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Der Zorn des schwarzen Engels Rügen Krimi von Wolgarten, Birgit C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2014
  • Verlag: Prolibris Verlag
eBook (ePUB)
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Der Zorn des schwarzen Engels

Es ist eine sehr schöne Leiche, die in einem stylischen Haus in Binz gefunden wird. Sie trägt ihre besten Kleider, ist auf unzähligen Rosen gebettet und stellt die Mordkommission vor eine schwierige Aufgabe. Das Opfer hat in einer esoterischen Welt gelebt, die den nüchtern denkenden Ermittlern fremd ist. Die Beamten treffen auf Seelenberater, die das tiefste Innere ihrer Mitmenschen besser kennen als diese selbst. Mehr noch, sie behaupten, mit Verstorbenen sprechen zu können. Kontakt zu den Toten hätten die Polizisten auch gern, denn dann würden sie deren Mörder schneller finden. So spötteln sie und suchen weiter nach traditionellen Mordmotiven: Geldgier, Hass, Eifersucht ... Das zwiespältige Verhältnis der Hauptkommissare Katja Sommer und Sven Widahn erschwert die Ermittlungen zusätzlich: Sie fühlen sich zueinander hingezogen und konkurrieren doch um die Leitung des Falls. Und so erkennen sie zu spät die Gefahr, die von einem dieser erleuchteten Paradiesvögel ausgeht.

Birgit C. Wolgarten: Im Jahr 2003 veröffentlichte sie mit "Land der Mädchen" ihr viel gelobtes Krimi-Debüt. Ihre beiden Rügen Krimis "Und es wurde Nacht" und "Der Tod der Königskinder" erschienen in insgesamt 14 Auflagen. "Der Zorn des schwarzen Engels" setzt die erfolgreiche Serie mit den Kommissaren Katja Sommer und Sven Widahn fort. Die Autorin lebt in der Kölner Region. Marie Claire Frey (Pseudonym): Die Welt des Schreibens ist ihr Zuhause. Zusammen mit Birgit C. Wolgarten wagt sie sich erstmals und mit großem Vergnügen in die Welt des Kriminalromans, dem sie seit Langem verbunden ist. Die Autorin lebt am Rand eines großen Naturparks in der Mitte Deutschlands. Birgit C. Wolgarten und Marie Claie Frey arbeiten bereits an einer weiteren Folge der Rügen Krimis mit Katja Sommer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 211
    Erscheinungsdatum: 28.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954750948
    Verlag: Prolibris Verlag
    Größe: 1087 kBytes
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Der Zorn des schwarzen Engels

1

"Stell doch mal einer die Musik ab, so kann kein Mensch arbeiten, verdammt noch mal!" Dr. Ulrich Majonika stand vor der Toten, die auf dem terrakottafarbenen Steinboden lag.

Hauptkommissarin Katja Sommer zog die Augenbrauen hoch. So barsch kannte sie den Rechtsmediziner gar nicht. Sie blinzelte, die Mittagssonne blendete sie.

"Gott, was für ein Szenario. Wer denkt sich so etwas nur aus?"

"Wenn ich das wüsste, säße ich mit demjenigen bereits im Büro und könnte gleich meinen Urlaub antreten." Während Majonika die Halswirbel des vor ihm liegenden Opfers untersuchte, blickte Katja missmutig zum Leiter der KTU, Konrad Vohwinkel, der sich vor die Stereoanlage gehockt hatte. Was kümmerte der sich jetzt darum, die Musik auszustellen? Hatte der nichts Besseres zu tun? "Seid ihr jetzt bald so weit?", blaffte sie ihn an.

Vohwinkel zog die Gummihandschuhe ab. "Sag mal, wieso hast du eigentlich so schlechte Laune? Deine Mutter bringt dir heute deinen Sohn, das ist doch ein Grund zur Freude. Du aber machst ein Gesicht, als würde man dich zur Folter schicken. Was ist los?"

Katja winkte nur ab. Ihre private Situation gehörte nicht hierher. Sie hatten wahrlich andere Probleme, angesichts dieses Szenarios, wie Majonika es genannt hatte.

"Hast du etwas Vergleichbares schon einmal gesehen?", wollte er nun wissen.

"Nein", brummte sie und fuhr sich mit der Hand durch ihr kurzgeschnittenes feuerrotes Haar. Vor ihr lag rücklings eine Frau mit langen braunen Locken in einem Kleid aus Taft, das Oberteil war weiß und enganliegend, der Rock, weit und bis zu den Fußknöcheln reichend, hatte die Farbe Weinrot. Ihre Füße steckten in weißen High Heels. Um sie herum waren unzählige langstielige Baccara-Rosen drapiert. "Das alles hier, das hat schon fast etwas von einem Märchen."

"Das passt", antwortete Majonika, während er vorsichtig mit einem feinen Skalpell unter die gepflegten Fingernägel glitt. "Aber welches Märchenwesen könnte sie darstellen? Schneewittchen oder Dornröschen?"

"Wie war das noch", sagte Konrad Vohwinkel, der zu ihnen getreten war, "so rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee. Ganz klar, Schneewittchen!"

Majonika wickelte die Hand der Toten in eine Folie ein. "Das Rot des Kleides ist zu dunkel für Blut, ihr Haar hat eher die Farbe einer Maus statt der von Ebenholz, und ihr Gesicht ist durch die Strangulierung blau statt weiß. Nicht zu vergessen, dass Schneewittchen in einem Glaskasten lag, aber um diesen Leichnam sind langstielige, stachelige Rosen drapiert. Also doch Dornröschen."

Katja sah, dass Vohwinkel zu einem Gegenargument ansetzen wollte, und unterbrach die beiden Kollegen. "Wenn man die Inszenierung nicht eindeutig einer Märchenfigur zuordnen kann, ist sie entweder nicht gelungen, oder es war gar nicht die Absicht des Mörders, uns ein Märchen zu erzählen. Daran glaube ich eher." Sie sah Vohwinkel an. "Kannst du mir schon etwas zu der Toten sagen?"

"Sie heißt Vera Koch, ist einundvierzig Jahre alt und bewohnt mit ihrem Mann das Haus hier." Er reichte ihr zwei Ausweise. "Sein Name ist Arnold Koch, und er ist Rechtsanwalt in einer Kanzlei in Putbus."

Katja warf einen Blick hinein. "Und wo ist ihr Mann jetzt?"

"Keine Ahnung." Vohwinkel zuckte mit den Schultern. "Der Augenzeu

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