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Der Stadtkämmerer (Kriminalroman) von Fletcher, Joseph Smith (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2014
  • Verlag: e-artnow
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Der Stadtkämmerer (Kriminalroman)

Dieses eBook: 'Der Stadtkämmerer (Kriminalroman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Joseph Smith Fletcher (1863- 1935) war ein Britischer Journalist, Lokalhistoriker und Kriminalschriftsteller. Neben historischen und wirtschaftlichen Betrachtungen seiner näheren und weiteren Heimat veröffentlichte Fletcher auch über 200 Kriminalromane. 1914 debütierte er mit einem solchen; seine erfolgreichsten waren eine Reihe mit Abenteuern des Privatdetektivs 'Ronald Camberwell'. Aus dem Buch: 'Cotherstone schaute ratlos ins Leere, nachdem Kitely ihn verlassen hatte. Vor drei Monaten war dieser Mann zu ihm ins Büro gekommen und hatte sich für ein kleines Haus interessiert, das Cotherstone zu vermieten hatte... Cotherstone hatte als vielbeschäftigter Mann nicht weiter darüber nachgedacht, und er hätte es sich niemals träumen lassen, daß gerade dieser Fremde ihn und Mallalieu schon vor dreißig Jahren gekannt hatte. Es war Cotherstones eifrigstes Bemühen gewesen, die Vorgänge jener Zeit zu vergessen, und es war ihm auch fast gelungen, sein Gedächtnis einzuschläfern. Aber nun hatte Kitely wieder alles geweckt. Sein Gesicht wurde düster, als er über den einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit nachdachte.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 210
    Erscheinungsdatum: 24.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026813354
    Verlag: e-artnow
    Größe: 620 kBytes
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Der Stadtkämmerer (Kriminalroman)

16. Kapitel.

Inhaltsverzeichnis

Die einsame Heide.

Inhaltsverzeichnis

Stoner hatte sich während der Bahnfahrt noch einmal alles überlegt. Er war davon überzeugt, daß er von Mallalieu und Cotherstone nur das Geld zu fordern brauchte, um es auch sofort in bar zu erhalten. Und wenn sie das gezahlt hatten, wollte er sich schon vorsehen, daß ihm nichts passierte. Mit fünftausend Pfund in der Tasche würde er keine Stunde länger in Highmarket bleiben und einige Tage später schon auf dem Wege nach Amerika sein. Myler war ja ein prächtiger Kerl, ein wirklich guter Freund, aber er war viel zu altmodisch in seiner Biederkeit. Jeder hatte das Recht, sich in der Welt in die Höhe zu bringen, und als Stoner nun Mallalieu gegenübertrat, war er fest entschlossen, doch Schweigegeld zu verlangen.

Die Stelle, an der sie sich trafen, war wie geeignet für seine Absicht; das Gestrüpp lief hier an einem nicht mehr benützten Steinbruch entlang. Ringsumher erstreckte sich meilenweit einsame Heide, die höchstens durch einige Kalksteinfelsen oder kleine Fichten Waldungen unterbrochen wurde. Im Westen konnte man die blaue Linie einer Hügelkette und sonst nur den grauen Himmel sehen. Ab und zu tönte das Krächzen eines Raben durch die Stille.

Mallalieu ging häufig allein auf die Heide hinaus. Er machte weite Spaziergänge, um nicht zu korpulent zu werden. Stoner sah, daß er in Gedanken versunken seinen schweren Eichenstock schwang. Da man auf der Heide die Schritte nicht hören konnte, waren sie schon dicht beieinander, ehe sie sich erkannten. Stoner errötete bestürzt.

Aber Mallalieu hatte mit keinem Gedanken an Stoner gedacht und war daher auch nicht überrascht, ihn zu sehen. Aus Prinzip war er zu seinen Angestellten freundlich und schaute ihn deshalb lächelnd an.

"So ganz allein? Ich dachte, ein junger Mann wie Sie geht am Sonntag mit einem kleinen Mädchen spazieren?"

Stoner lächelte auch, aber ganz anders als Mallalieu. Er war nicht in der Stimmung, höflich und unterwürfig zu tun. Er lächelte, weil er daran dachte, welch ein großer Umschwung für ihn gekommen war.

"Ich habe etwas Besseres zu tun, Mr. Mallalieu", antwortete er nicht gerade sehr liebenswürdig. "Ich vertändle meine Zeit nicht mit jungen Mädchen."

"Ja, es fiel mir schon auf, daß Sie tief nachzudenken schienen. Was haben Sie denn für Sorgen?"

Stoner hatte die Absicht, geradeswegs auf sein Ziel loszugehen. Nur nicht auf halbem Wege stehenbleiben! Keine Geheimnistuerei, das hatte keinen Zweck. Er nahm Tallingtons Bekanntmachung aus der Tasche, entfaltete sie vor Mallalieu und beobachtete seinen Gesichtsausdruck.

"Sehen Sie - darüber habe ich nachgedacht."

Mallalieu fuhr ein wenig zusammen und schaute Stoner ärgerlich an.

"Was soll denn das?" fragte er finster.

Stoner wußte wohl, daß man seinen Chef bald zum Zorn reizen konnte. Die Anzeichen dafür waren jetzt vorhanden.

"Warum zeigen Sie mir denn das? Nehmen Sie sich zusammen, junger Mann!"

"Ich wollte Sie nicht beleidigen", entgegnete Stoner kühl.

In der Nähe entdeckte er ein Geländer, das den alten Steinbruch einfriedigte. Er ging darauf zu und lehnte sich dagegen, obwohl es schon alt und morsch war. Dann steckte er die Hände in die Taschen, um Mallalieu zu zeigen, daß er sich absolut nicht als sein Untergebener fühlte.

"Ich möchte ein paar Worte mit Ihnen sprechen, Mr. Mallalieu."

Sein Chef starrte ihn verwundert an.

"Sie wollen ein paar Worte mit mir spreche

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