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Der Schattenkrieg Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der Schattenkrieg

Als kolumbianische Drogenbosse drei hochrangige US-Amerikaner töten, ist für den Geheimdienstmann Jack Ryan der Punkt erreicht, an dem er zurückschlagen muss. Er stellt eine Truppe kampferprobter Männer zusammen und führt sie in einen Schattenkrieg, in dem die üblichen Regeln nicht gelten. Tom Clancy hatte mit seinem ersten Thriller, Jagd auf Roter Oktober, auf Anhieb internationalen Erfolg. Der Meister des Techno-Thrillers stand seitdem mit allen seinen großen Büchern an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Tom Clancy starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 736
    Erscheinungsdatum: 15.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641089900
    Verlag: Heyne
    Serie: Jack Ryan Bd.6
    Originaltitel: Clear and Present Danger
    Größe: 1953 kBytes
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Der Schattenkrieg

PROLOG

Die Lage

Noch war das Arbeitszimmer des Präsidenten leer. Das Oval Office im Westflügel des Weißen Hauses ist durch drei Türen zu erreichen: vom Vorzimmer der Sekretärin, aus einer kleinen Küche, die an das Privatzimmer des Präsidenten angrenzt, und aus dem Korridor. Für das Büro eines Top-Managers hat der Raum bescheidene Ausmaße; Besucher finden ihn unweigerlich kleiner als erwartet. Der Schreibtisch des Präsidenten vor den dicken Fenstern aus kugelsicherem Polykarbonat, das den Rasen vorm Weißen Haus nur verzerrt sichtbar werden läßt, besteht aus dem Holz vom HMS Resolute, einem britischen Polarforschungsschiff, das 1854 im Eis aufgegeben und im folgenden Jahr von Amerikanern geborgen wurde. Zum Dank ließ Königin Viktoria aus den Eichenbalken des Schiffes einen Schreibtisch fertigen und dem US-Präsidenten zum Geschenk machen. Das Möbelstück aus einer Zeit, in der die Menschen kleiner waren als heute, wurde während Reagans Präsidentschaft etwas erhöht. Nun war es beladen mit Akten und Positionspapieren, einem Computerausdruck des präsidialen Terminkalenders, einer Sprechanlage, einem konventionellen Tastentelefon für mehrere Leitungen und einem ganz gewöhnlich aussehenden, aber hochkomplizierten Apparat für abhörsichere Gespräche.

Der Sessel des Präsidenten war eine Sonderanfertigung, deren hohe Rückenlehne zum zusätzlichen Schutz gegen Kugeln, die ein Irrer durch die schweren Fenster feuern mochte, mit dem modernen Werkstoff Kevlar - leichter und fester als Stahl - gepanzert war. Natürlich taten um diese Tageszeit in diesem Teil des Gebäudes rund ein Dutzend Agenten des Secret Service Dienst. Um hier hereinzukommen, mußte jeder einen Metalldetektor passieren und sich der strengen Kontrolle der Secret-Service-Wache unterziehen. Bei diesen Männern, die man an ihren fleischfarbenen Ohrhörern erkannte, trat die Höflichkeit gegenüber der Hauptaufgabe, den Präsidenten zu schützen, in den Hintergrund. Alle trugen unter den Jacketts schwere Faustfeuerwaffen, und jedem war bei der Ausbildung eingeschärft worden, in jedermann und allem eine Bedrohung für WRANGLER, derzeitiger Codename für den Präsidenten, zu sehen.

Vizeadmiral James Cutter von der US Navy war schon seit 6 Uhr 15 in seinem Büro in der Nordwestecke des Westflügels. Der Job des Sicherheitsberaters des Präsidenten verlangte einen Frühaufsteher. Kurz vor acht trank er seine zweite Tasse Kaffee, schob die Papiere für die Lagebesprechung in eine Ledermappe, schritt durch das leere Zimmer seines Stellvertreters, der gerade in Urlaub war, wandte sich im Korridor nach rechts, passierte das ebenfalls verwaiste Büro des Vizepräsidenten, der sich in Seoul aufhielt, und bog hinter der Tür des Stabschefs nach links ab. Cutter gehörte zu den wenigen Insidern - der Vizepräsident zählte nicht zu ihnen -, die ohne die Genehmigung des Stabschefs das Oval Office betreten durften, wann immer sie es für notwendig erachteten. Allerdings meldete er sich meist telefonisch an, um den Sekretärinnen eine Vorwarnung zu geben. Dem Stabschef mißfielen solche Privilegien zwar, aber das hatte nur zur Folge, daß Cutter seinen unbeschränkten Zugang noch mehr genoß. Auf dem Weg nickten ihm vier Leute von der Sicherheit einen guten Morgen zu, und der Admiral nahm die Grüße hoheitsvoll zur Kenntnis. Cutters offizieller Codename war LUMBERJACK. Er wußte zwar, daß man ihm beim Secret Service intern einen anderen, weniger schmeichelhaften Spitznamen verpaßt hatte, aber was diese kleinen Fische von ihm hielten, war dem Admiral gleichgültig. Das Vorzimmer lief schon auf vollen Touren; drei Sekretärinnen und ein Agent des Secret Service saßen auf ihren Plätzen.

"Ist der Chef pünktlich?" fragte er.

"WRANGLER kommt gerade runter, Sir", erwiderte Special Agent Connor. Er war vierzig, Abteilungschef der Wache des Präsidenten, und völlig uninteressiert an Cutters Meinung über ihn. Präsidenten und

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