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Die blaue Hand von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Die blaue Hand

Edgar Wallace - Die blaue Hand
'Die blaue Hand' ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. Jemand schleicht sich in der Nacht in das Zimmer von Eunice Weldon und hinterlässt Ihr eine eindeutige Botschaft mit einem blauen Händeabdruck ...
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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 01.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959230872
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 381kBytes
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Die blaue Hand

Kapitel 1

Mr. Septimus Salter drückte schon zum dritten Male die Klingel auf seinem Tisch und brummte unzufrieden.

Er war ein gesetzter, älterer Herr mit großem, rotem Gesicht und weißen Koteletten und glich mehr einem wohlhabenden Landwirt als einem erfolgreichen Rechtsanwalt. Es gab keinen gescheiteren und tüchtigeren Rechtsanwalt in London, aber in seiner Kleidung und seinem Äußeren blieb er der Zeit treu, in der er jung gewesen war.

Er drückte ungeduldig noch einmal auf den Knopf.

"Verdammter Kerl", murmelte er vor sich hin, erhob sich und ging in den kleinen Raum seines Sekretärs.

Er hatte eigentlich erwartet, das Zimmer leer zu finden, aber er irrte sich. Seitwärts von dem alten, tinten beklecksten Tisch stand ein Stuhl, auf dem ein junger Mann kniete. Er hatte die Ellbogen auf den Tisch gestützt und war in das Studium eines Schriftstückes vertieft.

"Steele", sagte Mr. Salter scharf. Der junge Mann schnellte auf und sprang auf die Füße.

Er war groß und hatte breite Schultern, aber trotzdem waren seine Bewegungen geschmeidig und biegsam. Sein gebräuntes Gesicht erzählte von Tagen, die er draußen im Freien verbracht hatte. Eine gerade Nase, ein fester Mund und ein hartes Kinn gaben ihm das charakteristische Aussehen eines früheren Offiziers.

Nun war er etwas verwirrt und erinnerte eher an einen bei einer Unaufmerksamkeit ertappten Schüler als an einen schneidigen Offizier, der das Viktoriakreuz erhalten und in hartem Luftkampf zwanzig feindliche Flugzeuge heruntergeholt hatte.

"Sie sind wirklich zu unaufmerksam, Steele. Ich habe nun viermal vergeblich nach Ihnen geklingelt", sagte Mr. Salter vorwurfsvoll.

"Es tut mir furchtbar leid", entschuldigte sich Jim Steele und sah Mr. Salter mit dem Lächeln an, dem er nicht widerstehen konnte.

"Was machen Sie denn hier?" brummte der Rechtsanwalt und besah sich die Dokumente, die auf dem Tisch lagen. "Haben Sie immer noch nicht genug von dem Fall Danton?" fragte er seufzend.

"Nein, noch nicht", war die gelassene Antwort. "Ich habe das Gefühl, dass Lady Mary Danton gefunden werden kann. Und wenn man sie erst gefunden hat, wird sich auch ihr damaliges plötzliches Verschwinden befriedigend aufklären lassen. Dann würde jemand sehr außer Fassung geraten ..." Er hielt plötzlich inne, aus Furcht, eine Indiskretion zu begehen.

Mr. Salter sah ihn scharf an.

"Sie mögen Mr. Groat nicht?" fragte er.

Jim lachte. "Es ist ja nicht meine Sache, ihn sympathisch oder unsympathisch zu finden. Persönlich kann ich solche Leute nicht leiden. Als einzige Entschuldigung für einen Mann von dreißig Jahren, der nicht im Felde war, kann ich nur gelten lassen, dass er zu der Zeit tot war."

"Er hatte doch ein schwaches Herz", meinte Mr. Salter, aber er sprach ohne große Überzeugung.

"Das wird schon stimmen", entgegnete Jim ironisch.

Mr. Salter sah wieder auf die Papiere, die auf dem Tisch umher lagen.

"Legen Sie das ruhig weg, Steele. Sie. werden doch keinen Erfolg damit haben, wenn Sie eine Frau suchen wollen, die verschwand, als Sie noch ein Junge von fünf Jahren waren."

"Ich möchte ...", begann Steele, zögerte dann aber. "Sie haben recht, es ist nicht meine Sache", sagte er lächelnd. "Ich habe kein Recht, Sie zu fragen, aber ich möchte gern mehr Einzelheiten über das Verschwinden jener Frau hören, wenn Sie einmal freie Zeit hätten und dazu aufgelegt wären. Ich hatte früher niemals den Mut, Sie direkt zu fragen, wie verschwand sie denn eigentlich?"

Mr. Salter runzelte erst die Stirn, dann hellten sich seine Gesichtszüge wieder auf.

"Steele, Sie sind der schlechteste Sekretär, den ich jemals hatte", sagte er. "Und wenn ich nicht Ihr Patenonkel wäre und mich moralisch verpflichtet fühlte, Ihnen zu helfen, würde ich Ihnen einen kleinen, höflichen Brief schreiben, dass Ihre Dienste ab Ende dieser Woche nicht mehr benö

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