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Die Attentäterin Agententhriller von Silva, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Die Attentäterin

Ein verheerender Bombenanschlag des IS im Pariser Marais-Viertel zwingt Gabriel Allon ein letztes Mal ins Feld: Anstatt seinen Posten als Chef des israelischen Geheimdienstes anzutreten, hilft der legendäre Agent den französischen Behörden, den Drahtzieher des blutigen Terroraktes zu suchen. Außer dessen Namen - Saladin - weiß man nichts über ihn. Allon sieht die einzige Möglichkeit an ihn heranzukommen darin, jemanden in das Terrornetzwerk des IS einzuschleusen. Eine junge Ärztin scheint die perfekte Rekrutin für das gefährliche Unterfangen zu sein ... ''Die Attentäterin' zeigt Daniel Silva in gewohnter Form. 80 kurze Kapitel voll überraschender Wendungen und rasanter Action bieten spannende Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite.' dpa 'Realistischer und aktueller geht es nicht.' Landeszeitung für die Lüneburger Heide 'Routiniert entwickelt der Bestsellerautor realistische Figuren, deren radikale Denkmuster er glaubhaft wie hautnah vermitteln kann, und steigert die Spannung bis zum dramatischen Finale. Da bleibt nur zu hoffen, dass seine fiktionale Terrorszenarien niemals Realität werden und verdammt gute Unterhaltungsliteratur bleiben.' Kulturnews 'Mich hat sowohl das Personal überzeugt als auch die Handlung. Alle Figuren sind für mich stimmig, sie interagieren überzeugend und haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Genauso die Handlung, die zwar mutig ist, aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass sie (fast) genau so real passieren kann.' Krimimimi 'Von den tatsächlichen Ereignissen beim Schreiben überholt, zeigt der US-Amerikaner einmal mehr, wie nahe er in seinen Büchern der Wirklichkeit kommt. Packend spiegelt 'Die Attentäterin' die komplexen Welten von Geheimdiensten, Spionen und einem global agierenden Terrornetzwerk wider und zeichnet sich dabei neben fundierter Recherche durch facettenreiche Figuren aus, die die Motive aller Charaktere nachvollziehbar machen.' Krimi-Tipp 'Personen, Dialoge und Handlungen wirken komplett authentisch - und das ist man von Daniel Silva so gewohnt. Auf manchen Büchern steht nur Thriller drauf - hier ist Spannung auch wirklich drin.' Krimi-Couch.de 'Daniel Silva bestätigt seinen Ruf als einer der führenden Autoren von Agententhrillern. Die Seiten blättern sich, wie von selbst.' - New York Journal of Books 'Ein literarisches Pulverfass' - The Huffington Post Daniel Silva ist der preisgekrönte New-York-Times-Bestsellerautor von Double Cross - Falsches Spiel, Der Maler, Der Botschafter, Der Auftraggeber, Der Engländer, Die Loge, Der Zeuge, Der Schläfer, Das Terrornetz, Gotteskrieger, Das Moskau-Komplott, Der Oligarch, Die Rembrandt-Affäre, Der Hintermann, Das Attentat, Das englische Mädchen und Der Raub. Seine Bücher erscheinen in über 30 Ländern und sind weltweit Bestseller. Er ist in den United States Holocaust Memorial Council berufen worden und lebt mit seiner Frau Jamie Gangel und ihren beiden Kindern Lily und Nicholas in Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 09.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676564
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 720 kBytes
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Die Attentäterin

1

LE MARAIS, PARIS

Es war Toulouse, das sich als Hannah Weinbergs Verderben erweisen sollte. An jenem Abend telefonierte sie mit Alain Lambert, ihrem Verbindungsmann im Innenministerium, und erklärte ihm, diesmal müsse unbedingt etwas getan werden. Alain versprach eine rasche Reaktion. Sie würde entschlossen ausfallen, versicherte er Hannah, wobei "entschlossen" die Standardformel eines Funktionärs war, der in Wirklichkeit nichts zu tun beabsichtigte. Am Morgen danach besuchte der Minister den Ort des Überfalls und rief mit vagen Worten zu "Dialog und Aussöhnung" auf. Den Eltern der drei Opfer sprach er lediglich sein Bedauern aus. "Wir wollen besser werden", sagte er vor seiner Rückkehr nach Paris. "Das müssen wir."

Sie waren zwölf Jahre alt, die Opfer, zwei Jungen und ein Mädchen, alle drei Juden, obwohl die französischen Medien es in den ersten Berichten versäumten, ihre Konfession zu erwähnen. Sie machten sich auch nicht die Mühe, darauf hinzuweisen, dass die sechs Angreifer Muslime waren, sondern bezeichneten sie nur als Jugendliche aus einer Banlieue im Osten der Stadt. Die Schilderung des Überfalls war vage bis zur Ungenauigkeit. Wie der französische Rundfunk meldete, sei es vor einer Patisserie zu einer Auseinandersetzung gekommen. Dabei seien drei Personen verletzt worden, eine davon schwer. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen. Festnahmen habe es keine gegeben.

Tatsächlich war dies keine Auseinandersetzung, sondern ein sorgfältig geplanter Überfall gewesen. Und die Angreifer waren keine Jugendlichen, sondern junge Männer Anfang zwanzig, die auf der Suche nach Juden, denen sie etwas antun konnten, in die Innenstadt von Toulouse gekommen waren. Dass ihre Opfer Kinder waren, schien sie nicht zu stören. Die beiden Jungen wurden mit Füßen getreten, bespuckt und anschließend blutig geschlagen. Das Mädchen drückten sie aufs Pflaster und zerschnitten ihm das Gesicht mit einem Messer. Bevor die Angreifer flüchteten, wandten sie sich an eine Gruppe wie gelähmt dastehender Augenzeugen und riefen: "Chaibar, Chaibar, ja-Jahud!" Obwohl die Zuschauer das nicht wussten, bezog der arabische Ruf sich auf die muslimische Eroberung einer jüdischen Oase nördlich der heiligen Stadt Medina im siebten Jahrhundert. Die Botschaft war eindeutig. Die Heerscharen Mohammeds, riefen die sechs jungen Männer, zögen in den Krieg gegen die französischen Juden.

Bedauerlicherweise ereignete der Überfall in Toulouse sich nicht ohne Präzedenzfälle oder reichliche Vorwarnung. Frankreich erlebte gegenwärtig die schlimmsten Ausschreitungen gegen Juden seit dem Holocaust. Auf Synagogen waren Brandanschläge verübt, Grabsteine waren umgeworfen, Läden geplündert, Häuser verwüstet und mit Hassparolen besprüht worden. Allein im Vorjahr hatte es insgesamt über viertausend dokumentierte Anschläge gegeben, die Hannah und ihr Team im Isaac-Weinberg-Zentrum für das Studium des Antisemitismus in Frankreich sorgfältig aufgezeichnet und analysiert hatten.

Das nach Hannahs Großvater benannte Zentrum war vor zehn Jahren unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen eröffnet worden. Gegenwärtig war es die angesehenste französische Einrichtung dieser Art, und Hannah Weinberg galt als bedeutendste Chronistin der neuen antisemitischen Welle in Frankreich. Für ihre Unterstützer war sie eine "militante Mahnerin", eine Frau, die vor nichts haltmachte, wenn es darum ging, Frankreich anzutreiben, seine belagerte jüdische Minderheit zu schützen. Ihre Kritiker drückten sich weit weniger wohlwollend aus. Deshalb hatte Hannah längst aufgehört, alles zu lesen, was in der Presse oder den Kloaken des Internets über sie geschrieben wurde.

Das Weinberg-Zentrum stand in der Rue des Rosiers, der prominentesten Straße im bekanntesten jüdischen Viertel von Paris. Hannahs Wohnung lag gleich um die Ecke in der Rue Pavée. Auf dem Namensschild neben ihrem Klingelknopf stand MME. BERTRAND, eine der wenigen Sicherheitsvo

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