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Der Regisseur von Bee, Francis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2013
  • Verlag: Lehmanns Media
eBook (ePUB)
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Der Regisseur

Der Mord an Samuel Backett stellt Detektiv Chefinspektor Robert Nettles von New Scotland Yard vor ein Rätsel. Keiner kennt den Toten, niemand weiß etwas über ihn. Backett scheint es nicht zu geben - und doch liegt er tot am Straßenrand. Dass der Fall mehr als übliche Routine ist, merkt Nettles daran, dass ihn plötzlich der Geheimdienst einzuschüchtern versucht. Er scheint sich in einem Labyrinth aus Geheimnissen zu verstricken. Und als er die Spur eines Serienmörders aufnimmt, bekommt der Fall eine völlig überraschende Wendung.

Francis Bee - geboren 1962 in Hannover, lebt und arbeitet in Hannover. Mehr Informationen zur Autorin unter: www.francis-bee.com oder www.francis-bee.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 446
    Erscheinungsdatum: 24.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865415523
    Verlag: Lehmanns Media
    Größe: 509 kBytes
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Der Regisseur

3

Nach dem Abendessen hatten Sabina Jacobi und Finley Connor noch eine ganze Weile mit einem Wein allein dagesessen. Susan war ebenso schnell verschwunden, wie die anderen. Sie sagte, sie wolle sich dem Skript widmen und Marc Winslow bot ihr an, sie nach Hause zu fahren.

Der Ablauf der kommenden Tage war durchorganisiert und würde jeden einzelnen im Team fordern, welches bei dieser Vorlage zahlenmäßig geringer ausfiel, als bei einem Außendreh. Man war unabhängig vom Wetter, was ein unglaublicher Vorteil war. Drehtage wurden nicht durch Regenwetter beeinträchtigt oder mussten ganz ausfallen. Ein wichtiger Aspekt, der die Produktionskosten niedrig hielt und das gesamte Vorhaben attraktiver erscheinen ließ. Sabina würde sich mit Finley über die Farben der Kostüme und Inneneinrichtung unterhalten und sogar dabei sein, wenn die Schauspieler ausgewählt wurden. Der Ort der Handlung für die wenigen Außenaufnahmen, war festgelegt. Es würde der Eingang zum Theater der Royal Shakespeare Company im Barbican Arts Centre werden. Alle Innenaufnahmen konnten im Studio gedreht werden. Die passende Kulisse wurde schon von Handwerkern geschreinert und in einem Studio vorbereitet. Die Wege zwischen den Außenbereichen und den Innenbereichen konnten gering gehalten werden und die Technik brauchte nicht über weite Strecken transportiert zu werden.

Ihr Buch eignete sich hervorragend für die Bühne. Das Bühnenbild war in gewisser Weise einfach und brauchte kaum verändert werden.

Aber als erstes wollte Finley mit Sabina in sein Haus. Er hatte ein Gästezimmer, das schon auf sie wartete. Und sie sollte sich so einrichten, dass sie sich wohl fühlte für die Zeit, die sie bei ihm wohnen würde.

"Ich habe eine liebe Haushälterin, Eleanor. Eine ältere Dame, die sich zu Hause langweilt und mir dann und wann nach Absprache etwas im Haushalt hilft. Kurz: sie hält meinen Singlehaushalt in erträglichen Grenzen." Dabei lächelte er ein charmantes Lächeln und erklärte. "Sie hat mir versichert, dass sie heute das Zimmer für dich herrichten wollte. Ich glaube, du wirst dich wohl fühlen", sagte er zu Sabina und sie freute sich, dass sie bei ihm wohnen durfte. So nah bei ihrem Regisseur. Das war ein Abenteuer, das sie nicht zu hoffen gewagt hatte und jetzt war sie mittendrin. Mitten in einem wahrgewordenen schönen Traum. Bitte weckt mich bloß nicht, dachte sie immer wieder.

Er zahlte das Essen und die Getränke. Als sie das Lokal verließen, hatte die Nacht mit einer grandiosen Abenddämmerung, die Oberhand über den Tag erlangt. Zwischen den Regenwolken konnte man die Sonne rotviolett leuchten sehen und die angestrahlten Wolken sahen aus, wie riesige Tiere aus Watte, die immer wieder ihre Form veränderten. Allmählich wurden Sterne sichtbar und eine Mondsichel leuchtete zwischen zwei Wolkentürmen in die kommende Dunkelheit.

Finley führte Sabina durch Londons Straßen bis zu seinem Auto. Sie stiegen in einen großen schwarzen Volvo C90 und Sabina nahm auf der linken Seite platz. In Deutschland würde sie jetzt auf der Fahrerseite sitzen. Es war ein komisches Gefühl auf der verkehrten Seite zu sitzen.

Sie tauchten in die nächtlichen Straßen Londons ein. Die Sonne war inzwischen vollständig untergegangen und war nur noch als ein schmaler Lichtschein am Horizont zu erahnen. Es ging in Richtung Südwesten aus London heraus. Die Landschaft wurde unbewohnter, was Sabina an den wenigen Lichtern der Häuser erkennen konnte. Es war noch nicht so spät, dass die Menschen schon zu Bett gingen. Die Straße schlängelte sich durch kleine Ortschaften und zog sind wellenförmig über das Gelände. Der Verkehr ließ immer mehr nach und nur wenige Fahrzeuge kamen ihnen noch entgegen.

"Wir sind gleich da, dann kannst du dich frisch machen", sagte Finley und bog von der Hauptstraße in eine Straße ein, die zu seinem Haus führte. Sabina konnte ein Straßenschild lesen auf dem Guildford Road stand. Hinter einer Hügelkette

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