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Der Spion von Akrotiri von Schreyer, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2012
  • Verlag: EDITION digital
eBook (ePUB)
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Der Spion von Akrotiri

August 1956: Der Reserveleutnant Roger Anderson aus Liverpool, im zivilen Leben Mitarbeiter der Zollfahndung, wird zur 16. Fallschirmjägerbrigade nach Zypern eingezogen. Dort bekommt er von der britischen Abwehr den Auftrag, den amerikanischen Archäologen Walpole, der seine Ausgrabungen nur in der Nähe von geheimen militärischen Objekten durchführt, zu überwachen. Die britische Abwehr fängt Funksprüche mit Details der französischen und britischen Truppentransporte nach Zypern auf, aber Anderson verliebt sich in eine junge und auffällig hübsche Journalistin, die sich nur allzu oft in der Nähe von Walpole aufhält. Im Morgengrauen des 5. November stiegen von Zyperns Flugplätzen in rascher Folge schwere Transportflugzeuge auf, mit Fallschirmjägern, automatischen Waffen und Munition randvoll beladen. Anderson und seine Kameraden sollten den Flugplatz Gamil nordwestlich von Port Said erobern. Nach dem hundertstündigen , pausenlosen Luftbombardement auf Ägypten ein Kinderspiel? Das spannende Buch erschien erstmals 1957 beim Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung in Berlin. Wolfgang Schreyer, geboren 1927 in Magdeburg. Oberschule, Flakhelfer, Soldat, US-Kriegsgefangenschaft bis 1946. Debütierte mit dem Kriminalroman "Großgarage Südwest" (1952), seitdem freischaffend, lebt in Ahrenshoop. 1956 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis für den Kriegsroman "Unternehmen Thunderstorm". Schreyer zählt zu den produktivsten und erfolgreichsten Autoren spannender Unterhaltungsliteratur in der DDR, schrieb Sachbücher, Szenarien für Funk und mehr als zwanzig Romane mit einer Gesamtauflage von 6 Millionen Exemplaren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 04.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863940881
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 838 kBytes
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Der Spion von Akrotiri

Am folgenden Abend, dem letzten vor Ablauf der zwölftägigen Frist, geschah es. Bald nachdem ich - ziemlich gleichgültig übrigens und ohne besondere Hoffnung - auf Posten gegangen war, vernahm ich Motorengeräusch. Ich kroch sogleich auf die Spitze des Hügels und spähte nach allen Seiten. Am Westhorizont stand noch ein schwacher Tagesschimmer; in diesem matten Schein glaubte ich einen der kleinen, altmodischen Morriswagen zu erkennen, wie man sie vom Autoverleih in Nicosia für wenig Geld mieten konnte. Der Wagen fuhr ohne Licht. Falls er wirklich aus der Hauptstadt kam, so hatte er einen Umweg über Athienu gemacht, den gleichen südlichen Umweg, den Walpole bei unserem zweiten missglückten Ausflug nach Akrotiri eingeschlagen hatte. Da es den Zyprioten verboten war, Kraftfahrzeuge zu benutzen, musste der Insasse ein Ausländer sein. Das Fahrzeug stoppte in beträchtlicher Entfernung. Der Motor stand still, doch sonst rührte sich nichts. Es war schon zu dunkel geworden, als dass ich hätte feststellen können, ob jemand herausstieg; ich nahm es jedoch stark an. Mein Herz begann vor Erwartung zu klopfen. Ich griff nach der kurzen Thompson-Maschinenpistole, die ich auf nächtlichen Streifzügen bei mir führte, und pirschte mich behutsam auf das Automobil zu, dem fremden Ankömmling entgegen. Endlich, endlich! Alles wandte sich zum Guten. Fast wäre es schon zu spät gewesen. Nach zwei oder drei Minuten näherte sich mir mit kleinen, tapsenden Schritten eine Gestalt; zu sehen war nicht viel. Ich duckte mich hinter einen Felsblock, ließ sie an mir vorbei und folgte ihr, denn mir kam es ja darauf an, sie beim Entleeren des "toten Briefkastens" zu stellen. Die fremde Person schien sich auszukennen. Sie ging geradewegs auf die Turmruine zu, unterhalb der ich schon am Vortage schwache Fußspuren bemerkt hatte. Möglichst geräuschlos kroch ich hinterher, musste jedoch darauf achten, dass sich der Abstand nicht vergrößerte; im Dämmerlicht hätte ich die schemenhafte Erscheinung nur allzu leicht aus den Augen verlieren können. Dabei passierte mir ein leichtverständliches Missgeschick. Unter meinem Schuh knirschte ein Stein, kam ins Rollen und klickte gegen einen anderen - die Gestalt vor mir fuhr herum, sie stieß einen schwachen, ziemlich hohen Schrei aus. "Halt", rief ich, "oder ich schieße! Stehen bleiben..." Mit ein paar schnellen Sätzen war ich heran - und senkte verwirrt meine Waffe.

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