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Die Agentin - Sammelband #1: Fünf Thriller in einem Band von Morland, A. F. (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Die Agentin - Sammelband #1: Fünf Thriller in einem Band

Die Agentin - Sammelband 1: Fünf Thriller in einem Band Heiße Fälle im Kalten Krieg Der Umfang dieses Buchs entspricht 605 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält folgende fünf Thriller: A. F. Morland: Totengeschäft A. F. Morland: Das gab ihr den Rest A. F. Morland: Durch die Hintertür A. F. Morland: Ein heißes Eisen A. F. Morland: Guten Rutsch ins Fiasko Natalia besitzt den Körper einer Venus, die Geschmeidigkeit eines Panthers und Augen wie funkelnde Diamanten. Sie fesselt die Blicke der Männer und hasst Flecken auf weißen Westen. Ihre Rolle als Callgirl ist nur eine der vielen, die sie spielt, um ihre wahre Identität zu verschleiern. Denn in Wirklichkeit ist Natalia eine der erfolgreichsten Agentinnen, die diesen Job auf unserer Erde ausüben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 600
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738911800
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 790 kBytes
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Die Agentin - Sammelband #1: Fünf Thriller in einem Band

2

Wenn man Lieutenant Breck Marvin halbiert hätte, hätte man immer noch zwei übergewichtige Männer zusammengebracht. Der Leiter der Mordkommission bestand größtenteils aus Fett und Schweiß. Er roch nach Tabak und Knoblauch, hatte ein mächtiges Doppelkinn und kleine tiefliegende Eiswürfelaugen, die die Welt stets misstrauisch musterten. Er war selten gut gelaunt. Zumeist mochte er sich selbst nicht, die anderen noch viel weniger. Was seine Arbeitsmoral anging, so hatten ihm seine Vorgesetzten keinerlei Unbotmäßigkeiten vorzuwerfen. Sie konnten mit ihm zufrieden sein. Trotzdem war er im Police Headquarters eher ein Außenseiter, den niemand zum Skat einlud, mit dem niemand privaten Kontakt suchte.

Er wiegte den Kopf, und seine Ohren verschwanden dabei abwechselnd beinahe in dem dicken Schwamm, der sich da bildete, wohin sich der Kopf neigte.

Seine Männer verrichteten nebenan den üblichen Kleinkram: Suche nach Fingerabdrücken, nach Stofffasern, nach Staubkörnchen, die einen Hinweis auf den Täter geben konnten. Der Polizeifotograf schoss seine Bilder. Der Polizeiarzt untersuchte die Tote.

Lieutenant Marvin stand breit und behäbig vor einer knochendürren Frau. Sie hockte in sich zusammengesunken in einem rosa Plüschsessel und drehte nervös die Daumen.

»Hat Sie ganz schön hergenommen, die Geschichte, wie?«, brummte Marvin.

»Kann man wohl behaupten, Lieutenant«, sagte die dürre Lady. Sie hatte brandrotes Haar, ein Pferdegebiss und so viel Busen wie ein unterernährtes zwölfjähriges Mädchen. Sie hieß Brenda Berger und wohnte in der Wohnung gegenüber.

»Sie sagten, Sie hörten Lärm in der Wohnung.«

»Ja, stimmt.«

»Poltern und Schreien?«

»Ja, Lieutenant.«

»Sie waren auf dem Korridor draußen?«

»Ja, Lieutenant. Ich kam gerade nach Hause, vom Kino. Da gibt es einen Film mit Charles Bronson ...«

»Ich will mich mit Ihnen nicht über Filme unterhalten!«, schnarrte der Lieutenant unhöflich.

»Ich dachte, das würde Sie auch interessieren«, erwiderte die knöcherne Frau kleinlaut.

»Überhaupt nicht!«, knurrte Marvin. »Mich interessiert nur, was unmittelbar mit dem Mord an Jeannie Poll zu tun hat, verstehen Sie?«

»Sie war Callgirl. Habe ich das schon erwähnt?«

»Fünfmal schon.«

»Ach so.«

»Sie hielten nicht viel von ihr, wie?«

»Hören Sie mal, Lieutenant, was soll man von so einer Person denn schon halten? Sie war recht fleißig, emsig wie eine Biene war die. Die Männer gaben sich den Türknauf in die Hand. Jeannie Poll betrieb einträgliche Geschäfte.«

»Wie war sie zu den Nachbarn?«

»Freundlich, hilfsbereit. Direkt harmlos wirkte sie, wenn man ihr im Lift begegnete. Aber so wirken die doch alle. Was sie treiben, wie sie sich ihr Geld verdienen, steht ihnen ja nicht im Gesicht geschrieben. Nicht, solange sie noch so jung sind wie Jeannie Poll.«

»Wie alt war sie?«

»Neunzehn. Aber die hat auf ihre Art mehr Geld verdient, als ich mit ehrlicher Arbeit jemals verdienen werde.«

»Sie mochten Jeannie Poll nicht, wie?«, fragte der dicke Lieutenant und steckte sich eine Zigarre an. Er blies den Rauch zur Decke und wartete auf Brenda Bergers Antwort.

»Nun ja, sie war mir nicht unsympathisch«, erwiderte die dürre Nachbarin ausweichend. »Aber ich habe mich bemüht, ihr möglichst aus dem Weg zu gehen. Man gerät sehr leicht in Verruf, wenn man sich mit einer solchen Person öfter abgibt.«

Nebenan polterte es.

Die Männer mit dem Zinksarg waren eingetroffen. Sie holten Jeannie Poll. Stimmen wurden laut. Es hörte sich nach einem Wortwechsel an.

»Entschuldigen Sie mich einen Augenblick, Miss Berger«, sagte Lieutenant Marvin. Dann watschelte er auf die geschlossene Tür zu und riss sie verärgert auf.

»Was ist das für ein Lärm da?«, bellte Breck Marvin.

Sein Sergeant wandte ihm das hochrote Gesicht zu.

»Tut mir leid, Lieutenant ...«

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