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Des einen Freud von Carter, Alan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.08.2016
  • Verlag: Edition Nautilus
eBook (ePUB)
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Des einen Freud

Verbrechen down under ... Cato Kwong, der chinesische Posterboy der australischen Polizei, ist zurück! Es ist heiß in Westaustralien, und es wird noch heißer: Gordon Wellard, verdächtig des Mordes an einer vermissten 15-Jährigen, scheucht Cato Kwong durch Fremantle. Statt der angeblich vergrabenen Leiche findet Cato jedoch nur einen mit Zimmermannsnägeln gespickten Schweinekadaver. Kurz darauf wird ein Restaurantbesitzer, der kein Schutzgeld mehr zahlen wollte, mit ähnlichen Nägeln im Rücken tot aufgefunden. Der schnell ermittelte Täter kommt offenbar bei einem Buschbrand ums Leben. Doch als Cato kurz darauf entführt und mit einer Nagelpistole bedroht wird, offenbart sich, wie sehr die Polizei selbst bedroht - und verstrickt ist. Zur gleichen Zeit untersucht Catos Kollegin Lara Sumich den Mord an dem Undercover-Cop Santo Rosetti, dem nach einem Blowjob auf der Toilette eines Nachtclubs die Kehle durchgeschnitten wurde. Ihre Ermittlungen werden jedoch manipuliert, und auch Lara selbst wird überfallen ... Wie bereits in Prime Cut spart Carter auch hier nicht an Gesellschaftskritik und schwarzem Humor. Des einen Freud ist ein knallharter, schneller, hintergründiger Krimi über Drogenkrieg, Erpressung, korrupte Kripobeamte und Rache. Alan Carter wurde 1959 in Sunderland, UK, geboren. Er studierte Kommunikationswissenschaft in England, wanderte 1991 nach Australien aus und lebt heute in Fremantle. Er arbeitet als TV-Dokumentarfilmregisseur, ist begeisterter Schwimmer und hat inzwischen drei Romane mit Detective Cato Kwong geschrieben: Prime Cut (2011), Getting Warmer (2013) und Bad Seed (erscheint 2015). Carter tritt im Mai 2015 als Panel Speaker beim Bristol Crime Fest auf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 25.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960540175
    Verlag: Edition Nautilus
    Serie: Cato Kwong Bd.2
    Originaltitel: Getting Warmer
    Größe: 1467 kBytes
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Des einen Freud

2

Freitag, 22. Januar. Vormittag.
Fremantle, Western Australia.

Es stank nach schalem Bier und Alkopops, und der Boden klebte unter ihren Schuhsohlen. Lara Sumich streckte dem Barmanager ihren Dienstausweis hin. Der Mann sah aus, als hätte er nicht viel geschlafen, und die Zähne hatte er sich auch schon länger nicht mehr geputzt.

"Was kann ich für Sie tun, Detective - Senior - Constable?"

Er hieß Luke und hatte seine Frage an ihre Brust gerichtet.

"Der Film aus der Überwachungskamera von gestern Abend. Den möchte ich gern sehen."

Luke wirkte verblüfft. "Kann mich nicht an irgendwelchen Ärger erinnern."

"Ein Mann hat draußen auf der Straße eine Flasche ins Gesicht gekriegt. Er hat ausgesagt, er hätte mit dem Typen, der das gemacht hat, vorher hier drinnen ein bisschen gerangelt."

"Das höre ich zum ersten Mal."

"Vielleicht müssen Sie Ihren internen Kommunikationsprozess optimieren."

"Wie bitte?"

"Ein bisschen mehr mit Ihrem Personal reden." Lara verlor die Geduld. "Was ist jetzt mit dem Film?"

"Das Zauberwort?"

"Wie wär's mit 'Schanklizenz'? Können wir weitermachen?"

Sie gingen hinter die Bar und durch einen vollgestellten Flur in ein Büro. Es war die ganz normal versiffte Variante: Schreibtisch, Stuhl, Papiere, Aschenbecher, Computer und ein Poster mit einer nackten jungen Frau, die in den Farben der Fremantle Dockers bemalt war. Sie hielt einen roten Football, Marke Sherrin. Die beiden Überwachungsmonitore standen auf einem Extratisch. Auf dem einen war ein einziges großes Bild zu sehen, der andere war in Viertel geteilt und zeigte die Aufnahmen von den Kameras über der Tanzfläche, hinter der Bar, im Foyer und über dem Eingang. Auf einem der Bilder ging gerade eine Reinigungskraft mit Wischmop und Eimer über die Tanzfläche, und auf einem anderen suchten Fußgänger in der zunehmenden Hitze draußen den Schatten des Gebäudes.

"Auf CD oder USB-Stick?", fragte Lara.

"Geht beides, was ist Ihnen lieber?"

"CD. Alles, von etwa acht Uhr bis zur Schließung."

"Kein Problem." Luke klickte und tippte eine Weile, dann reichte er ihr zwei CDs. "Viel Spaß damit."

Ein gedämpfter Aufschrei ertönte, und auf dem Überwachungsmonitor war zu sehen, wie die Putzfrau Arme schwenkend über die Tanzfläche gerannt kam. Lara folgte Luke zurück durch den Flur.

"Mister Luke, Mister Luke!"

"Was ist denn jetzt schon wieder?"

"Mister Luke, in der Toilette."

"Worum geht es denn?" Er wandte sich an Lara. "Diese Leute arbeiten für 'n Appel und 'n Ei, aber man kriegt nichts Vernünftiges aus ihnen raus."

Reizend. Lara machte sich nicht die Mühe zu antworten.

"Gehen Sie, Mister, sehen Sie doch, in der Toilette. Bei den Männern."

Diesmal ging Lara voran. Sie winkte den beiden anderen, sie sollten warten, als sie die Tür aufschob. Nachtklub-Toiletten rochen ja meistens ein bisschen streng, aber hier stank es wie in einem Schlachthaus. Alle Kabinentüren standen offen, bis auf eine. Aus dieser Kabine kam Blut, auf den abgetretenen blauen Fliesen davor hatte sich eine dunkle, klebrige Lache gebildet. Lara lugte durch den Spalt unter der Tür und sah Füße in schmuddeligen Sportschuhen. Da sie den Tatort nicht verunreinigen wollte, ging sie in die Nachbarkabine, stellte sich auf die Kloschüssel und schaute über die Trennwand.

Cato Kwong betastete seine Beule. Sie befand sich knapp über dem Haaransatz links von der Schläfe. Auch wenn sie ein bisschen abgeschwollen war, blieb sie doch weiterhin empfind

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