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Der Sheriff von Archer City CassiopeiaPress Western von West, Thomas (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Der Sheriff von Archer City

Der Sheriff von Archer City ist schlimmer als jeder Bandit... Thomas West hat hier einen harten, tabulosen Western verfasst, dessen Sprache an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 107
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736856738
    Verlag: BookRix
    Größe: 649 kBytes
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Der Sheriff von Archer City

Der Sheriff von Archer City

von Thomas West

© by Thomas West

© der Digitalausgabe 2012 AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

Behutsam schob sich Joseph Boone Sheridan über den steinigen Boden. Zentimeter für Zentimeter. Mit der Rechten zog er seine Winchester neben sich her. Die eisige Kälte des Felsgesteins kroch durch das grobe Baumwollhemd in seine Haut. Die Felsnase stieg ein wenig an, und er musste bis an ihren Rand kriechen, um das Gelände unterhalb des Steilhangs einsehen zu können. Er drückte den Ast einer Akazie nach oben und robbte unter ihm hindurch. Die dicht belaubten Bäume bedeckten Teile des Hangs. Ihre Kronen verhüllten Sheridans Deckung. Eine stachlige Angelegenheit. Aber eine Wohltat im Vergleich mit den tödlichen Pfeilen der Sioux.

Endlich erreichte Sheridan den Rand der Felsnase. Er spähte über die Felskante. Unter ihm war das steil abfallende Laubdach - Eichen, Buchen, Ahorn. Dazwischen vereinzelte Akazien und sogar Tannen.

Am Fuß des Hanges lichtete sich der Baumbewuchs. Steine wölbten sich dort aus Farnfeldern und Dornengestrüpp. Zum Teil mannshohe, moosbewachsene Felsbrocken.

Auf einem stand ein Sioux. Er spähte nach allen Richtungen. Dann sah Sheridan ihre Pferde. Sie weideten an dem schmalen Bachlauf, der knapp zwei Steinwürfe entfernt das Unterholz durchschnitt. Kleine scheckige Appaloosas; Sheridan zählte genau zwölf.

Und schließlich entdeckte er die Hauptgruppe seiner Verfolger. Sie standen genau an der Stelle des Gebirgsbaches, an der er sein Pferd ins Wasser getrieben hatte. Er selbst hatte sich parallel des Flüsschens durchs Unterholz gearbeitet.

Sheridan versuchte an ihren Gesten und Körperhaltungen abzulesen, was sie im Schilde führten. Sie schienen heftig zu palavern. Einige zeigten nach oben, Richtung Wald, andere deuteten hinunter in die Ebene. Zwei hockten am Ufer des Baches und untersuchten das Bachbett und das Ufergestrüpp. Seine Spuren verwirrten die Indianer. Genau wie er gehofft hatte.

Sie schienen sich unschlüssig zu sein.

"Jetzt zieht schon ab, Kameraden", murmelte Sheridan. "Die Bisons warten nicht gern."

Drei weitere Sioux tauchten auf. Jenseits des Gebirgsbaches. Aus dem dichten Buschwerk, durch das er sich ein paar hundert Meter weit in den Wald hinein gearbeitet hatte. Immer in Rufweite seines Pferdes.

Die drei hatten es nicht eilig. Und ihre resignierenden Handbewegungen waren eindeutig: Sie hatten seine Spur verloren.

Sheridan hatte sich zunächst vom Bach entfernt. Und war dann in einem großen Bogen zum Wasserlauf zurückgekehrt. Im weitausladenden Geäst einer Sumpfeiche war er über das Bachbett geklettert.

Der Anführer der Sioux gab das Zeichen zum Aufbruch. Sie sammelten sich bei den Pferden und schwangen sich hinauf.

"Na also." Sheridan atmete zweimal tief durch.

Schon vor zwei Tagen, mitten im Grasland, hatte er ihre Fährten entdeckt. Sie verfolgten eine Bisonherde. Und gestern, in der gleißenden Mittagssonne, bewegten sich plötzlich die Silhouetten einer Reitergruppe am Horizont.

Sheridan hatte keine Ahnung, was die Sioux veranlasst haben könnte, ihre Jägertruppe um zwölf Mann zu schwächen. Um einen einzigen Weißen zu fangen! Irgendwas musste sie gewaltig auf die Palme gebracht haben.

Er wusste nur, dass am Creek, nördlich von Denver, eine Kavallerie-Kompanie unterwegs war. Eine Strafexpedition.

Das hatte er in Fort Dodge gehört. Vor zwei Wochen, als er dort Tabak, Decken, Munition und Proviant für seinen langen Ritt durch die Prärie eingekauft hatte.

Sheridan beobachtete die Reiter, bis sie den Saum des Waldes verlassen hatten und nur noch dunkle Punkte in der weiten Graslandschaft waren.

Wahrscheinlich hatten die Blauröcke wieder ein Lager der Sioux zusammengeschossen. Und die Indiane

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