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Die Einsamkeit der Lüge Roman von White, Gillian (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Einsamkeit der Lüge

Vor der Wahrheit kannst du nicht fliehen! Der psychologische Spannungsroman "Die Einsamkeit der Lüge" von Erfolgsautorin Gillian White als eBook bei dotbooks. Wenn du niemandem mehr trauen kannst - am wenigsten dir selbst ... Als Elly Freeman eine sagenhafte Summe im Lotto gewinnt, erzählt sie niemandem davon - auch nicht ihrem Ehemann Malcom. Sie ist besessen davon, sie beide um jeden Preis glücklich zu machen. Ohne dass er es weiß, beschafft Elly ihm einen neuen Job, der Malcolm rasch aufsteigen lässt. Aber je höher er gelangt, desto fremder wird er Elly. Sie beginnt, Malcolm nachzuspionieren ... und verstrickt sich immer tiefer in einem gefährlichen Netz aus Intrigen und Eifersucht. Aber ist es wirklich Malcom, der sie betrügt - oder ergreift der Wahnsinn erbarmungslos Besitz von ihr? Eine Romanheldin, der man nicht trauen kann, ein gefährliches Spiel mit der Wahrheit, und ein Ende, das seine Leser sprachlos zurücklässt: Gillian White beweist einmal mehr, dass sie die britische "Queen of Suspense" ist. "Gillian White schreibt wundervolle Geschichten über die ganz alltägliche Niedertracht." Fay Weldon Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das fesselnde Spannungs-Highlight "Die Einsamkeit der Lüge" von Erfolgsautorin Gillian White - Fans von Paula Hawkins und Gillian Flynn werden begeistert sein. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks veröffentlichte sie ihre Romane "Das Ginsterhaus", "Denn du bist mein", "Hexenwiege", "Ein unheimlicher Gast", "Das Familiengrab", "Das Hotel bei den Klippen", "Der Peststein", "Der Fluch der alten Dame", "Du kannst uns nicht entkommen", "Die Einsamkeit der Lüge" und "Der Nachmieter".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 487
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484249
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1581 kBytes
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Die Einsamkeit der Lüge

Kapitel 1

Wieder einmal dämmert der Morgen über der Nelson Street, weht über die sanft gerundeten grünen Kuppeln der gläsernen Arcade hinweg und verwandelt sie in eine gespenstische Moschee, bevor er herabsinkt und sich auf den Kaminen der Luftschächte aufspießt. Dann gleitet er zur Tür Nummer neun hinüber, ruht sich auf der Schwelle aus und benetzt eine Kante des Mirror mit bernsteingelber Zunge.

Eine alte Gewohnheit führt Elly Freeman von Zimmer zu Zimmer, wo sie alle Vorhänge auseinanderzieht. Ihr Haar ist zerzaust, die Farbe ihres Morgenmantels erinnert an Cornflakes. In ihrem bescheidenen, ordentlichen Heim hat sich über Nacht nichts verändert. Alle Bilder hängen gerade an der Wand, die Möbel stehen an den richtigen Stellen, obwohl sie geschlafen und die Einrichtung sieben Stunden lang vernachlässigt hat. Sie legt die Zeitung vom Vortag mit dem halb gelösten Kreuzworträtsel neben den Abfalleimer und zuckt ein wenig zusammen, als sie das klebrige Zeug neben dem Linoleumboden sieht. Das spielt keine Rolle, sagt sie sich. Später wird sie sich drum kümmern. Heute ist ihr freier Tag, und sie wird das Haus saubermachen, weil sie es immer am Mittwoch saubermacht.

Als sie das Waschbecken im Oberstock gurgeln hört, denkt sie an einen Strohhalm, der träge die Reste aus einem Limonadenkarton saugt. Okay, also ist er schon aufgestanden. Dreimal geht sie am Briefkasten vorbei, wirft nicht einmal einen kurzen Blick auf die Zeitung, denn sonst würde sie in Versuchung geraten, auch nicht auf die Kuverts, die daneben herausragen, eng zusammengepfercht. Die Ränder biegen sich nach oben und berühren den Saum von Malcs Regenmantel. Alle Umschläge haben dieselbe Farbe, bis auf die Briefmarken, die kreuz und quer draufkleben und alt aussehen, wie das Mantelfutter. Die Zeitung rührt sie absichtlich nicht an - eine Belohnung für später. Dann will sie anfangen, das Kreuzworträtsel zu lösen, und Malc wird es abends vollenden.

"Irgendwas Interessantes?" Hinter Malc rauscht die Toilettenspülung, und sie hört ein Handtuch auf den Treppenabsatz fallen. Mittwoch - Waschtag - sogar Malc weiß das.

Also holt sie die Post und die Zeitung. Beiläufig gleitet ihr Blick über die Kuverts, während sie in die Küche geht und nach dem Wasserkessel greift. Dann schlitzt sie automatisch den einzigen Umschlag auf, der an sie adressiert ist, liest desinteressiert den Brief.

Und plötzlich weiß sie, wie sich Sterbende fühlen, die hoch in einer Zimmerecke schweben und sich selber beobachten, denn genau das geschieht jetzt mit ihr. Sie beobachtet sich selber von hinten.

Das ist sie - Elly Freeman. Sie weiß es, denn aus diesem Blickwinkel hat sie sich erst vor einer Woche im Fernsehen betrachtet. Erstaunt über ihre eigene Kehrseite, forderte sie diesen Dixons-Man auf, der sie gelangweilt anblinzelte: "Denken Sie doch an alle die Leute, die durchs Leben gehen und nur die Hälfte über sich selber wissen."

"Nun, mit seiner Rückseite kann man nicht viel anfangen", erwiderte er, sichtlich angeödet. "Wie die Leute von hinten aussehen, ist doch egal."

Da ist Elly anderer Meinung. Sie achtet sehr genau darauf, wie die Menschen von hinten wirken, denn meistens fehlt ihr der Mut, ihnen ins Gesicht zu starren. Nein, Kehrseiten sind wichtig - und werden trotzdem ignoriert.

Und nun beobachtet sie ihren eigenen Kopf, der vom Brief aufblickt, steif wie ein Korken in einem Flaschenhals, dann sinkt er wieder hinab, um sich zu vergewissern. Sie kann sogar durchs Küchenfenster in den Hinterhof schauen, zur Mauer am anderen Ende, zur struppigen alten Sonnenblume neben der Mülltonne. Und sie schaut zu, als sich ihr Hals streckt und die Schultern vornüber hängen - die Anspannung vor der Explosion -, wie sie ihr Gewicht von einem Bein aufs andere verlagert, wie der verdrehte Gürtel des Morgenmantels an einer Seite herabhängt, weil er dort nicht in der Schlaufe steckt.

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