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Des Todes heller Klang: Sara Selkirks zweiter Fall Kriminalroman von Joss, Morag (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Des Todes heller Klang: Sara Selkirks zweiter Fall

Die Musik des Todes ist ebenso zart wie eiskalt ... Der fesselnde Kriminalroman "Des Todes heller Klang" von Morag Joss als eBook bei dotbooks. Berauschend, mitreißend - und dunkel wie der Tod bricht die tosende Ouvertüre über ihre Zuhörer herein ... Die junge Cellistin Sara Selkirk ist begeistert, einen gefeierten Nachwuchskomponisten im beschaulichen Städtchen Bath willkommen zu heißen - und bei der Uraufführung seines neuen Werks mitzuwirken. Die atemberaubende Oper scheint jedoch ein dunkler Vorbote zu sein: Ein Ensemblemitglied kommt auf rätselhafte Weise ums Leben - und bald folgt ein zweiter Toter ... Detective Andrew Poole bittet Sara darum, unter ihren Kollegen vorsichtig Nachforschungen anzustellen. Liegt der Oper etwa ein mörderisches Geheimnis zugrunde ... und wird derjenige, der es entschlüsselt, das nächste Opfer sein? "So gut gestrickt wie Ruth Rendell und psychologisch ausgefeilt wie P. D. James." Bath Chronicle "Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieser musikalischen Autorin!" P. D. James Jetzt als eBook kaufen und genießen: Ein atmosphärischer Brit-Crime-Roman - "Des Todes heller Klang" von Morag Joss, der zweite Fall für Cellistin Sara Selkirk. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Morag Joss wuchs an der Westküste Schottlands auf und studierte an der Londoner Guildhall School of Music. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter als freie Schriftstellerin in der Nähe von Bath im Süden Englands. Dieser mondäne Kurort ist auch Schauplatz ihrer "Sara Selkirk"-Kriminalromane. Für ihren brillanten Spannungsroman "Des Hauses Hüterin" erhielt sie den Silver Dagger Award der Crime Writers' Association. Morag Joss veröffentlichte bei dotbooks ihren preisgekrönten psychologischen Spannungsroman "Des Hauses Hüterin". Außerdem erscheint bei dotbooks in der "Sara Selkirk"-Reihe: "Der Klage dunkles Lied" "Des Todes heller Klang" "Des Grabes stumme Melodie"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 439
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961489879
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2054 kBytes
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Des Todes heller Klang: Sara Selkirks zweiter Fall

KAPITEL 3

Es hat eine gewisse Ordnung, dachte Sara, wenn eine Frau den Abend allein mit einem Drink und den drei B - Bad, Bett und Buch - verbringt. Sie hatte vergessen, oder sich vielmehr gar nicht erst gemerkt, in welchem Stockwerk des Hotels sie sich befand. Möglicherweise besaß sie sogar ein Zimmer mit Aussicht, aber die konnte bis morgen warten. Sie brauchte nicht erst auf die taghell erleuchtete nächtliche Silhouette von New York hinabzublicken, um sich wie ein kleines menschliches Licht zu fühlen, und sie bezweifelte, daß die energiespendende Ausstrahlung der quirligen Metropole die dreifach verglaste Scheibe zu durchdringen vermochte, selbst wenn sie in der Stimmung gewesen wäre, ihre innere Antenne auf Empfang zu stellen. Sie stärkte sich mit einem kräftigen Schluck Whisky. Sie wußte, es ging ihr gut, solange der Fernseher nicht lief. Erst wenn sie ihn einschaltete und einen interaktiven Dialog mit ihm zu führen versuchte, war das ein sicheres Anzeichen dafür, daß sie sich einsam fühlte.

Sie hatte die Nase gestrichen voll von Hotels. Sie hatte es satt, viel zu große Räume zu betreten, hatte es satt, Ma'am genannt zu werden, sich mit strahlendem Lächeln bedanken und jemandem Trinkgeld geben zu müssen, der sich mit ihrem Gepäck abplagte. Vor allem aber hatte sie es satt, nachdem die Tür geschlossen war, wieder mit den furnierten Oberflächen der Möbel allein zu sein, die von tüchtigen Zimmermädchen auf Hochglanz poliert worden waren, und mit dem Teppichboden, in dem die Stille genauso schwer und übermäßig lastete wie in den wallenden Vorhängen und der farblich passenden Tagesdecke auf dem Bett. Es war kurz vor zehn an diesem Montagabend. Sie wartete darauf, daß die Wanne voll war, und dachte an die leere Konzerthalle in Seattle, wo sie am Samstag aufgetreten war.

Die Zuhörer, drei Stunden hinter der New Yorker Zeit zurück, würden sich nun zum Abendessen an den Tisch setzen. Oder sie lasen im Lokalblatt von Seattle die übertriebenen Lobeshymnen auf ihr Konzert und gestatteten sich, anderer Meinung als die Rezensenten zu sein: Manche Leute liebten es, aus Prinzip und mit diebischem Vergnügen, an ihrer Reputation zu kratzen ("Fanden Sie nicht auch, daß es ihrem Beethoven an Esprit mangelte?"). Aber an Beethoven gab es nichts herumzumäkeln, außer daß sie sich während der meisten Passagen hundsmiserabel gefühlt hatte, elend und wie benebelt. Erst später, nach dem erschöpfenden Geplauder, in das wohlmeinende Besucher sie an der Schwelle ihrer Garderobe verstrickt hatten, als sie mit ihrem Cellokasten, ihrem Kleid für das Konzert und der Reisetasche ins Freie zu flüchten versuchte, hatte sie der Müdigkeit und dem Anflug von Verdrossenheit nachgegeben, die sie nun spürte. Sie waren so schrecklich nett gewesen, diese Belagerer, und sie hatte sich mit ein paar auf Programmhefte gekritzelten Autogrammen und Antworten auf die vorhersehbaren Fragen freigekauft.

"Ja, es stimmt, ich fliege morgen nach New York, um mich am Montag mit Herve Enescu zu treffen. Ja, ein neues Werk für Cello, Keyboard und Percussion, der Rest kommt vom Band. O ja, eine große Herausforderung. Ja, eigens für mich komponiert - nein, ich habe ihn in Prag kennengelernt, vor ein paar Wochen. Nur eine kurze Begegnung, aber dieses Mal werden wir uns seine ursprünglichen Konzepte für das neue Stück genauer ansehen. Nein, ich habe noch nicht viele zeitgenössische Werke in meinem Repertoire. Ja, er ist in der Tat genial. Nein, ich werde meine Klassiker nicht aufgeben. Ja, schrecklich spannend. Richtig, danach werde ich nach England zurückkehren. Enescu wird später nachkommen."

Sie war Herve in Prag begegnet, Anfang August, in der dritten Tournee-Woche. Sie hatte mit Robin, ihrem Agenten und Manager, eine geschlagene Stunde an ihrem Tisch im Old Town Square gewartet, bevor er geruhte, zu der Verabredung zum Mittagessen zu erscheinen. Im Schlepptau hatte er eine deutlich jüngere Frau, die viel Bein gez

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