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Die Dornen des Bösen Thriller von Korten, Astrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Die Dornen des Bösen

Ein außergewöhnlicher Protagonist, ein tödliches Spiel, eine atemberaubende Story - von Bestseller-Autorin Astrid Korten Auf der Suche nach seiner Ehefrau erhält der freiberufliche Profiler Ibsen Bach in Edinburgh einen Anruf aus dem Kreml. In Moskau engagiert ihn General Sorokin, die Mörder seiner Tochter Leonela zu finden. Überzeugt, dass die junge Bloggerin in Gefahr ist, aber noch lebt, akzeptiert Ibsen den Auftrag, da Leonela ihm einst das Leben gerettet hat. Mit Pola Kamorow, seiner verstörenden Partnerin, leitet er die Ermittlungen ein. Beide erkennen jedoch bald, dass die Gründe für Leonelas Verschwinden weitaus komplizierter und gefährlicher sind, als sie zunächst vermutet haben und auch mit der jüngsten Welle unerklärlicher Morde und Selbstmorde in Verbindung gebracht werden kann, die Moskau und Großbritannien erschüttern. Gejagt von den Visionen eines kleinen, gesichtslosen Jungen und einem Inferno, aus dem die Dornen des Bösen brechen, gerät Ibsen ins Zentrum eines Verbrechens, das ihn bis zu den Toren des Wahnsinns führt... Das geschriebene Wort begleitet Astrid Korten seit ihrer Kindheit. Die in den Niederlanden geborene Autorin schrieb mit 13 Jahren bereits ihre erste Kriminalgeschichte. Doch bevor es zu Veröffentlichungen kam, studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Universität Maastricht. Nach dem Verkauf ihres Pharmaunternehmens machte sie das Schreiben zum Beruf. Ihr Debütroman 'Eiskalte Umarmung' avancierte sofort zum Platz 1-Bestseller. Seitdem folgten weitere spannende, erfolgreiche Thriller und Romane in mehreren Sprachen sowie mehrere Drehbücher. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Essen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492986755
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 6313 kBytes
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Die Dornen des Bösen

Kapitel 2

Schottland, Edinburgh, 4. Juli 2019

Vorzeichen

Emily Duncan deckt zwei der vier vor ihr liegenden Tarotkarten auf. Ein Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus und enthüllt die makellosen, weißen Zähne der attraktiven rothaarigen Wahrsagerin. Entzückt hebt sie den Zeigefinger, das schwere Perlenarmband klirrt an ihrem Handgelenk.

"Das ist eine interessante Kombination, die ich hier vor mir habe: Der Magier und das Glücksrad." Sie schmunzelt. "Übrigens nennen meine Kunden mich Emily, Herr Bach."

Ich nicke und vertreibe mit dem Handrücken den Rauch, der aus einem auf dem Tisch stehenden Räuchergefäß entweicht. Nun habe ich eine bessere Sicht auf die Karten.

"Und was bedeutet das genau, Emily?", erkundige ich mich und schmunzle innerlich. "Wie steht es mit meinem Leben? Halte ich es aus?"

Die grünen Augen der Wahrsagerin sehen mich vielsagend an. "Eine Veränderung, Herr Bach. Sie werden bald Gelegenheit haben, einen neuen Weg in Ihrem Leben einzuschlagen. Die Möglichkeit, sich auf ein Abenteuer einzulassen, um die Monotonie des Alltags zu durchbrechen - wenn Sie es wollen." Sie lacht. Ein heiseres Lachen, vermutlich ein Stigma von Alkohol und Zigarettenmissbrauch.

Hm ... Ein Abenteuer? Um die Eintönigkeit des Alltags zu durchbrechen? Wenn sie wüsste. So eine Eulenspiegelei. Das ist der Augenblick, in dem ich aufstehen sollte, um wieder tief in die kalte, hellsichtige Finsternis einzutauchen und den harten Kern der Wahrheit aufzuspüren. Die Wahrheit ... Ich bin auf der Suche nach ihr, und meiner Vergangenheit, an die ich mich nur bruchstückhaft erinnere. Noch immer weiß ich nicht, wo ich meine frühe Kindheit verbracht habe und wer ich in Wahrheit bin. Aber ob ich sie hier finden werde? Dennoch ... Ich mag diese vierzigjährige Schottin, ihr Lächeln ist warmherzig und weckt Sympathie, aber wie die anderen hat wohl auch Emily nicht das, wonach ich suche. Wie dieser Hellseher - angeblich einer der Besten seines Fachs -, den ich vor Monaten aufgesucht hatte und der mir einen Geldregen prophezeite, auf den ich heute noch warte. Oder dieses leuchtende Medium in seinem maßgeschneiderten Anzug und mit strahlendem Gesicht, der mir versicherte, dass Schutzengel über ihn wachten. Eine Erkenntnis, die dem Mann gekommen war, nachdem er die Rolltreppe im Londoner Harrods heruntergefallen war und drei Wochen in einem Krankenhausbett verbrachte. Nein, die Erforschung der paranormalen Welt - heute mithilfe von Tarotkarten - ergibt nichts Aufschlussreiches. Emily Duncan wird mir außer einer Tasse Tee und ihrer Gesellschaft nichts bieten können. Aber schließlich ist das auch nicht der Hauptgrund für meinen Besuch.

Ich räuspere mich. "Haben Sie jemals ... gewisse Dinge gespürt, Emily, ich meine, etwas, das Sie nicht Ihren Tarotkarten entnommen haben? Ich rede von gewissen Vorahnungen, von gewissen Strömungen oder Empfindungen."

Die Wahrsagerin schüttelt langsam den Kopf und hebt ihren Zeigefinger. "Nein, nein, nein!", antwortet sie für meine Begriffe ein wenig zu schnell, zu hektisch. "Ich bin nur ein einfacher Vektor, Herr Bach. Ich enthülle hier nur ...", sie tippt mit dem Finger auf die Karte des Magiers, "...die Botschaften, die mir die Tarotkarten vermitteln. Und wenn ich manchmal gewisse Vibrationen bei den Menschen spüre, denen ich begegne, dann mehr aufgrund meines Mitgefühls als aufgrund meiner Gaben."

Ich nicke und führe die Tasse Tee an meine Lippen. Der Duft von Jasmin dringt in meine Nase. Auch Emily Duncan kann mir trotz ihrer Familiengeschichte, auf die ich zufällig gestoßen bin und weswegen ich sie auch aufgesucht habe, nicht helfen. Oder täusche ich mich? Seit meiner letzten Frage haben sich hektische rote Flecken an ihrem Hals gebildet.

Ich frage mich, ob ich meinen Dämonen jemals entkommen werde. Ob ich mich jemals von meiner Vergangenheit befreien kann. Oder bin ich dazu verdammt, einen für mich bestimmten Weg zu gehen? Ke

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