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Die Brigade des Falken Thriller von Wattenwyl, Dani von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2014
  • Verlag: Friedrich Reinhardt Verlag
eBook (ePUB)
10,99 €
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Die Brigade des Falken

Denis Benz bekommt es unfreiwillig mit einer der gefährlichsten islamistischen Terroristengruppen der Welt zu tun. Die pakistanische Gruppe mit dem Namen "Reiner Glauben" will ein Computerprogramm an sich bringen, das der Schweizer Geheimdienst entwickelt hat, um Terroristen auszuspionieren. Der Kopf der Organisation mit dem Decknamen Falke schickt eine Truppe von Extremisten nach Europa, um das gesamte Informationssystem auszuschalten. Nach dreijähriger Ausbildung zum Agenten kehrt Denis Benz als Frischling zur Spezialabteilung PRIOS zurück und wird, ohne sein Zutun, gleich zum Spielball des internationalen Terrorismus. PRIOS hat ein Computerprogramm entwickelt, das codierte Nachrichten der Terroristen entschlüsseln kann, und dadurch gerät die neutrale Schweiz plötzlich ins Visier des internationalen Terrorismus. Die Gruppe "Reiner Glauben" will das Programm zerstören. PRIOS sieht in Denis Benz die einzige Chance, an die Hintermänner dieser gefährlichen Organisation zu kommen. Dani von Wattenwyl lebt und arbeitet als TV-Journalist, Schauspieler und Autor in Basel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 523
    Erscheinungsdatum: 23.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783724520344
    Verlag: Friedrich Reinhardt Verlag
    Serie: Denis Benz 2
    Größe: 1307 kBytes
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Die Brigade des Falken

Kapitel 1: Schweiz, Bern, Donnerstag, 2. Juli, 03:23

Denis Benz riss mitten in der Nacht erschrocken die Augen auf. Er wusste nicht, ob er träumte oder schon wach war. Sein Puls raste. Panisch schaute er sich in seinem Schlafzimmer um, doch es war so dunkel, dass er nichts erkennen konnte. Er traute sich kaum zu atmen. Da ist doch jemand in meinem Schlafzimmer! Er versuchte, sich wieder zu beruhigen, doch er wurde das Gefühl nicht los, dass er nicht alleine war. Er schwitzte. Eigentlich hätte er nur zum Nachttisch hinübergreifen und das Licht einschalten müssen, aber aus unerklärlichen Gründen traute sich Denis nicht. Er schloss wieder die Augen und versuchte das anzuwenden, was er in der Agentenausbildung gelernt hatte: ruhig atmen, jegliche Panik vermeiden, den Puls senken und rational vorausplanen.

Nachdem Denis durch Zufall vor drei Jahren zum Schweizer Geheimdienst, kurz NDCH, gestossen war und durch seine Hilfe einer der grössten Drogenskandale der Geschichte aufgedeckt worden war, bot man ihm an, ihn zum Agenten auszubilden und ihn in die Spezialabteilung PRIOS aufzunehmen. PRIOS ist eine Eliteabteilung des Geheimdienstes und direkt dem Bundesrat unterstellt. Jeder Agent des Landes wollte in diese Abteilung. Denis nahm das Angebot an und liess sich drei Jahre lang ausbilden. Natürlich wurde seine Berufung in die Abteilung PRIOS von seinen Kollegen mit einer gewissen Portion Argwohn und Neid gesehen. Doch aufgrund seiner Verdienste aus der Vergangenheit und weil er bis in die politische Spitze des Landes viel Anerkennung dafür bekommen hatte, hütete man sich, die Kritik laut auszusprechen.

Die Ausbildung zum Agenten war das Härteste, was Denis je in seinem Leben gemacht hatte. Nicht nur physisch wurde er bis an seine Leistungsgrenze gebracht, auch psychisch. Jeden Tag standen sportliche Aktivitäten, Ausbildung an verschiedensten Waffen, Selbstverteidigung, Politologie, internationales Recht, psychologische Seminare und vieles mehr auf dem Ausbildungsplan. Neun Anwärter waren in seinem Jahrgang gestartet, gerade mal drei hielten der enormen Belastung bis zum Schluss stand und schlossen ab. Denis war einer der drei, zwar nicht mit dem besten Resultat, aber er schloss ab. Er wusste natürlich, dass er es ohne die Hilfe seines Vaters, der in den Achtzigerjahren Chef des Schweizer Geheimdienstes gewesen war, nicht geschafft hätte. Auch sein bester Freund, Pascal Weber, ebenfalls ein PRIOS-Agent, war ihm eine wichtige Stütze gewesen. Die beiden gaben ihm immer wieder entscheidende Tipps, wie er bestimmte Situationen während der Ausbildung bewältigen konnte. Trotzdem, die Leistung musste er alleine bringen, was ihm auch gelang. Darauf war Denis sehr stolz. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er das Gefühl, etwas wirklich Grosses geleistet zu haben.

Versuche, deinen Puls zu senken, indem du ruhig atmest. Vermeide jegliche Panik. Denk an die Röhre!

Die Röhre war eine gefürchtete Übung in der Ausbildung: Die angehenden Agenten wurden mit einem Atemgerät in eine Metallröhre gezwängt, die gerade gross genug war, dass man mit angezogenen Schultern darin Platz fand. Nachdem sich pro Röhre drei Kandidaten hintereinander liegend hineingezwängt hatten, wurde sie verschlossen und mit Wasser geflutet. Die Herausforderung war, in absoluter Dunkelheit und Enge den richtigen Moment zu finden, das Atemgerät zu benutzen, denn es bot nur Sauerstoff für acht Minuten. Die Übung dauerte aber zehn Minuten. Da ein panischer Mensch mehr Sauerstoff verbraucht und das Zeitgefühl verliert, war man also gezwungen, ruhig zu bleiben. Denis' Mitstreiter schafften es nicht und drückten den Panikknopf. Er aber hielt die ganzen zehn Minuten durch. Er entschied sich damals, eine Minute, bevor er das Atemgerät benutzte, und eine Minute, nachdem der Sauerstoff ausgegangen war, die Luft anzuhalten. Es war die richtige Taktik./s

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