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Der Tod kommt ungeladen von Hobrok, Marley (eBook)

  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Der Tod kommt ungeladen

Die 48-jährige Melli Marshal arbeitet ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation für alte und/oder kranke Menschen in einem kleinen Ort im Süden von England. Ein alter Mord kommt ans Licht, und gleichzeitig treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Obwohl Mellis Lebenspartner Detective Chief Inspector Tom Badham mit allen diesen Fällen viel zu tun hat, gönnen sie sich eine kleine Auszeit und fahren mit ihren Hunden nach Deutschland ins Alte Land im nördlichen Niedersachsen. Aber auch dort lässt das Verbrechen sie nicht in Ruhe und auch Melli gerät in gefährliche Situationen. Aber ihre Hunde - ihre verlässlichen Partner - kommen ihr immer wieder zu Hilfe. Zu dieser Reihe bereits erschienen: Der Tod zahlt alte Schulden (2017) Die letzte Stunde tötet (2018) Seit ihrer Kindheit hat die Autorin Hunde und Katzen erzogen. Alles was sie über ihre Hündin Arina schreibt, hat sie selbst erlebt - außer dass sie zum Glück nie mit Mördern in Berührung gekommen ist. Ihre Hobbys Schreiben, Krimis lesen und ihre Tierliebe hat sie in ihren Romanen miteinander verbunden. Die Autorin lebt heute mit Hund und Katze im südlichen Niedersachsen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 203
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740753207
    Verlag: TWENTYSIX
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Der Tod kommt ungeladen

Kapitel 3

30. Januar

Sie wurde kurz vor 5.00 Uhr von den Anfangsakkorden von "Smoke on the water" von Deep Purple geweckt. Tom hatte sich dieses Klingelzeichen aus dem Internet heruntergeladen, weil er die normalen Klingeltöne leid war. Er meinte, diese Anfangsakkorde würden niemanden so erschrecken wie ein Klingelton, die Musik sei unverwechselbar, und sie gefiel ihm.

Tom meldete sich murrend und hörte dem Anrufer zu. Er beendete das Gespräch, drehte sich zu Melli, um zu sehen, ob sie auch wach war:

"Eine Frauenleiche ist im Wald in der Nähe der M27 gefunden worden, und zwar ungefähr dort, wo die A36 über die Autobahn führt." Beim Aufstehen stöhnte er:

"Was ist das für 'n blöder Job!"

"Ach du Armer!" tröstete Melli ihn lächelnd, "aber wie sagt schon das Sprichwort: Augen auf bei der Berufswahl!"

"Ja, ja, vielen Dank für dein Messer in meiner Wunde!"

Als er fertig angezogen war, kam er noch mal zu ihr ans Bett und küsste sie zärtlich.

"Schlaf du wenigstens noch ein bisschen weiter. Und wenn du im Bett bist, machst du jedenfalls auch keine Dummheiten!"

"Das ist ja wohl die Höhe! Ich kann doch fast nie was dazu. Sachen passieren eben!"

Tom verließ das Schlafzimmer mit einem Lächeln in ihre Richtung, und sie war allein.

Er hat ja schon ein bisschen recht, dachte sie leicht schuldbewusst. Sie war im letzten Jahr sowohl durch Zufall als auch durch Neugier in einige brenzliche Situationen geraten, aus denen sie sich durch Geistesgegenwart, Mut und mit Hilfe ihrer Hunde befreien konnte. Tom hatte jedes Mal fast einen Anfall wegen seiner Angst um sie bekommen. Aber bis jetzt war immer alles gut gegangen.

Was liegt heute an, überlegte sie, ach ja, Melody hatte sie gestern gebeten, heute gegen zehn oder elf Uhr einen Krankenbesuch bei der bettlägerigen Leah Barfield zu machen. Mrs. Barfield habe darum gebeten, jemanden mit "Verstand und Herz" zu ihr zu schicken, jemanden, mit dem man "vernünftig" reden könne.

"Und da hast du ausgerechnet an mich gedacht, Melody?", hatte Melli erstaunt gelacht. Dr. Melody Silver-Onnington war die Vorsitzende der örtlichen Hilfsorganisation "Every Little Helps", die sich um alte und/oder kranke Mitbürger kümmerte. Außerdem war sie vor ihrem Ruhestand die Hausärztin des gesamten Ortes gewesen und kannte fast jeden Einwohner persönlich.

"Sie hat am Telefon nicht gesagt, um was genau es sich handelt, aber sie meinte, vor ihrem Tod wolle sie noch etwas loswerden."

"Ach herrje! Wäre da nicht ein Priester die bessere Wahl gewesen?"

"So etwas in der Art habe ich auch zu ihr gesagt. Nein, sie wollte niemanden von der Kirche sehen, sondern eine Frau, die mitten im Leben steht, keine Vorurteile hat und nicht dem 'örtlichen Klüngel' angehört. So hat sie sich ausgedrückt. Ich bin meine Helfer-Listen durchgegangen, und du bist die Einzige, auf die das alles zutrifft, Melli."

"Wieso bin ich die Einzige? Es gibt doch bestimmt noch mehr Frauen, die 'mitten im Leben' stehen und so weiter."

"Ja, das stimmt, aber du bist die Einzige, die erst seit ein paar Jahren hier wohnt und nicht hier geboren ist. Da ist die Gefahr wohl nicht so groß, dass du dich vielleicht mal bei irgendjemandem verplapperst. Ich weiß ja auch nicht, worum es geht. Leah tat sehr geheimnisvoll."

Melli war einen Moment sprachlos gewesen.

"Bist du noch da?"

"Entschuldige, Melody, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich will der alten Frau ja gern helfen, aber ich hoffe, dass ich das auch kann und nicht damit überfordert bin. - Also gut, gib mir mal die Adresse, ich fahre morgen um zehn Uhr hier los", hatte Melli dann eingewilligt, obwohl sie die Zusage eher ungern machte.

Die Gedanken an das gestrige Telefonat hatten sie völlig wach gemacht, und so

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