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Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi von Wolff, Ele (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi

Der letzte Schluck ihres geliebten Sanddornlikörs war tödlich. Wenig später findet man nur noch Camilla Breedes Leiche in ihrem Haus im ostfriesischen Leer. Elsa, die Schwester der Toten, beauftragt die Privatdetektivin Henriette Honig mit der Lösung des Falls. Wer hat die toxische Blausäure unbemerkt in das Lieblingsgetränk des Opfers gemischt? Führt das gewaltige Erbe, das Camilla einen unerwarteten Geldsegen beschert hatte, zum Motiv für die Tat? Oder muss die Detektivin noch viel tiefer graben? Henriette ist sich sicher: Der Sanddornmörder muss aus dem näheren Umfeld des Opfers stammen, denn er kannte Camillas Gewohnheiten ganz genau. Keiner jedoch rechnet damit, dass der Täter nach kurzer Zeit erneut zuschlägt...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965861527
    Verlag: Klarant
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Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi

2.

Riesige Kristalllüster erhellten den großen Konferenzraum im Hotel Hafenblick im ostfriesischen Leer und tauchten ihn in ein angenehmes weiches Licht.

"Danke, Henriette", strahlte Elsa Kinsley. "Du hast unser Klassentreffen exzellent organisiert."

Henriette Honig lächelte ihre ehemalige Klassenkameradin an. "Ich habe das gerne gemacht. Neben all den beruflichen Herausforderungen war das direkt eine Erholung."

"Ich habe gehört, du führst die Detektei deines Vaters weiter?", sagte Elsa und beugte sich etwas nach vorne, um trotz des Geräuschpegels durch die vielen Anwesenden die Antwort ihres Gegenübers zu verstehen. "Ich bin ja noch nicht lange wieder hier. Der Umzug von London hierher, die ganzen Kisten. Du kannst dir das ja vorstellen."

Henriette nickte. "Das kann ich mir sehr gut vorstellen."

Elsa winkte ab. "Es ist ja geschafft. Aber um nochmal auf deine Firma zurückzukommen. Das ist bestimmt irre aufregend in so einer Detektei. Ich habe deinen Vater früher immer mit großem Respekt gesehen. Na ja", sie zuckte mit den Schultern, "als Kind sieht man das natürlich ganz anders. Wolltest du nie etwas anderes machen?"

"Nein, eigentlich nicht. Es hat sich so ergeben." Henriette trank einen Schluck aus dem schlanken Weinglas. "Mein Vater hat mich hin und wieder bei Ermittlungen eingebunden und so ist es ganz automatisch gekommen, dass ich, als er älter wurde, das Geschäft übernommen habe. Er hat mir eine Menge beigebracht und mir manches Geheimnis verraten."

"Was für Geheimnisse denn?"

"Nicht das, was du denkst", lachte die Detektivin. "Es waren die Geheimnisse für eine erfolgreiche Ermittlung. Du musst die Menschen beobachten, hat er mir gepredigt, so erfährst du viel über einen Fall, denn alles, was geschieht, passiert durch Personen, die in etwas verwickelt sind."

"Manche Leute meinen, dass ein Detektiv immer auf der Lauer liegt und dann dem Verbrecher hinterherjagt."

"Das ist alles viel ruhiger. Wir beobachten und forschen im Umfeld einer Tat. Das ist meistens sehr leise und unauffällig."

"Und wer ist wir?"

"Meine Nichte Jantje arbeitet als freie Mitarbeiterin für mich. Sie ist sehr talentiert. Als Journalistin ist sie es gewohnt, mit Menschen umzugehen. In unserem Fall ist das von Vorteil."

"Das ist wirklich interessant. Ich glaube, ich muss mal in einer ruhigen Minute mit dir sprechen. Seitdem ich wieder hier bin ... aber das muss ich dir später erzählen." Elsa drehte sich um. "Es geht los. Da vorne geht einer auf die Bühne. Kennst du den?"

Henriette kniff ein wenig die Augen zusammen. "Das müsste Johann de Buhr sein. Er ist eben auch älter geworden, genau wie wir."

"Kein Wunder", sagte Elsa, "seit unserem Abi sind vierzig Jahre vergangen."

Die beiden Frauen lauschten gespannt den Begrüßungsworten des Redners.

"Komm, wir mischen uns ein bisschen unters Volk", schlug Elsa vor. "Du könntest mir behilflich sein, den einen oder anderen wiederzuerkennen. Schließlich warst du nie weg aus Ostfriesland."

"Wenn das so einfach wäre", schränkte Henriette ein. "Viele habe ich auch jahrelang nicht gesehen, auch wenn sie hier in der Gegend wohnen. Und einige sind von weit her angereist." Unauffällig sah sie sich um. "Ach ja, dahinten ist Hinricka Wohlgemut mit ihrem Mann. Du kennst doch Hinricka? Sie hieß früher de Vries." Sie nahm Elsa am Arm und steuerte auf Hinricka zu.

Nachdem sich Elsa und Frau Wohlgemut wortreich begrüßt und nach dem jeweiligen Befinden erkundigt hatten, überlegten die drei Frauen, welches Gesicht im Saal zu welchem Namen der ehemaligen Klassenkameraden passen würde.

"Hinten mit dem roten Jackett, das ist Wilbert Janssen", erklärte Elsa. "Ich habe vorhin schon mit ihm gesprochen. Er lebt in Los Angeles in den Staaten."

"Und da ist er extra zu unserem Klassentreffen hier rübergekommen?" Erstaunt blickte Henriette zu dem kräftigen Mann, der gera

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