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Der unheimliche Mönch von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Der unheimliche Mönch

Edgar Wallace - Der unheimliche Mönch
'Der unheimliche Mönch' ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. Ein Verbrecher mit einer schwarzen Mönchskutte treibt sein Unwesen ...
Für RUTHeBooks Klassiker lassen wir alte und schon lange vergriffene Werke als eBooks wieder auferstehen. Wir möchten Ihnen diese Bücher nahe bringen, Sie in eine andere Welt entführen. Manchmal geht das einher mit einer für unsere Ohren seltsam klingenden Sprache oder einer anderen Sicht auf die Dinge, so wie das eben zum Zeitpunkt des Verfassens vor 100 oder mehr Jahren "normal" war. Mit einer gehörigen Portion Neugier und einem gewissen Entdeckergeist werden Sie beim Stöbern in unseren RUTHeBooks Klassikern wunderbare Kleinode entdecken. Tauchen Sie mit uns ein in die spannende Welt vergangener Zeiten!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 10.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959230582
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 244kBytes
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Der unheimliche Mönch

Kapitel 1

O'Shea befand sich schon die ganze Nacht über in einer entsetzlichen Stimmung. Aufgeregt ging er auf dem Wiesenabhang auf und ab, sprach halblaut mit sich selbst, gestikulierte mit den Händen, als ob er in einer großen Versammlung redete, und lachte dann nervös über seine eigenen geheimnisvollen Witze. Und als der Morgen graute, war er über den kleinen Lipski hergefallen und hatte ihn mit einem Fausthieb zu Boden geschlagen. Das hatte auch seinen Grund, denn Lipski hatte es gewagt, eine Zigarette gegen jedes Verbot anzustecken. Brutal hatte O'Shea ihn niedergestreckt. Die beiden anderen, die zugegen waren, hatten sich nicht getraut, ihn daran zu hindern.

Joe Connor lag der Länge nach im Grase, kaute an einem Halm und beobachtete den ruhelosen Wanderer mit düsteren Blicken. Auch Marks, der mit untergeschlagenen Beinen neben seinem Kameraden saß, schaute ihm nach, und ein halb spöttisches, halb schlaues Lächeln spielte dabei um seine schmalen Lippen.

"Heute ist er wieder einmal glatt verrückt", sagte Joe Connor leise. "Wenn er diesmal die Sache hinkriegt, ohne dass wir für den Rest unseres Lebens ins Gefängnis wandern, dann haben wir Glück."

Marks feuchtete die trockenen Lippen mit der Zunge an.

"O'Shea ist am glänzendsten, wenn er so verrückt ist", sagte er. Seine Stimme klang kultiviert. Seine Bekannten erzählten sich auch, dass er Theologie studiert hatte, bis er eine leichtere und bequemere Art fand, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, und zu einem der gerissensten und gefährlichsten Verbrecher Englands wurde.

"Trotzdem braucht er seine Kumpane nicht derartig niederzuschlagen, das ist doch Blödsinn. Dieser Lipski stöhnt so infam; kannst du nicht dafür sorgen, dass er das Maul hält?"

Joe Connor erhob sich nicht. Er sah nur zu Lipski hinüber, der auf dem Boden lag und abwechselnd stöhnte und fluchte.

"Der wird schon wieder zu sich kommen", erwiderte Connor gleichgültig. "Je mehr Prügel er kriegt, desto mehr Respekt hat er vor O'Shea."

Er rückte ein wenig näher zu seinem Kameraden heran und fragte leise: "Hast du jemals O'Shea deutlich gesehen? Ich meine, sein Gesicht?"

"Nein, noch nie, und dabei habe ich doch schon dreimal mit ihm zusammengearbeitet. Immer hatte er diesen Mantel an, den er auch heute Abend trägt, den Kragen hochgeschlagen und den breitkrempigen schwarzen Hut tief ins Gesicht gezogen. Ich hätte nie geglaubt, dass es einen derartigen Verbrecher gibt, ich dachte, so etwas könnte man nur auf der Bühne sehen. Das erstemal habe ich von ihm gehört, als er mich rufen ließ, ich traf ihn damals in der St. Alban's Road um zwölf Uhr nachts. Ich habe sein Gesicht niemals zu sehen bekommen, aber er wußte alles von mir und sagte mir, wie oft ich bereits verurteilt worden war. Dann setzte er mir auseinander, wozu er mich brauchte."

"Und vor allem hat er dich gut bezahlt", entgegnete Marks gleichgültig, als Joe eine Pause machte.

"Er zahlt wirklich ausgezeichnet, und er holt sich seine Leute immer auf dieselbe Art und Weise zusammen."

Marks spitzte die Lippen, als ob er pfeifen wollte, dann sah er nachdenklich zu dem ruhelos umherwandernden O'Shea hinüber.

"Ja, er ist verrückt, aber er zahlt gut. Und diesmal wird er noch besser zahlen als sonst!"

Connor sah plötzlich auf. "Zweihundertfünfzig Pfund Belohnung und fünfzig Pfund, um davonzukommen, das nenne ich eine anständige Bezahlung."

"Und ich sage dir, diesmal zahlt er mehr", meinte Marks ruhig. "Die Geschichte, zu der er uns hier braucht, bezahlt sich so gut, dass er es auch kann. Meinst du, ich steure ein Lastauto mit dreitausend Kilo australischen Goldstücken durch die Straßen von London und riskiere, dafür an den Galgen zu kommen, nur für schäbige zweihundertfünfzig Pfund und das bißchen Geld für die Reise? Ich denke nicht daran!"

Er erhob sich und klopfte den Staub von seiner Hose. O'Shea war im A

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