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Die Abenteuerin von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.01.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Die Abenteuerin

Dieser Band ist eine Sammlung von vier Edgar Wallace-Kriminalgeschichten: - Die Abenteuerin - Der betrogene Betrüger - Die Privatsekretärin - Der Herr im dunkelblauen Anzug Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 22.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704497
    Verlag: Nexx
    Größe: 338kBytes
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Die Abenteuerin

2

Der Direktor der Boxley-Frauenklinik nahm seinen Sitz am Kopfende des langen Tisches ein und nickte seinen Kollegen zu, die sich versammelt hatten. Dann machte er eine respektvolle Verbeugung vor Sir John Denham, dem berühmten Chirurgen, der auf eine besondere Einladung hin an der Sitzung teilnahm.

Dr. Parsons, der Direktor, schob ein kleines Päckchen zur Seite, das vor ihm lag, sah einen Augenblick auf die Adresse und stellte fest, dass es an ihn selbst gerichtet war. Allem Anschein nach war es die neue Serumsendung, die er bestellt hatte. Er ließ seine Blicke zur Rechten und zur Linken schweifen und lächelte bitter, als er die düsteren Gesichter seiner Kollegen sah. "Nun, Gentlemen", begann er, "es sieht fast so aus, als ob wir die Boxley-Klinik schließen müssten."

"Steht es so schlecht?" fragte einer der Ärzte bestürzt.

Dr. Parsons nickte, dann fragte er: "Sie hatten wohl auch kein Glück, Sir John?"

Der Chirurg schüttelte den Kopf. "Ich habe alle möglichen Leute in London aufgesucht, die in der Lage wären, uns zu helfen. Es ist furchtbar, dass diese Klinik geschlossen werden muss, aber ich glaube, es gibt keinen anderen Ausweg."

Der Doktor nickte traurig. "Zwei von den vier Häusern habe ich bereits schließen müssen. Wir Ärzte sind schon vierzehn Tage ohne Gehalt, aber das schlimmste ist, dass eine Menge Aufnahmegesuche vorliegen. Vierundachtzig Patientinnen, deren Namen vornotiert sind, konnten wir nicht aufnehmen."

Sir John nickte bedrückt. "Es ist eine sehr ernste Lage, in der wir uns befinden. - Kennen Sie eigentlich Mr. Grandman?"

"Ja, oberflächlich. Er ist mir so weit bekannt, dass ich ihn um Hilfe angehen konnte, aber ich hatte keinen Erfolg. Mr. Grandman wollte nichts davon hören, dass er uns mit einer größeren Summe helfen sollte. Dabei hat er früher tatsächlich einmal eine Stiftung gemacht. Aber ich muss soeben an Lord Claythorpe denken; er ist ein guter Freund von Grandman. Er hat für seine Nichte eine Perlenkette im Wert von fünfzigtausend Pfund als Hochzeitsgeschenk gekauft. Es stand in allen Morgenzeitungen."

"Ich habe es gelesen", erklärte Sir John.

"Manchmal fühlte ich mich wirklich versucht, Einbrecher zu werden", erklärte der Direktor müde. "Man möchte sich fast der 'Quadrat-Jane' anschließen. Die hat doch das kostbare venezianische Armband gestohlen, das der Eigentümer jetzt durch Zeitungsinserate zurückzubekommen trachtet. Sie ist als Detektivin zu Grandman gegangen und hat dort alles ausgeräumt. Sämtliche Schmuckstücke der Gäste scheinen ihr in die Hände gefallen zu sein; dann hat sie sich während der Nacht davongemacht. Unter ihrer Beute befand sich auch dieses kostbare Armband, das früher einmal einem venezianischen Dogen gehört haben soll. Das Stück allein ist schon ein Vermögen wert.

Auf jeden Fall versucht der Eigentümer, es wieder in seinen Besitz zu bringen. Er schreckt vor keinen Kosten zurück."

"Wer ist es denn?"

"Lord Claythorpe. Seine Frau hat dieses prachtvolle Stück getragen. Sie war so eitel, es auf der Gesellschaft bei Grandman zeigen zu müssen. Claythorpe selbst ist ein erfahrener Sammler und soll ganz außer sich gewesen sein, als seine Frau ihm den Verlust mitteilte."

In diesem Augenblick klingelte das Telefon. Dr. Parsons zog den Apparat näher heran und runzelte die Stirn.

"Ich habe den Leuten im Büro doch gesagt, dass ich während der Sitzung für niemanden zu sprechen bin." Er nahm den Hörer ab. "Wer ist denn da?" fragte er ärgerlich.

"Ist dort Doktor Parsons?" erwiderte eine Frauenstimme.

"Ja, ich bin selbst am Apparat."

"Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich heute Morgen Ihren Aufruf gelesen habe."

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