von blühenden Azaleen in Tontöpfen flankiert wurde. Das Granitsteingebäude war einstöckig und verfügte über bogenförmige weiße Sprossenfenster. Der Mittelbau hatte einen wuchtigen quadratischen Aufsatz, den ein sechseckiger Turm krönte, in dem sich früher die Feuerglocke befunden hatte. An der Fassade flatterte die Trikolore.

Das Büro der Bürgermeisterin befand sich im Erdgeschoss und war schlicht und geschmackvoll eingerichtet. An der Wand hinter dem Schreibtisch hing ein Porträt von Emmanuel Macron, Frankreichs neuem Staatspräsidenten. Alice Ferrand hatte vor einem Jahr überraschend die Wahl gewonnen und den langjährigen Gemeindechef abgelöst. Der Großbauer war in einen Umweltskandal verwickelt gewesen, hatte jedoch beharrlich seine Unschuld beteuert, und niemand hatte damit gerechnet, dass ihm diese Geschehnisse das Amt kosten würden.

Alice Ferrand war zweiundvierzig Jahre alt und eine sehr attraktive Frau. Ihre schulterlangen braunen Haare hellte sie mit blonden Strähnchen auf. Ihr ovales Gesicht war ebenmäßig, die Nase zart, die Lippen sinnlich. Besonders auffällig waren ihre weit auseinander stehenden smaragdgrünen Augen, über die sich feine Brauen wölbten. Wenn sie im Dienst war, trug sie entweder elegante Kostüme oder Hosenanzüge. Sie war mit François Ferrand, dem Inhaber des Dorfbistros, verheiratet und hatte mit ihm zwei Kinder.

Vor ihr auf dem Schreibtisch lag eine Liste mit den Themen für die morgige Gemeinderatssitzung, die sie noch einmal mit all ihren Anmerkungen konzentriert durchlas. Der Kindergarten benötigte eine weitere Kindertagesstätte für die Gruppe der Ein- bis Dreijährigen, "Die kleinen Strolche" genannt. Weiter lag ein Antrag für die Baugenehmigung eines Einfamilienhauses in der Nähe des Dorfweihers vor. Am ersten Wochenende im September sollte in Ravenoville-Plage das jährliche Fischerfest stattfinden, an dem sich auch andere umliegende Gemeinden beteiligten. Die Freiwillige Feuerwehr und der Sportverein von Sainte-Mère-Église waren für das leibliche Wohl zuständig. Unter dem Punkt Verschiedenes gab es eine Beschwerde über zwei Gemeindearbeiter, die während ihrer Arbeitszeit schon häufiger in einer Kneipe in Montebourg gesehen worden waren. Alice runzelte die Stirn und beschloss zunächst mit den beiden Männern, die sie bisher als sehr zuverlässig und engagiert erlebt hatte, zu sprechen. Als sie sich eine Notiz machte, klopfte es, und ihre Sekretärin Sophie steckte den Kopf durch den Türspalt.

"Monsieur Basson möchte sich verabschieden, er ist mit seiner Arbeit fertig."

Alice Ferrand lächelte sie freundlich an. "Dann soll er doch bitte hereinkommen."

"In Ordnung."

Ein großer, athletisch gebauter Mann betrat das Zimmer. Seine dunklen Haare waren nach hinten gekämmt und ließen Geheimratsecken erkennen. Er hatte eine kräftige, leicht gebogene Nase, volle Lippen und rehbraune Augen. Ein gepflegter Bart betonte seine markanten Gesichtszüge. Er war leger mit einer grauen Cargohose und einem schwarzen T-Shirt bekleidet, sein rechtes Handgelenk zierten mehrere geflochtene Lederbändchen.

Pierre Basson war ein selbständiger Computerspezialist, der alle zwei Wochen in das Rathaus von Sainte-Mère-

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