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Der Teufel von Tidal Basin von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.01.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Der Teufel von Tidal Basin

Bei dem ermordeten Donald Bateman wird eine Messerscheide gefunden, die Louis Landor gehört. Ist er der Mörder? Und was weiß der Reporter Michael Quigley?

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 22.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704459
    Verlag: Nexx
    Größe: 335kBytes
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Der Teufel von Tidal Basin

1

Zu den Bekannten des Reporters Michael Quigley gehörten Einbrecher, Diebe, Schwindler, Bankräuber, Taschendiebe und viele andere Leute, die nicht gern mit der Polizei in Berührung kamen. Auch mit fast allen Beamten von Scotland Yard stand Mike auf gutem Fuß, und mehrmals hatte er schon, das Wochenende mit dem Henker Dumont verbracht. In seinem Zimmer hingen Fotografien von früheren Königlichen Hoheiten, Schwergewichtsmeistern und berühmten Schauspielerinnen. Er wusste genau, wie sich normale und anomale Menschen in jeder Lebenslage benehmen, nur bei Janice Harman versagten seine Kenntnisse und Erfahrungen.

Er konnte allerdings verstehen, dass eine alleinstehende junge Dame, die keine Verpflichtungen hatte und ein jährliches Einkommen von dreitausend Pfund bezog, sich irgendwie nützlich machen wollte und Befriedigung darin fand, als Krankenschwester in einer Klinik im Osten Londons tätig zu sein. Andere Mädchen hatten ähnliches getan, und sie unterschied sich von der Mehrzahl nur dadurch, dass sie ihrer menschenfreundlichen Tätigkeit nicht müde wurde.

Janice war liebenswürdig und sah sehr gut aus. Michael war sich allerdings nicht klar darüber, was ihn so stark an ihr fesselte: ihre Augen, ihr Mund oder ihre gute Figur. Er hatte nur den Wunsch, sie stundenlang, ja für immer anzuschauen.

Niemals freilich konnte er die Kluft überbrücken, die sie von ihm und seinen siebenundzwanzig Jahren trennte. Sie war dreiundzwanzig und hatte ihm schon oft auseinandergesetzt, dass eine Frau in diesem Alter mindestens um zwanzig Jahre erfahrener sei als ein Mann.

Er hatte gerade sein Monatsgehalt bekommen und sie zum Abendessen in den Howdah Club eingeladen. Seine Stimmung war vergnügt und froh, aber plötzlich erzählte sie ihm eine Neuigkeit, die ihm sein weiteres Leben grau in grau erscheinen ließ.

Von ihrem romantischen Briefwechsel hatte er allerdings schon gewusst. Er hatte über den Mann gespottet, hatte ihr Vorwürfe gemacht und versucht, sie durch Ironie und Sarkasmus davon abzubringen. Die Sache hatte harmlos begonnen. Eines Tages fand Janice einen Brief in ihrer Wohnung vor. Ein Unbekannter bat sie darin um die Freundlichkeit, ihn mit seiner alten Krankenschwester in Verbindung zu bringen, der es sehr schlecht ging. Diesen Brief erhielt sie, nachdem sie einige Monate in der Klinik von Dr. Marford tätig war und eine Zeitung in einem Artikel ihre Tätigkeit dort gewürdigt und gerühmt hatte. Er kam aus Südafrika und enthielt eine Fünfpfundnote. Diesen Betrag sollte Janice der Krankenschwester übergeben, wenn sie aufzufinden war. Andernfalls sollte sie das Geld einem Krankenhaus überweisen.

Michael hatte sie gewarnt und ihr erzählt, dass Betrüger sich oft so an ihre Opfer heranmachen. Janice war böse geworden und hatte ihm vorgeworfen, dass er durch seinen Beruf in allen Menschen Verbrecher sehe.

Heute erst erfuhr er, dass der Fremde schon seit ein paar Tagen in London weilte. Das war die Neuigkeit, die ihn so traurig machte.

"Sie sind einer meiner ältesten Freunde, Michael", begann Janice etwas atemlos, "und ich fühle mich verpflichtet, es Ihnen zu sagen."

Er hörte ihr bestürzt zu.

Sie hätte auch sehen können, wie blass er wurde, aber sie schaute ihn absichtlich nicht an. Ihre Blicke hefteten sich auf die tanzenden Paare, die sich auf dem Parkett bewegten.

"Sie müssen ihn persönlich kennenlernen -- Sie finden ihn vielleicht nicht so besonders, aber ich wusste schon immer ... ich meine aus seinen Briefen ... er hat ein fürchterliches Leben im wilden Afrika gehabt. Es tut mir natürlich sehr leid, dass ich den guten Dr. Marford im Stich lassen musste, aber ..."

Ihre Worte waren ein wenig zusammenhanglos.

"Wir wollen doch klar sehen, Janice

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