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Die achte Sünde Thriller von Vandenberg, Philipp (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2009
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die achte Sünde

Eine Burg am Rhein, deren Tore sich nur auf den Code 'Apokalypse 20-7' öffnen. Ein geheimnisvolles Stück Stoff, von unschätzbarem Wert für eine geheime Bruderschaft. Ein grausamer Mord in Rom. Der Antiquar Lukas Malberg gerät von einem Tag auf den anderen in ein gefährliches Abenteuer, bei dem nicht nur sein eigenes Leben auf dem Spiel steht. Dabei beginnt alles ganz harmlos: Malberg wollte eigentlich nur die wertvolle Büchersammlung einer verarmten Marchesa erwerben - ein Tipp seiner Schulfreundin Marlene, die mittlerweile in Rom wohnt. Als die schöne Marlene nicht zum vereinbarten Treffen erscheint, geht Malberg zu ihrer Wohnung und erlebt eine grauenvolle Überraschung: Die Wohnungstür ist angelehnt, Marlene liegt in der Badewanne - tot. Auf dem Schreibtisch ein aufgeschlagenes Notizbuch mit rätselhaften lateinischen Eintragungen. Im Gegensatz zur Polizei glaubt Malberg nicht an Selbstmord ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 462
    Erscheinungsdatum: 17.03.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838700151
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2086 kBytes
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Die achte Sünde

Kapitel 1

Alberto, der Fahrer des Kardinals, drückte das Gaspedal des kleinen Fiat so tief durch, dass der Motor aufheulte wie ein gequältes Tier.
Kardinal Gonzaga saß aufrecht und steif wie eine ägyptische Statue auf dem Rücksitz. Mit belegter Stimme krächzte er: "Wir müssen vor Tagesanbruch am Ziel sein!"

"Ich weiß, Excellenza!" Alberto blickte auf die Uhr, die grün auf dem Armaturenbrett leuchtete: zweiundzwanzig Uhr zehn.

Schließlich erwachte der Beifahrer neben Alberto aus seinem Schweigen. Seit sie kurz hinter Florenz auf der Autostrada A 1 in Richtung Bologna eingebogen waren, hatte der Monsignore kein Wort von sich gegeben. Monsignor Soffici, der Privatsekretär des Kardinals, war gewiss kein großer Schweiger. Doch in dieser Situation schnürte ihm die Aufregung die Kehle zu.

Soffici räusperte sich gekünstelt. Dann meinte er, während er den Blick nicht von den Rücklichtern eines vorausfahrenden Wagens ließ: "Es ist keinem damit gedient, wenn wir im Straßengraben landen, Ihnen nicht und der heiligen Mutter Kirche schon gar nicht - wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, Excellenza!"

"Ach was!", zischte Gonzaga unwillig und wischte sich mit dem Ärmel seines schwarzen Jacketts über den schweißnassen Kahlkopf. Die Hitze der schwülen Augustnacht machte ihm zu schaffen.

Alberto beobachtete ihn im Rückspiegel.

"Es war Ihre Idee, Excellenza, die Sache mit meinem Privatwagen durchzuführen. Ihr Dienstwagen hätte eine Klimaanlage, und das wäre in Ihrer Situation gewiss von Vorteil."

"Das brauchen Sie mir nicht zu sagen", herrschte Gonzaga den Chauffeur an.

Jetzt mischte sich auch der Monsignore ein: "Ja, eine schwarze Limousine mit Vatikan-Kennzeichen! Am besten noch eine Polizeieskorte mit Blaulicht und die Ankündigung in den Nachrichten: Heute Nacht transportiert auf der Autostrada von Florenz nach Bologna Seine Excellenz Kurienkardinal Philippo Gonzaga ..."

"Schweigen Sie!", unterbrach der Kardinal den Redefluss seines Sekretärs. "Kein Wort mehr. Ich habe mich nicht beklagt. Wir haben uns entschieden, dass es am unverfänglichsten ist, wenn drei Männer bei Nacht in einem unscheinbaren Fiat von Rom in Richtung Brenner fahren. Basta ."

"War nur gut gemeint, Excellenza", entschuldigte sich Alberto. Dann fielen die drei Männer erneut in angespanntes Schweigen.

Alberto hielt die Geschwindigkeit des Wagens konstant bei hundertsechzig Stundenkilometern. Der Kardinal auf dem Rücksitz starrte angestrengt durch die Windschutzscheibe nach vorne, wo die abgeblendeten Scheinwerfer sich mühsam einen Weg bahnten.

Soffici, ein drahtiger Vierziger mit Bürstenhaarschnitt und einer Brille mit Goldrand, bewegte in kurzen Abständen die Lippen, als ob er betete. Dabei verursachte er ein Geräusch wie ein tropfender Wasserhahn.

"Können Sie Ihre Gebete nicht stumm verrichten?", sagte der Kardinal genervt. Devot wie ein gemaßregeltes Kind stellte der Monsignore seine Lippenbewegungen ein.

Hinter Modena, wo die A 1 weiter nach Westen, in Richtung Milano, führt, und die A 22 nach Norden abzweigt, wurde das Dröhnen des Motors von Händels Halleluja unterbrochen. Die Melodie kam aus der Innentasche von Sofficis Sakko. Nervös fingerte der Sekretär sein Mobiltelefon hervor und blickte auf das Display. Mit einer Verrenkung reichte er das kleine Gerät nach hinten: "Für Sie, Excellenza!"

Gonzaga, mit seinen Gedanken ganz woanders, streckte die Linke aus, ohne seinen Sekretär anzusehen: "Geben Sie her!" Schlie&

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