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Der Schwur der Wikinger Ein Fargo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der Schwur der Wikinger

Der 6. NEW-YORK-TIMES-Bestseller über Sam und Remi Fargo In der Arktis entdecken Sam und Remi Fargo ein Langboot der Wikinger. An Bord befinden sich - neben einem riesigen Goldschatz - Hinweise auf den Verbleib des sagenumwobenen Auge des Himmels. Die beiden Schatzjäger kämpfen sich bald durch undurchdringliche Dschungel und dringen in uralte Tempel und Gräber ein. Doch ihre Suche ist nicht unbemerkt geblieben, und plötzlich befinden sie sich zwischen den Fronten von Verbrechern und skrupellosen Grabräubern. Werden Sam und Remi Fargo die Lösung für ein Jahrtausende altes Rätsel finden - oder den Tod? Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebt in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 14.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641169282
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Eye of Heaven (Fargo 6)
    Größe: 1257 kBytes
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Der Schwur der Wikinger

Grell leuchtende Blitze brannten sich in den trüben Nachthimmel und erhellten die ausgezehrten Gesichter der Männer an den langen Riemen aus Kiefernholz, mit denen sie das Wikingerlangschiff in seinem Kampf gegen den unbarmherzig tobenden Ozean unterstützten. Der Kapitän wiegte sich im Takt mit der schweren Dünung, während er mit besorgtem Blick verfolgte, wie die Wand sich auftürmender Brecher das Schiffsheck unter sich begrub.

Senkrecht aufragende Bastionen aus schwarzen Wassermassen drohten - vom eisigen Wind getrieben - das Schiff, so sturmerprobt es auch erscheinen mochte, jeden Moment zum Kentern zu bringen. Ungeachtet der Regenmassen, die auf sie herabprasselten, verrichteten die Männer an den Rudern ihre Arbeit. Schließlich hing ihr Überleben von diesem unermüdlichen Einsatz ab. Der Kapitän betrachtete sie mit einer Mischung aus Mitgefühl und Entschlossenheit, die Stirn sorgenvoll zerfurcht, während der Wolkenbruch seine Haut peitschte und das Wasser an der dünnen weißen Narbe entlangrann, die sich von seinem linken Augenwinkel bis zu dem blonden Bart erstreckte. Als Angehöriger eines grausamen Volksstamms von Abenteurern und Plünderern war er auf dem Ozean aufgewachsen. Die ungezähmte Gewalt der Natur war ihm nichts Neues. An unzähligen Tagen hatte er die tückische Nordsee verflucht, aber selbst für ihn war dies ein Unwetter, wie es ihm nie zuvor begegnet war.

Das hölzerne Schiff musste weit vom Kurs abgekommen sein und wurde von der Dünung nach Norden getrieben. Wäre es auf seiner beabsichtigten Route geblieben, hätte einer der mächtigen Brecher ganz gewiss seinen Bug überrannt. Es wäre gekentert und hätte seine Insassen in den sicheren Tod gerissen. Das Beste, was der Kapitän unter diesen Bedingungen tun konnte, war, das Schiff mit dem Heck vor dem Wind zu halten und den Sturm abzureiten.

Ein greller Blitz zuckte durch die aufgewühlten Wolken und erhellte für einen kurzen Moment die Umgebung, ehe er von der Dunkelheit verschluckt wurde. Salzwasser troff aus dem dichten Bärenfellmantel des Kapitäns, unter dem sich die Muskeln seiner kräftigen Arme wölbten, mit denen er das Ruder in Position hielt. Ein weiterer Blitz machte die Nacht zum Tage. Das Profil eines aus Holz geschnitzten, drohend aufgerichteten Drachens dicht hinter seinem Kopf, umweht von Gischtwolken, die der tobende Sturm von den Wellenkämmen riss, reflektierte den bläulich weißen Lichtschein.

In dem schmalen Laufgang zwischen den Bänken, auf denen die erschöpften Ruderer schufteten, näherte sich ein hochgewachsener Mann mit lederartiger Haut und einer ungebändigten roten Haarmähne. Trotz der heftigen Schwankungen des Schiffes schritt er sicheren Fußes über die rauen Eichenplanken.

"Thor lässt seiner Wut heute Nacht freien Lauf, nicht wahr, Vidar?", rief der Kapitän seinem Maat durch den heulenden Wind zu.

"Kann man wohl sagen, Herr. Aber ich denke, das Schlimmste ist jetzt vorbei. Mir scheint, die Brecher sind nicht mehr so hoch wie vor ein paar Stunden."

"Hoffentlich hast du recht. Meine Arme schmerzen, als hätte ich die ganze Nacht mit einem Bären gerungen."

"Ich kenne das Gefühl gut. Ihr habt doch meine Frau gesehen."

Die Mienen der beiden erfahrenen Seeleute verzogen sich kurz zu einem freudlosen Grinsen, dann trat der Maat neben den Kapitän und übernahm das Ruder.

"So viel zu dem Versuch zu schlafen. Daran ist bei diesem Albtraum nicht zu denken. Wie halten sich die Männer?", fragte der Kapitän.

"Wie bei diesen Verhältnissen zu erwarten. Ihnen ist kalt, und sie sind müde." Vidar verkniff sich die Bemerkung, dass sie sich fürchteten. Niemals hätten diese Krieger eingestanden, Angst zu haben.

"Sie haben genug Bier getrunken und die Gastfreundschaft der Eingeborenen ausgiebig genossen. Dies hier wird ihnen einiges zu denken geben, falls sie weich geworden sind wie ein Frauenwams."

"Sicher, Käpt'n. Es wird ihnen eine Lehre sein ..."

Eine ohr

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