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Der Nachmieter Roman von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2018
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Der Nachmieter

Auf dieser Wohnung liegt ein tödlicher Fluch: Der Spannungsroman 'Der Nachmieter' von Erfolgsautorin Gillian White jetzt als eBook bei dotbooks. Die Wohnung ist bereits neu vergeben, doch Irene Peacock weigert sich beharrlich, aus ihrem Londoner Apartment in ein Altersheim zu ziehen. Damit setzt sie eine schicksalshafte Kette von Ereignissen in Gang, die bald außer Kontrolle geraten und ihre düsteren Kreise bis ins englische Königshaus ziehen. Die Nachmieter, auf der Flucht vor Skandalen und bösen Gerüchten, erhoffen sich von diesem Apartment die Chance auf einen Neuanfang - doch den Schatten ihrer Vergangenheit können sie nicht entkommen. Als eine von ihnen tot aufgefunden wird, entsteht ein schrecklicher Verdacht ... 'Gillian White schreibt wundervolle Geschichten über die ganz alltägliche Niedertracht.' Fay Weldon Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Nachmieter' von Erfolgsautorin Gillian White - der britischen 'Lady of Suspense'. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks erscheinen ihre Romane 'Das Ginsterhaus', 'Denn du bist mein', 'Hexenwiege', 'Ein unheimlicher Gast', 'Der Peststein', 'Das Familiengrab' und 'Das Hotel bei den Klippen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 492
    Erscheinungsdatum: 01.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484164
    Verlag: dotbooks
    Originaltitel: Chain Reaction
    Größe: 1203 kBytes
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Der Nachmieter

1

Flat I, Albany Buildings, Swallowbridge, Devon

Sie ist nicht zu schwach, um zu Fuß zu gehen, um Gottes willen. Wenn es sein müsste, könnte sie sogar schnell laufen. Sie war immer stolz auf ihren Willen, auf ihr Durchhaltevermögen.

In der Tat hatte es in Irenes Leben oft genug Zeiten gegeben, in denen sie Trost fand in den einfachen Weisheiten Faith Steadfasts - der Antwort der Hausfrauen auf Rudyard Kipling.

Ist dir manchmal schwer ums Herz,
bist müde von des Lebens Bürde,
gib nicht auf und lächle weiter,
deiner Seele Kraft schafft jede Hürde.

Doch zum Teufel, sie hätte es nie für möglich gehalten, einmal so viel Seelenkraft aufbringen zu müssen.

Je länger sie läuft, umso stärker empfindet Irene Peacock den Druck. Sie werden zusehends wütender. Wenn man sie dieses Mal erwischt, geht's ihr an den Kragen, daran zweifelt sie nicht im Geringsten. Entweder das oder man raubt ihr für immer das bisschen an Energie, das ihr noch verblieben ist.

Sie hatte mit ihrer Strumpfhose gekämpft. Am Ende hatte sie diese einfach auf dem Boden liegen lassen, mit dem Gefühl, ihre Fußfesseln zurückzulassen.

Ihre dünnen grauen Haare fallen ihr wirr auf die Schultern. Haare wie Zuckerwatte. Das Unterhemd, das sie ihr gaben, hält sie warm, fühlt sich an wie ein warmer Hauch auf ihrer Brust. Mit zusammengebissenen Zähnen steigt sie den Berg hinauf - den Berg, den sie als Kinder auf dem Schulweg hinaufstürmten, fröhlich hüpfend in ihren Baumwollkleidchen. Dabei flogen die Worte nur so hin und her, damals vor siebzig Jahren ... und nun fahren diese Töne von früher in ihrem Kopf Karussell.

"Haus zu vermieten, habt ihr's vernommen. Wenn du rausgehst, kann Irene Mott reinkommen!"

Ach, was war sie für eine gute Seilspringerin gewesen! Egal, wie schnell das Seil geschwungen wurde, sie sprang nie darauf.

Die Haarschleifen an ihren Zöpfen passten stets zu ihrem Kleid, an diesen Zöpfen, die so streng nach hinten gekämmt waren, dass sie Kopfschmerzen verursachten, mit dem schnurgerade gezogenen Mittelscheitel. An die Namen der vielen Freundinnen kann sie sich allerdings kaum noch erinnern, was jedoch keine Rolle spielt, weil die meisten bereits tot und ihre Kleider bei der Kleidersammlung gelandet sind.

Seelenstärke? Lieber Gott. Sie hatte nie damit gerechnet, derart allein gelassen zu werden - niemals. Vor allem nicht, als sie verheiratet war, ihr Kind aufzog und alle Hände voll zu tun hatte. Sie hatte angenommen, das Leben sei ein fortwährendes Kettenreißen, jeder zöge heftig an den Händen des anderen, bis die ganze Kette mit einem lauten Klirren auseinander brach.

Ganz zu schweigen vom Gefühl, berührt zu werden - es gibt inzwischen nicht einmal mehr jemanden, der ihr zuhört, der Respekt vor ihr hat. Sie hat entsetzliche Angst davor, nicht mehr sprechen zu können, so wie ein paar der Leute, die einen Schlaganfall erlitten hatten. Eines Tages wird sie den Mund aufmachen, und es wird nur schwer verständliches Zeug herauskommen, und dann wird sie nicht einmal mehr in der Lage sein, um Hilfe zu rufen.

Wenn man in einen dieser Stühle gepackt wurde, konnte man froh sein, wieder auf die Beine zu kommen.

Und zu allem Überfluss leidet sie noch an Verstopfung, wegen dieser ständigen Eier. Das ist nicht gerade angenehm, ständig diese Blähungen. Dazu kommt, dass sie häufig einschläft, sanft in ihrem Sessel entschlummert. Mischen sie ihr etwas in ihr Horlicks? In ihrer Tasse waren doch früher auch keine solchen grauen Brösel, und sie hatte auch noch nie so viel geschlafen. Inzwischen kann sie schon gar nicht mehr zwischen Schlafen und Wachen unterscheiden. Sie wird immer unsicherer. Wahrscheinlich ist sie kurz davor, den Verstand zu verlieren. Manchmal spürt sie sogar William neben sich, seinen sicheren, festen Schritt.

Einige dort hinten lagen im Bett, auf der Seite, wie Babys, nässte

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