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Der Tod kommt lautlos Thriller von Spindler, Erica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.01.2014
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Der Tod kommt lautlos

Gemeinsam mit FBI-Agent Connor Parks ermittelt die Polizistin Melanie May im Fall eines Serienkillers - bis sie selbst in Verdacht gerät ... Whistlestop, eine kleine Gemeinde am Rande von Charlotte: Als in kurzer Zeit mehrere Männer tot aufgefunden werden, wächst in der Polizistin Melanie May ein schrecklicher Verdacht. Diese Männer, die alle ihre Frauen, Töchter oder Freundinnen missbraucht haben, sind keines natürlichen Todes gestorben - sie wurden ermordet! Über die Köpfe ihrer Vorgesetzten hinweg beschließt das FBI, Melanie den brisanten Fall zu übergeben. Doch sie ist bei ihren Ermittlungen nicht allein: FBI-Agent Connor Parks soll das psychologische Profil des Täters erstellen - der erneut zuschlägt und den Mann von Melanies Schwester umbringt ... Es war eine Sommergrippe, die Erica Spindler dazu veranlasste, ihr erste Romance zu schreiben. Eigentlich wollte sie Malerin werden. Doch als sie im Juni 1982 im Supermarkt eine Riesenpackung Tempos kaufen musste, gab ihr die Kassiererin einen Liebesroman als Werbegeschenk mit. Wieder zu Hause, fing Erica Spindler zu schmökern - und war auf Anhieb begeistert! In den folgenden sechs Monaten las sie jede Romance, die sie in die Finger bekam. Schließlich entschloss sie sich, selbst einen Liebesroman zu schreiben, und kaum hatte sie damit begonnen, wusste sie, dass sie ihre wahre Berufung gefunden hatte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 10.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862783700
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: All Fall Down
    Größe: 686 kBytes
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Der Tod kommt lautlos

4. KAPITEL

Das Büro des Bezirksstaatsanwaltes lag in der Innenstadt von Charlotte, im alten Gerichtsgebäude des Distrikts. Gebaut in den Tagen vor der Einführung von Bürohochhäusern - jener schmucklosen Rechtecke, vollgestopft mit niedrigen vanillefarbenen, absolut gleich großen Räumen -, war das Gerichtsgebäude heute Teil der Verwaltungs-Plaza, wo sich auch moderne Architekturwunder wie das "Law Enforcement Center" befanden.

Karnickelställe nannte die Stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Veronica Ford solche Hochhäuser. Monumente zur Entpersönlichung modernen Lebens. Im Gegensatz dazu besaß das alte Gerichtsgebäude die Aura verblassender Grandeur. Für Veronica passte das zum Bild eines Ortes, an dem die Mühlen des Gesetzes langsam, aber zuverlässig mahlten. Ein Ort, an dem, wenn auch manchmal durch ein fehlerhaftes, altmodisches System gestört, die Gerechtigkeit ihren Lauf nahm.

Und es passte zum Bild von Charlotte, einer Stadt des alten Südens und der Moderne, in der Bäume blühten und Wolkenkratzer wuchsen, wo alte Südstaatenherrlichkeit und hektischer Kommerz gepflegt wurden. Eine Stadt, in der sie sich zu Hause fühlte, seit sie vor neun Monaten hergekommen war.

Obwohl sie sich zu ihrer Teamkonferenz verspätete, mied Veronica den alten, aber zuverlässigen Fahrstuhl und nahm die breite, geschwungene Haupttreppe in den ersten Stock. Dabei ließ sie die Hand über das reich verzierte schmiedeeiserne Geländer laufen. Veronica liebte den Gerichtsbetrieb und ihre Rolle darin. Ihr gefiel die Vorstellung, dazu beizutragen, dass das Leben für die Menschen lebenswerter wurde. Daran glaubte sie fest - vielleicht naiverweise, vielleicht aus Dünkel.

Wenn sie nicht daran glauben würde, brauchte sie nicht für das Büro des Bezirksstaatsanwaltes zu arbeiten. Sie könnte eine Menge mehr Geld verdienen und sich einigen Stress ersparen, wenn sie sich mit Firmenrecht befasste.

"Tag, Jen!", rief sie der Empfangsdame zu, sobald sie den oberen Flur betrat.

Schwanger mit ihrem ersten Kind, strahlte die junge Frau geradezu vor Glück. Sie lächelte Veronica an. "Auch Ihnen einen guten Tag."

"Irgendwelche Nachrichten?"

"Einige." Die Frau deutete auf einen Stapel rosa Notizzettel. "Nichts Dringendes."

Veronica kam an den Schreibtisch, stellte einen Deckelbecher von Starbucks ab und reichte der jungen Frau lächelnd eine Essenstüte aus demselben Geschäft. "Ich habe dem Baby eine Kleinigkeit mitgebracht."

"Eines von den Cranberry-Nuss-Hörnchen? Das Baby liebt sie."

"Genau das."

Die Empfangssekretärin juchzte vor Vergnügen und langte in die Tüte. "Sie sind ein Schatz, Veronica Ford. Das Baby und ich danken Ihnen."

Veronica sah lachend ihre Nachrichten durch und entdeckte nichts, was ihre sofortige Reaktion erfordert hätte. "Um wie viel komme ich zu spät? Ist Rick schon da?"

Rick Zanders war der Supervisor des "Personenteams". Die Staatsanwälte im Personenteam, zu dem Veronica gehörte, befassten sich mit allen gegen Personen gerichtete Gewalttaten mit Ausnahme von Mord und Gewalt gegen Kinder. Dazu gehörten Vergewaltigung, tätlicher Angriff, Misshandlung, sexuelle Misshandlung und Entführung. Das Team traf sich jeden Mittwochnachmittag, um den Stand der derzeit laufenden Fälle zu bereden, Strategien zu diskutieren und Beistand anzubieten, wo nötig.

"Er kam ein paar Minuten vor Ihnen und hat vor dem Treffen noch einige Telefonate zu erledigen." Jen sah auf ihre Uhr, dann über die Schulter. "Ich wette, Sie haben noch zehn Minuten. Offenbar kennt Rick die Familie Andersen persönlich." Sie senkte die Stimme. "Sie haben von dem Mord gehört?"

"Habe ich." Veronica runzelte die Stirn. "Was redet man so? Gibt es etwas, das noch nicht in den Nachrichten war? Irgendwelche Verdächtige?"

"Nicht dass ich wüsste. Aber ich wette, Rick hat Details." Sie schauderte. "Es ist so grässlich. Sie war ein wirklich nettes Mädchen. Und so

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