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Der Teufel von Tidal Basin von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der Teufel von Tidal Basin

Edgar Wallace - Der Teufel von Tidal Basin
'Der Teufel von Tidal Basin' ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. Donald Bateman wird ermordet aufgefunden ... neben ihm liegt eine verdächtige Dolchscheide ...
Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren ""normal"" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 10.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959230643
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 304kBytes
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Der Teufel von Tidal Basin

Kapitel 1

Zu den Bekannten des Reporters Michael Quigley gehörten Einbrecher, Diebe, Schwindler, Bankräuber, Taschendiebe und viele andere Leute, die nicht gern mit der Polizei in Berührung kamen. Auch mit fast allen Beamten von Scotland Yard stand Mike auf gutem Fuß, und mehrmals hatte er schon, das Wochenende mit dem Henker Dumont verbracht. In seinem Zimmer hingen Fotografien von früheren Königlichen Hoheiten, Schwergewichtsmeistern und berühmten Schauspielerinnen. Er wußte genau, wie sich normale und anomale Menschen in jeder Lebenslage benehmen, nur bei Janice Harman versagten seine Kenntnisse und Erfahrungen.

Er konnte allerdings verstehen, dass eine alleinstehende junge Dame, die keine Verpflichtungen hatte und ein jährliches Einkommen von dreitausend Pfund bezog, sich irgendwie nützlich machen wollte und Befriedigung darin fand, als Krankenschwester in einer Klinik im Osten Londons tätig zu sein. Andere Mädchen hatten ähnliches getan, und sie unterschied sich von der Mehrzahl nur dadurch, dass sie ihrer menschenfreundlichen Tätigkeit nicht müde wurde.

Janice war liebenswürdig und sah sehr gut aus. Michael war sich allerdings nicht klar darüber, was ihn so stark an ihr fesselte: ihre Augen, ihr Mund oder ihre gute Figur. Er hatte nur den Wunsch, sie stundenlang, ja für immer anzuschauen.

Niemals freilich konnte er die Kluft überbrücken, die sie von ihm und seinen siebenundzwanzig Jahren trennte. Sie war dreiundzwanzig und hatte ihm schon oft auseinandergesetzt, dass eine Frau in diesem Alter mindestens um zwanzig Jahre erfahrener sei als ein Mann.

Er hatte gerade sein Monatsgehalt bekommen und sie zum Abendessen in den Howdah-Klub eingeladen. Seine Stimmung war vergnügt und froh, aber plötzlich erzählte sie ihm eine Neuigkeit, die ihm sein weiteres Leben grau in grau erscheinen ließ.

Von ihrem romantischen Briefwechsel hatte er allerdings schon gewußt. Er hatte über den Mann gespottet, hatte ihr Vorwürfe gemacht und versucht, sie durch Ironie und Sarkasmus davon abzubringen. Die Sache hatte harmlos begonnen. Eines Tages fand Janice einen Brief in ihrer Wohnung vor. Ein Unbekannter bat sie darin um die Freundlichkeit, ihn mit seiner alten Krankenschwester in Verbindung zu bringen, der es sehr schlecht ging. Diesen Brief erhielt sie, nachdem sie einige Monate in der Klinik von Dr. Marford tätig war und eine Zeitung in einem Artikel ihre Tätigkeit dort gewürdigt und gerühmt hatte. Er kam aus Südafrika und enthielt eine Fünfpfundnote. Diesen Betrag sollte Janice der Krankenschwester übergeben, wenn sie aufzufinden war. Andernfalls sollte sie das Geld einem Krankenhaus überweisen.

Michael hatte sie gewarnt und ihr erzählt, dass Betrüger sich oft so an ihre Opfer heranmachen. Janice war böse geworden und hatte ihm vorgeworfen, dass er durch seinen Beruf in allen Menschen Verbrecher sehe.

Heute erst erfuhr er, dass der Fremde schon seit ein paar Tagen in London weilte. Das war die Neuigkeit, die ihn so traurig machte.

"Sie sind einer meiner ältesten Freunde, Michael", begann Janice etwas atemlos, "und ich fühle mich verpflichtet, es Ihnen zu sagen."

Er hörte ihr bestürzt zu.

Sie hätte auch sehen können, wie blaß er wurde, aber sie schaute ihn absichtlich nicht an. Ihre Blicke hefteten sich auf die tanzenden Paare, die sich auf dem Parkett bewegten.

"Sie müssen ihn persönlich kennenlernen, Sie finden ihn vielleicht nicht so besonders, aber ich wußte schon immer ... ich meine aus seinen Briefen ... er hat ein fürchterliches Leben im wilden Afrika gehabt. Es tut mir natürlich sehr leid, dass ich den guten Dr. Marford im Stich lassen mußte, aber ..."

Ihre Worte waren ein wenig zusammenhanglos.

"Wir wollen doch klar sehen, Janice. Ich werde versuchen zu vergessen, dass ich Sie liebe und immer geliebt habe. Ich wartete nur auf eine Gehaltserhöhung, um Sie um Ihre Hand zu bitten." Seine Stim

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