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Die Ernte des Bösen Roman von Galbraith, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Ernte des Bösen

Der dritte Fall für Cormoran Strike & Robin Ellacott - das cleverste Ermittlerduo der britischen Kriminalliteratur Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde - und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist. Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis ... Die "Cormoran Strike"-Reihe: Band 1: Der Ruf des Kuckucks Band 2: Der Seidenspinner Band 3: Die Ernte des Bösen Band 4: Weißer Tod Alle Bände auch einzeln lesbar. Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 26.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641188580
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Career of Evil (Cormoran Strike 3)
    Größe: 2151 kBytes
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Die Ernte des Bösen

3

Half-a-hero in a hard-hearted game.

BLUE ÖYSTER CULT, "THE MARSHALL PLAN"

Robins Schrei hallte von den Fensterscheiben wider. Sie wich vom Schreibtisch zurück, ohne auch nur für eine Sekunde den Blick von dem abscheulichen Objekt abzuwenden. Das blasse Bein war schlank und glatt; beim Öffnen der Schachtel hatte sie es mit dem Finger gestreift, die kalte, gummiartige Haut gespürt.

Sie schlug die Hände vor den Mund und war kaum verstummt, als auch schon die Glastür neben ihr aufflog und der gut eins neunzig große Strike mit finsterer Miene hereinstürmte. Er hatte nicht einmal sein Hemd zugeknöpft, sodass sein dichtes dunkles Brusthaar zu sehen war.

"Was zum ..."

Er folgte ihrem entsetzten Blick. Sowie er das Bein entdeckt hatte, packte er Robin grob am Oberarm und schob sie ins Treppenhaus.

"Wo kommt das her?"

"Kurier", sagte sie und ließ sich von ihm in die nächsthöhere Etage führen. "Motorradkurier."

"Warte hier. Ich rufe die Polizei."

Nachdem er hinter ihr die Wohnungstür zugezogen hatte, stand sie stocksteif und mit rasendem Herzen da und lauschte seinen verhallenden Schritten. Magensäure stieg in ihrer Kehle auf. Ein Bein. Sie hatte soeben ein Bein in Empfang genommen. Sie hatte soeben in aller Seelenruhe ein Bein - ein Frauenbein in einer Schachtel - die Treppe hochgetragen. Wem gehörte es? Wo war der Rest der Frau?

Sie steuerte auf den nächstbesten Stuhl zu - ein billiges gepolstertes Metallgestell mit Kunststoffüberzug - und setzte sich, die Finger immer noch auf die betäubten Lippen gepresst. Das Paket, kam es ihr wieder in den Sinn, war an sie persönlich adressiert gewesen.

Unterdessen hielt Strike mit dem Handy am Ohr in seinem Büro am Fenster, das zur Denmark Street hinausging, nach dem Motorradkurier Ausschau. Erst als er ins Vorzimmer zurückkehrte, um das geöffnete Paket auf dem Schreibtisch einer genaueren Prüfung zu unterziehen, wurde sein Anruf entgegengenommen.

"Ein Bein?", wiederholte Detective Inspector Eric Wardle am anderen Ende. "Scheiße, ein Bein ?"

"Und es hat nicht mal meine Größe", erwiderte Strike. In Robins Anwesenheit hätte er sich einen solchen Scherz niemals erlaubt. Sein Hosenbein war hochgekrempelt, sodass die Metallkonstruktion darunter zu sehen war, die ihm als rechtes Sprunggelenk diente. Er war gerade erst dabei gewesen, sich anzuziehen, als er Robins Schrei gehört hatte.

Noch während er sprach, dämmerte es ihm, dass es sich um ein rechtes Bein handelte - genau wie der Körperteil, den er selbst eingebüßt hatte. Und dass es unter dem Knie abgetrennt worden war - exakt an der Stelle, an der man sein Bein amputiert hatte. Mit dem Telefon am Ohr nahm Strike die Extremität in Augenschein. Ein unangenehmer Geruch wie von aufgetautem Tiefkühlhühnchen stieg ihm in die Nase. Weiße Haut: glatt, bleich und bis auf einen beinahe verheilten grünlichen Bluterguss auf der nachlässig rasierten Wade makellos. Die Haarstoppeln waren blond, die unlackierten Zehennägel nicht ganz sauber. Der durchtrennte Schienbeinknochen stach schneeweiß aus dem umgebenden Fleisch hervor. Ein glatter Schnitt - entweder von einer Axt oder einem Fleischerbeil, vermutete Strike.

"Ein Frauenbein, sagten Sie?"

"Sieht zumindest ..."

Dann fiel ihm noch etwas auf. Auf der Wade, in unmittelbarer Nähe des Schnitts, waren alte Narben zu erkennen, die augenscheinlich nichts mit der Amputation zu tun hatten.

Wie oft war er während seiner Kindheit in Cornwall hinterrücks überrascht worden, sobald er dem trügerischen Wasser den Rücken zugekehrt hatte. Wer das Meer nicht genau kannte, unterschätzte seine Härte und Brutalität. Umso erschreckender war es dann, wenn eine Welle mit der Wucht eiskalten Metalls gegen den Körper krachte. Strike hatte sich in seinem Berufsleben den verschiedensten Ängsten gestellt, sich mit ihnen auseinandergesetzt und sie im Zaum gehalten, so gut es

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