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Der Lügendetektor / Der Mann im Hintergrund von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.04.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Lügendetektor / Der Mann im Hintergrund

Edgar Wallace - Der Lügendetektor / Der Mann im Hintergrund

'Der Lügendetektor / Der Mann im Hintergrund' ist ein ebook mit zwei spannenden Kriminalgeschichten von Edgar Wallace. Mr. Mannering - von allen nur 'Der Captain' genannt - bekommt Besuch Mr. Reeder, einem Detektiv der für die Staatsanwaltschaft arbeitet, denn dieser verfolgt eine Spur, die ihn hier her führte ...

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 09.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959231022
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 288kBytes
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Der Lügendetektor / Der Mann im Hintergrund

Kapitel 1

Bei den Leuten im Dorf war Mr. Mannering allgemein als 'Der Captain' bekannt. Er lebte in Woodern Green, das im äußersten südlichen Winkel von Buckingham liegt, und wahrscheinlich nannten ihn die Leute so wegen seines soldatischen Aussehens und seines schroffen Wesens.

Er wohnte in Hexleigh Manor, einem kleinen Haus, das in einem großen Park stand, und man erzählte sich, dass er nicht allzuviel Geld besäße. Das Gebäude befand sich in schlechtem Zustand, als er es übernahm, und er zahlte auch nur einen lächerlich kleinen Betrag als Miete. Interessenten, die vor ihm in das Haus hatten einziehen wollen, verlangten meist die Vornahme umfangreicher Reparaturen, und so war früher nie ein Mietvertrag zustande gekommen.

Der Captain hatte nicht darauf bestanden, sondern die notwendigsten Arbeiten selbst ausführen lassen. Er vergab jedoch keinen Auftrag an ortsansässige Handwerker.

Er beschäftigte drei Angestellte; zwei davon wohnten im Haus selbst, der dritte in einem kleinen Portierhaus, das ebenfalls auf dem Grundstück stand. Die drei hatten harte Gesichter und ließen sich nie im Dorf sehen. Man hielt sie alle für alte Soldaten, die während des Krieges unter dem Captain gedient hatten.

Lebensmittel wurden regelmäßig von den Dorfbewohnern im Portierhaus abgeliefert; es wurde niemand gestattet, zum Hauptgebäude zu kommen. Die Rechnungen ließ der Captain am Ende jeder Woche pünktlich durch Schecks auf eine Londoner Bank bezahlen.

Captain Mannering erhielt keine Post mit Ausnahme von Drucksachen und Rundschreiben. Er hatte offenbar weder Freunde noch nähere Bekannte.

Nachdem er ein Jahr lang still und zurückgezogen gelebt hatte, trat plötzlich eine Veränderung ein. Lastwagen mit teuren Möbeln kamen von London. Der wortkarge Mann am Eingang des Parks stellte drei Gärtner an, und ein Malermeister erhielt den Auftrag, das Haupthaus auszubessern und das Innere zu renovieren.

Mr. Reeder, der als Detektiv bei der Staatsanwaltschaft tätig war, wurde mit Hexleigh Manor auf eine ganz besondere Art bekannt. Alle Welt wußte, dass sein Hobby die Hühnerzucht war; er besaß eine Farm in Kent, wo er seltene und schöne Rassen zog. Auch Captain Mannering legte um diese Zeit einen Hühnerhof an, und der Mann, den er damit beauftragte, wandte sich an Mr. Reeder, der ihn als Sachverständiger beraten sollte.

Captain Mannering war nicht zu Hause, als Mr. Reeder hinkam. Fast jeden Tag fuhr der Captain in seinem Wagen zur Hauptstadt. Mr. Reeder konnte also nur mit dem Mann sprechen, der die Hühnerfarm errichten sollte.

Nachdem die Angelegenheit zur Zufriedenheit beider abgeschlossen worden war, kletterte Mr. Reeder wieder in seinen Wagen und fuhr nach Hause. Der Weg hatte sich für ihn kaum gelohnt, aber daraus machte er sich nichts. Viel wichtiger war es für ihn, dass er einige seiner selbstgezogenen Tiere untergebracht hatte.

Er kam auch an dem Portierhaus in der Nähe des Parktors vorbei. Vor der Tür saß der Angestellte, der dort wohnte, und rauchte seine Pfeife. Er schaute nicht auf, aber Mr. Reeder erkannte ihn sofort.

"Da hört sich doch verschiedenes auf", murmelte der Detektiv erstaunt, denn er kannte den Mann von früher her ganz genau.

Mr. Reeders Erinnerungsvermögen war berühmt. Damit und mit seiner unaufhörlichen Neugier fiel er manchen Leuten auf die Nerven.

In Scotland Yard erzählte man sich ein wenig neidisch, dass er außerordentlich viel Glück hätte. Man wußte von einer ganzen Anzahl von Fällen, bei denen ihm, wenigstens auf den ersten Blick hin, ein günstiger Zufall die Lösung erleichtert hatte.

Mr. Reeder war allerdings gegenteiliger Ansicht; er schrieb seine Erfolge nur seiner eigenen Tüchtigkeit zu.

Bei Gelegenheit, als er gerade einmal nicht soviel zu tun hatte, fuhr er wieder nach Wooden Green und stellte dort einige Nachforschungen an. Nicht,

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