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Der Verehrer Roman von Link, Charlotte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der Verehrer

Spannend, abgründig und überaus raffiniert
Als in einem Waldstück die Leiche einer erst kürzlich ermordeten jungen Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Denn die Frau galt seit sechs Jahren als spurlos verschwunden. Erst der Telefonanruf einer ehemaligen Urlaubsbekanntschaft liefert den ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen ...

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch "Die Betrogene" und zuletzt "Die Entscheidung" eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 23.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641138103
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2253 kBytes
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Der Verehrer

"Wirst du etwa immer noch von deinem eigenartigen Verehrer belagert?" fragte Wolfgang.

Leona überlegte, weshalb er in bezug auf Robert beharrlich den Begriff Verehrer verwandte. Aus seinem Mund klang das wie "Schmeißfliege". Er versuchte offenbar zu verdrängen, daß es sich um eine ernste Beziehung handelte, die von zwei Seiten ausging.

"Robert und ich leben zusammen", sagte sie, "und daran wird sich nichts mehr ändern."

Wolfgang seufzte tief. "Er gefällt mir nicht, Leona."

Leona lachte. "Vielleicht würde mir deine neue Partnerin auch nicht gefallen. Aber ich muß dich deine Entscheidungen selber treffen lassen."

"Und ich dich deine, ich weiß. Ich meine nur ... ach, das ist alles so schwierig am Telefon! Könnten wir uns nicht einmal treffen in den nächsten Tagen? Nur wir beide?"

"Ich habe wirklich furchtbar viel zu tun, Wolfgang. Gerade in dieser Woche, weil ich die nächste im Urlaub bin. Ich muß meinen Schreibtisch leer bekommen bis dahin – wenigstens weitestgehend."

"Seit wann nimmst du im März Urlaub? Das hast du noch nie getan!"

"Robert will mir Ascona zeigen. Wir fahren am Samstag."

"Leona, bitte, laß uns vorher noch reden", drängte Wolfgang. "Es ist mir wirklich wichtig, mit dir zu sprechen!"

Sie kostete ihren Triumph diesmal bewußt aus.

"Wolfgang, leider ist es mir nicht mehr wichtig, mit dir zu sprechen", sagte sie und legte den Hörer auf.
13

Lisa stand eine ganze Weile vor dem grauen Mehrfamilienhaus in der Münchener Innenstadt und trat von einem Fuß auf den anderen, ehe sie wagte, die Klingel neben dem kleinen Türschild mit der Aufschrift "Frederica Hofer" zu betätigen. Vielleicht war Frederica an diesem Samstagnachmittag gar nicht zu Hause. Oder sie wollte später ausgehen, badete oder duschte gerade und würde alles andere als erfreut sein, wenn plötzlich unangemeldeter Besuch aufkreuzte. Aber selbst wenn sie nichts vorhatte, würde sie vermutlich unwillig reagieren. Durch ihr rasches Auflegen am Telefon hatte sie deutlich gezeigt, daß sie in nichts hineingezogen zu werden wünschte.

Aber mehr als hinauswerfen kann sie mich nicht, dachte Lisa.

Über die Auskunft hatte sie Fredericas Telefonnummer und Adresse herausgefunden, und eine Weile hatte sie überlegt, Frederica noch einmal telefonisch um einen Termin zu bitten. Aber dann war sie zu dem Schluß gelangt, daß die Fremde sie weniger leicht abwimmeln konnte, wenn sie schon in der Tür stand.

Es war nicht leicht gewesen, von daheim wegzukommen. Sie hatte eine Nachbarin fast auf Knien anflehen müssen, für ein paar Stunden am Bett des Vaters Wache zu halten. Wer mochte schon gern neben einem Mann sitzen, der im letzten Stadium seiner Krebskrankheit angelangt war?

"Also gut", hatte die Nachbarin schließlich mürrisch versprochen, "ab drei Uhr am Samstag kann ich's für ein paar Stunden machen. Aber keinesfalls länger als bis um acht! Da will ich fernsehen!"

Dennoch war sie dann zurückgezuckt, als sie den zum Skelett abgemagerten Mann an der Schwelle des Todes im Bett liegen sah und den Gestank roch, der von dem zerfressenen Körper ausging.

"Jesus Maria! Der gehört längst in ein Krankenhaus!"

"Da will er aber nicht hin", erklärte Lisa, "und ich respektiere das. Der Arzt war heute mittag da, er hat eine Morphiumspritze bekommen. Er müßte ruhig bleiben."

"Hoffentlich", mu

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