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Der Wintertransfer von Kerr, Philip (eBook)

  • Erschienen: 22.08.2015
  • Verlag: Tropen
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Wintertransfer

Erstmals im Taschenbuch. Ein Grab mitten im Stadion, ein toter Trainer, eine erbarmungslose Jagd. Für Scott Manson, Co-Trainer und Ermittler wider Willen, steht alles auf dem Spiel. Vom internationalen Bestsellerautor Philip Kerr kommt ein Thriller aus der Welt des Profifußballs, bei dem aus der schönsten Nebensache der Welt blutiger Ernst wird. Scott Manson hasst Weihnachten: volle Spielpläne, die Hektik der Transfergeschäfte im Januar und Fußballspieler, die nur Drogen und Partys im Kopf haben. Sein Job als Co-Trainer ist es, die Mannschaft vom Erstligisten London City durch die Feiertage zu navigieren, und keiner macht ihn besser. Aber dann wird sein Boss, die portugiesische Trainerlegende Zarco, ermordet. Scott muss den Täter stellen, schneller als die Polizei und schneller als die Presse. Auf der blutigen Spur des Geldes gerät er immer tiefer in den Strudel von Hinterzimmerdeals und Bestechungen der Liga. Und schließlich heftet er sich dem Clubeigner mit seinen zwielichten Kontakten zur Russenmafia an die Fersen.

Philip Kerr, geboren 1956 in Edinburg, wurde für seine Bestseller "Game over" und "Das Wittgensteinprogramm" mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Kerr ist begeisterter Anhänger von Arsenal London. Er lebt in London.

Produktinformationen

    Größe: 3987kBytes
    Reihe (Teil): Scott Manson .1
    Herausgeber: Tropen
    Übersetzer: Übersetzung: Merz, Axel
    Untertitel: Thriller.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 425
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783608108156
    Erschienen: 22.08.2015
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Der Wintertransfer

KAPITEL 2

Crown of Thorns, Dornenkrone, so nennen die Einheimischen das Stadion von London City am Silvertown Dock im Londoner East End. Maggi Hambling, Künstlerin und Beraterin der verantwortlichen Architekten Bellew & Hammerstein, hat den Namen erfunden. Ich mag ihre Arbeiten sehr und habe ein paar ihrer fantastischen Gemälde vom Meer. Ja, vom Meer. Das klingt bescheuert, ich weiß, aber wenn man sie sieht, kapiert man schon, dass sie etwas Besonderes sind.

Das Stadion ähnelt dem Vogelnest von Peking: Zwei unabhängige Strukturen, die in orangefarbenem Beton gehaltene Schale für die Tribünen (Orange ist unsere Farbe) und ein äußeres Stahlgerüst, das irgendwie an eine Dornenkrone erinnert. Es ist jedenfalls das markanteste Gebäude im Londoner Osten. Der Bau hat fünfhundert Millionen Pfund verschlungen, aber das spielt keine Rolle, weil der Club einem ukrainischen Milliardär gehört, der anscheinend Geld scheißt.

Das Forbes Magazine schätzt, dass Viktor Jewegenowitsch Sokolnikow zwanzig Milliarden Dollar schwer ist. Platz fünfzig der reichsten Menschen der Welt.

Fragen Sie mich nicht, wie dieser Sokolnikow seinen matterhorngroßen Haufen Geld gemacht hat. Ich will es gar nicht wissen. Ich weiß nur, was Sokolnikow mir erzählt hat: Sein Vater arbeitete in einer kleinen ukrainischen Stadt namens Schostka in einer Fabrik, in der fotografischer Film hergestellt wurde. Sokolnikow machte seine erste Million mit dem Handel von Holz und Kohle, und die steckte er wiederum in riskante Geschäfte, die sich ausgezahlt haben.

Keine Ahnung, wie er die Football Association und den Bürgermeister von London überzeugt hat, ihn die Schulden eines Quartetts alter, insolventer Fußballclubs aus dem East End übernehmen zu lassen, um alle vier als London City in der Second Division neu zu starten. Aber Geld, ganze Wagenladungen voll, könnte was damit zu tun gehabt haben.

Sokolnikow hat ein Vermögen ausgegeben, um die Silvertown Docks und die Region Thames Gateway aufzuwerten. Der Club – der nach nur fünf Jahren in die Premier League aufgestiegen ist – ernährt heute mehr als vierhundert Menschen. Ganz zu schweigen von dem Geld, das London City in einen Teil Londons spült, in dem "Investition" früher ein Schimpfwort war.

Außerdem hat Sokolnikow versprochen, dass seine Firma Shostka Solutions AG die neue Thames Gateway Bridge bauen wird. Boris Johnson hatte das Projekt 2008 gekippt, weil die Brücke zu teuer geworden wäre. Sokolnikow muss nur warten, bis die Flaschen von der Labour Party im Planungsausschuss aufwachen und den Kaffee riechen, den er kocht. Wie die Dinge stehen, ruht das Projekt derzeit.

Als ich aus dem Krankenhaus in meine Wohnung in der Manresa Road in Chelsea kam, begrüßte mich Sonja, meine Freundin, schon an der Tür. "Matt ist hier", sagte sie leise.

"Matt?"

"Matt Drennan."

"Oje! Und, was will er?"

"Ich glaube, das weiß er auch nicht. Er ist betrunken und ziemlich durcheinander."

"Na, das ist ja mal eine Überraschung."

"Er ist seit über einer Stunde hier, Scott. Ich hatte Mühe, ihn von der Hausbar fernzuhalten."

"Jede Wette."

Ich küsste sie auf die kühle Wange. Sie mochte Drennan nicht. Ich konnte es ihr nicht übel nehmen – sie hatte den Matt Drennan, den ich von früher kannte, schließlich nie erlebt.

"Scott, er wird aber nicht bleiben, ja? Nicht über Nacht. Er macht mir Angst, wenn er so betrunken ist."

"Er ist harmlos, Engel."

"Nein, ist er nicht, Scott. Er ist ei

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