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Der Kreis des Bösen Psychothriller - Michaela Baltzer 3 von Weiss, Rhena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der Kreis des Bösen

In Wien werden eine Prostituierte und eine Studentin brutal ermordet. Das Team um die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer übernimmt den Fall der toten Prostituierten. Um den Mord an der Studentin kümmert sich eine andere Einheit. Doch als weitere brutale Morde geschehen, wird deutlich, dass die Taten in einem direkten Zusammenhang stehen. In der Folge gehen die Ermittler davon aus, dass sie es mit einem einzigen Serienmörder zu tun haben - ein fataler Irrtum. Schließlich ist es der verurteilte psychopathische Serienkiller Kilian Weilmann, der den entscheidenden Hinweis liefert, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Für Michaela ist es aber womöglich schon zu spät - denn sie steht im Fokus eines der Mörder ...

Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt "Das Böse in euch" begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641195717
    Verlag: Goldmann
    Serie: Michaela Baltzer .3
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Der Kreis des Bösen

KAPITEL 10

Gernot Königberg stand in der rechtsmedizinischen Abteilung und wartete auf seinen Mitarbeiter Patrick Sailer, den er dazu verdonnert hatte, an der Autopsie der toten Studentin teilzunehmen. Es gab vieles an seinem Job, das ihm nach bald zwanzig Jahren als Mordermittler immer noch Spaß machte. Rechtsmedizinern zuzusehen, wie sie tote Menschen aufschnitten, gehörte allerdings nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, weshalb er sich davor drückte, wann immer es ging. Schon der Geruch löste bei ihm Unwohlsein aus, der Anblick erst recht. Aber sein Motto lautete, jedem das Seine, in dem Sinne, dass jeder das tun sollte, worin er gut und wofür er bestimmt war.

Die Tür zum Autopsiesaal öffnete sich, ein Schwall kühle Luft drang nach außen und ließ ihn frösteln. Seit er auf Anraten seines Arztes abnahm, fror er viel leichter. Der Doktor hatte ihm dringend nahegelegt, seine Ernährung umzustellen, abzuspecken und mehr Sport zu treiben, sonst würde er nicht alt werden. Sein Gewicht und sein Blutdruck waren zu hoch, seine Leber- und Cholesterinwerte ebenfalls, und wenn er nicht besser auf seine Gesundheit achtete, hatte der Internist gewarnt, müsse er damit rechnen, an Diabetes zu erkranken. Alles gute Gründe, die Gernot dazu bewogen, umzudenken, auch wenn es ihm nicht leichtfiel, seine Gewohnheiten zu ändern. Aber schließlich hatte er vor, seinen Mitmenschen noch länger auf die Nerven zu gehen.

"Und was sagt Ferreira?", fragte er seinen Kollegen, der eben aus dem Sezierraum kam und jetzt den weißen Kittel auf den Haken an der Wand hängte.

"Die Todesursache ist irgend so eine Kung-Fu-Technik", antwortete Patrick. "Dabei drückt man dem Gegner die Halsschlagader ab, und wenn man den Druck verstärkt, wird das Opfer innerhalb kürzester Zeit bewusstlos und stirbt. Sie war auf jeden Fall tot, als ihr das Zeichen eingeritzt wurde."

"Todeszeitpunkt?"

"Laut Ferreira etwa zwischen halb eins und halb vier letzte Nacht. Minimaler Aufwand, größtmöglicher Erfolg."

"Hm, einen Kung-Fu-Mörder hatten wir bislang noch nicht. Als Erstes checken wir das Umfeld der Toten. Wir müssen rekonstruieren, was sie an dem Abend gemacht hat und mit wem sie zusammen war. Wir sprechen mit den Kampfsportvereinen und Kung-Fu-Schulen, außerdem mit ihren Kommilitonen und den Professoren an der Uni, mit ihren Eltern, Freunden, Bekannten. Und wir müssen uns in ihrer Wohnung umsehen."

"Ziemlich viel auf einmal. Wo fangen wir an?"

Gernot überlegte nicht lange. "Wir untersuchen ihr Handy und die getätigten Anrufe. Ebenso die gespeicherten Kontakte."

"Das Handy ist in der Kriminaltechnik", gab Patrick zu bedenken.

"Dann fahren wir dorthin und holen es, anschließend sehen wir uns an, wie sie gelebt hat. Was hältst du übrigens von dem Neuen? Er möchte bei uns mitspielen." Er wandte sich Richtung Ausgang, sein Kollege folgte ihm und zuckte auf seine Frage hin die Schultern. "Dann soll er. Wir sind eh unterbesetzt, seit Rudi frühpensioniert wurde. Mittlerweile hab ich schon so viele Überstunden, dass ich drei Monate nicht mehr arbeiten müsste. Meine Frau kocht nicht mal mehr für mich mit, und meine Kinder haben letztens gefragt, wer der Fremde im Schlafzimmer ist. Gut, ich gebe zu, ich war nicht rasiert."

Gernot lachte und klopfte seinem Kollegen auf die Schulter. "Vielleicht war es wirklich ein Fremder. Da solltest du noch mal nachfragen. Aber gut, ich spreche mit Steurer. Ich verstehe sowieso nicht, warum er den Neuen der Baltzer zugeteilt hat, vielleicht haben die beiden was laufen."

"Wer? Die Baltzer und der Neue? Glaub ich nicht, sie ist nicht sein Typ, so wie er heute Vormittag über sie gesprochen hat. Und er ihrer wohl auch nicht."

"Ich meine die Baltzer und Steurer. Ist dir noch nie aufgefallen, dass er sie ständig bevorzugt?"

"Ehrlich gesagt, nein. Glaub ich auch nicht. Sie ist eben eine Frau, vielleicht reicht das schon als Bonus. Und sie ist gu

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