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Die falsche Geisel Thriller von Howe, K. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2019
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Die falsche Geisel

Seit ihr kleiner Bruder vor vielen Jahren vor ihren Augen entführt wurde, quälen Thea Paris grauenhafte Schuldgefühle. Aus diesem Grund hat sie ihr Leben einer einzigen Aufgabe gewidmet: dem Befreien von Geiseln. Als Chefin der Sondereinheit für Entführungen hat sie schon unzähligen Menschen das Leben gerettet. Doch dann wird Theas schlimmster Albtraum wahr: Ihr Vater verschwindet spurlos. Für Thea und ihr Team beginnt eine rasante und gefährliche Suche nach dem einzigen Menschen, dem Thea noch vertraut. Doch ist dieses Vertrauen berechtigt? KJ Howe wurde in Toronto, Kanada geboren, doch durch die vielen Umzüge der Familie sah sie die ganze Welt - zum Beispiel Afrika, den Mittleren Osten, Europa und die Karibik. Neben ihrer Leidenschaft für das Reisen, die ihr bis heute erhalten geblieben ist, begeisterte sie sich schon früh fürs Lesen und bald wuchs in ihr der Wunsch, selbst Geschichten zu schreiben. In Toronto studierte sie zunächst Betriebswirtschaft und fasste nach dem Universitätsabschluss schnell Fuß in der Geschäftswelt. Doch ihr Traum vom Schreiben trieb sie bald wieder zurück zur Universität, wo sie Kreatives Schreiben studierte. Bislang veröffentlichte sie mehrere Fachbücher und Ratgeber. Heute lebt Howe wieder in Toronto, reist aber im Zuge ihrer Recherchen immer noch um die ganze Welt, nimmt an Kamelrennen in Jordanien teil, surft auf Hawaii, schlägt sich durch den Dschungel von Costa Rica, taucht mit Weißen Haien in Südafrika und arbeitet mit Elefanten in Botswana. "Die falsche Geisel" ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 01.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492991537
    Verlag: Piper
    Serie: Thea Paris .1
    Originaltitel: The Freedom Broker
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Die falsche Geisel

Kapitel 01

150 Meter über Kwale, Nigeria
1. November
2:30 Uhr

Thea Paris wusste, wie es lief.

Wenn der Einsatz scheiterte, würde niemand ihre Leiche bergen. Sie würde zurückgelassen werden und im Dschungel verwesen, nicht identifiziert und vergessen. Und das kam nicht infrage. Sie konnte schließlich nicht die Party zum sechzigsten Geburtstag ihres Vaters versäumen.

Ihre behandschuhte rechte Hand glitt routiniert lässig über ihre kugelsichere Weste und ihren M4-Karabiner. Nachtsichtgerät, Leuchtraketen, Handgranaten, Ersatzmagazine - alles war leicht zugänglich. Sie hatte die Waffe geprüft, gereinigt und geölt, die den Dschungel durchdringende Feuchtigkeit würde ihr nichts anhaben können. Alle nötigen Checks für den Einsatz waren gemacht.

Das hypnotische Schnurren des für Geheimmissionen wie diese wieder aus der Versenkung geholten Tarnhubschraubers Hughes 500P bestimmte den Ton der Operation. Schwarz und unsichtbar, in jeder Hinsicht. Geräusche, Bewegung, Licht - alles war auf ein Minimum reduziert. Sie flogen im Konturenflug, dicht über dem Boden, die Beschaffenheit des Geländes nutzend, um unter dem Radar zu bleiben.

Sie leitete den Einsatz und hatte ihn mit ihrem Sechsmannteam unzählige Male auf einem dem Zielgebiet nachempfundenen Gelände geprobt. Jetzt stand die Ausführung kurz bevor. Brown hatte Kopfhörer auf und hörte Jimi Hendrix - das war seine Art, sich psychisch zu wappnen. Johansson starrte ins Leere und dachte wahrscheinlich an seine schwangere Frau, die alles andere als glücklich war, dass er sich für diesen Einsatz gemeldet hatte. Team A, das ihnen in dem anderen umgerüsteten Hubschrauber folgte, bestand aus den in Schottland geborenen Zwillingsbrüdern Neil und Stewart und einem von seiner langen Kampferfahrung gezeichneten Veteranen der französischen Fremdenlegion namens Jean-Luc, der sie, was seine Fähigkeiten als Schütze anging, alle in den Schatten stellte. Sie hatte jeden Einzelnen von ihnen aus der bei Quantum International Security zur Verfügung stehenden Truppe an Spezialisten sorgfältig ausgewählt.

Bis auf Rifat Asker, den Sohn ihres Chefs.

Der sie in diesem Moment anstarrte. Da ihre Väter sehr gute Freunde waren, kannten sie und Rif sich schon seit Kindheitstagen. Thea respektierte seine Fähigkeiten im Kampfeinsatz, doch was die Taktik anging, kriegten sich die beiden oft in die Haare. Sie fuhr mit dem Finger über die S-förmige Narbe auf ihrer rechten Wange, ein bleibendes Andenken an jenen Zwischenfall, bei dem Rif mit ihrem Bruder Nikos aneinandergeraten war.

Sie tippte auf das Display ihres Smartphones und ließ sich ihren Blutzuckerwert anzeigen: 105. Die Batterien des Messgeräts waren voll geladen. Perfekt. Nichts konnte den Erfolg eines Einsatzes stärker gefährden als ein niedriger Blutzuckerwert. Sie schob ihr Handy in die entsprechende Tasche ihrer taktischen Weste neben ihr Glucagon-Kit. Rif beobachtete sie immer noch, als sie ihre Weste zurechtrückte, und sie fragte sich, ob er Bescheid wusste. Sie hatte ihr Bestes getan, um die Tatsache, dass sie Diabetikerin war, geheim zu halten, aber ihm entging nur selten etwas. Wahrscheinlich hätte es nicht viel geändert, wenn es bekannt gewesen wäre, aber sie wollte nicht, dass irgendjemand im Team glaubte, dass sie dem Job nicht gewachsen war.

In ihrem Ohrhörer krächzte die Stimme des Piloten. "Drei Minuten bis zur Landung."

"Verstanden. Wir sind bereit."

Der Gewitterhimmel verbarg den zweiten Hubschrauber. Thea wischte sich ihre feuchten Hände an ihrem Tarnanzug ab. Regen prasselte auf den Rumpf des Hubschraubers, die Turbulenzen bescherten ihr einen flauen Magen. Sie war noch nie gerne geflogen. Die schlechte Sicht ermöglichte es ihnen, sich ihrem Ziel zu nähern, ohne vom Radar erfasst zu werden, aber die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze konnten die Manövrierfähigkeit des Hubschraubers beeinträchtigen. Um möglichst leicht

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