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Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard Kriminalroman von Pellissier, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2015
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

Eine ungewöhnliche Ermittlerin auf Mörderjagd hinter der glänzenden Fassade der Pariser Oper Hinter der glänzenden Fassade der Pariser Oper wird nach einer Premierenvorstellung der für sein exzessives Leben bekannte Ballettdirektor Guillaume Bernard tot aufgefunden. Mit ihrem untrüglichen Gespür für die Aufklärung von Verbrechen nimmt sich Gardienne Lucie der Sache an. Sie kannte Guillaume schon lange, wohnte er doch im Haus an der Place des Vosges, wo sie seit über 40 Jahren als Hausmeisterin das Regiment führt. Lucie will unbedingt wissen, was mit dem Ballettdirektor passiert ist. Und taucht tief in die Vergangenheit der Pariser Ballettszene ein, wobei sie sich gefährlich weit in den Kreis der Verdächtigen begibt ... Marie Pellissier, 1971 geboren, verliebte sich mit Anfang zwanzig in die Stadt Paris, wo sie viele Jahre verbrachte. 'Die tödliche Tugend der Madame Blandel' ist ihr erster Kriminalroman. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Heidelberg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 09.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641173906
    Verlag: Diana Verlag
    Größe: 1143 kBytes
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Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

Montag, 2. Oktober

Das Geräusch war ihm durch Mark und Bein gegangen und hatte ihn aus dem Tiefschlaf in die Gegenwart katapultiert. Sanftes Rascheln, dachte Monsieur Rosenberg, während er stocksteif in seinem Bett lag und lauschte. Leise Töne waren eindringlich, gefährlich, jagten einem einen Schauer des Grauens über den Rücken. Da! Das Tippeln. Er kämpfte gegen den Impuls zu schreien. Wer hätte ihn hören sollen, allein in seiner Wohnung an der Place des Vosges?

Monsieur Rosenberg zwang sich, die Augen zu öffnen. Durch das Fenster fiel schwaches Licht des Pariser Nachthimmels. Die Partitur, mit der er gestern ins Bett gegangen war, lag neben ihm auf der Decke. Vorsichtig tastete er nach seinem Handy. 2 .45 Uhr.

Das Geräusch war verstummt.

Was sollte er tun, mitten in der Nacht? Ihn fröstelte. Dann hörte er ein leises Wimmern neben sich. Nicht zu gebrauchen, der Hund! Fifi hätte den Angreifer in die Flucht schlagen sollen. Doch - wer sagte, dass es nur einer war? Traten sie nicht immer in Horden auf? Stattdessen versuchte der Hund, sich unsichtbar zu machen, nicht heldenhafter als sein Herrchen.

Wenn er die Augen einfach nicht mehr schließen würde? Viel leicht bliebe es dann still. Doch da! Erst das Rascheln, dann kleine Schritte. Monsieur Rosenberg spürte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten. Die Schritte klangen, als kämen sie näher. Die Schlafzimmertür stand offen!

Monsieur Rosenberg musste Hilfe rufen! Das Handy hatte lag glücklicherweise direkt neben dem Bett. Gott sei Dank. Aber wen? Und wer sollte aufmachen? Er selbst konnte unmöglich sein Bett verlassen, doch ... Lucie! Wie eine Lichtgestalt erschien die kleine, unerschütterliche alte Dame vor seinem geistigen Auge, und augenblicklich wurde ihm warm ums Herz. Wozu hatte er diesen rettenden Engel als Gardienne? Während er ihre Nummer wählte, dachte er an die vielen Lachfalten um ihre strahlenden Augen. Es tutete in der Leitung. Wenige Minuten trennten ihn von seiner Erlösung. Die Hausmeisterin würde ver stehen, dass es ein Notfall war. Es tutete vier Mal. Würde sie es verstehen? Weitere zwei Mal. Was würde ihr Mann Antonio sagen? Noch drei Mal. Doch die Biester ließen ihm keine andere Wahl!

"Oui", meldete sich eine verschlafene Frauenstimme.

"Lucie, Gott sei Dank!", stammelte Monsieur Rosenberg, voll kommen außer Fassung. "Lucie, bitte, Sie müssen sofort kommen! Ich habe Mäuse in meiner Wohnung."

Im Schein der Nachttischlampe überlegte Lucie, ob sie sich vollständig anziehen sollte.

"Wer war denn das schon wieder?", knurrte Antonio im Halbschlaf.

Lucie löschte das Licht. "Ich bin gleich wieder da", flüsterte sie und griff nach dem Morgenrock. Antonio reagierte allergisch auf Störungen der Hausbewohner außerhalb ihrer Ansprechzeiten als Gardienne. Doch sie musste dem armen Monsieur Rosenberg helfen.

In der Kammer suchte Lucie nach Eimer und Besen. Wenn sie die Maus damit nicht erwischen sollte, so würde sie eine Lebendfalle brauchen. Lucie kletterte auf die Trittleiter und stöberte im obersten Fach hinter dem Düngemittel für die Topfpflanzen.

Dermaßen ausgestattet angelte sie nach dem Schlüssel für Rosenbergs Appartement im Kasten neben der Tür und machte sich auf den Weg in den vierten Stock. Das Treppenhaus war schwach beleuchtet, doch Lucie hätte den Weg auch blind gefun den. Schließlich putzte und umsorgte sie das alte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert seit mehr als vierzig Jahren.

Oben knarrten die Dielen wie erwartet. Sie drehte den Schlüssel im Schloss, betrat die Wohnung, zog die Tür hinter sich zu und ging Richtung Schlafzimmer am Ende des Flurs.

"Ich bin da", rief sie halblaut, um den Komponisten nicht

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