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Die Geisel von Rosenberg, Joel C. (eBook)

  • Verlag: Festa Verlag
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Die Geisel

Der IS läutet den globalen Untergang ein! Der kompromisslose Islamistenführer Abu Khalif schreckt vor nichts zurück, um vermeintlich 'Ungläubige' auszulöschen. Das erfährt J. B. Collins, Auslandskorrespondent der New York Times, hautnah, als während seines Besuchs beim jordanischen König der amerikanische Präsident in die Gewalt des Islamischen Staats gerät. Kurz darauf steht Amman in Flammen, und Collins findet sich in den Tunnelsystemen einer uralten Stadt Auge in Auge mit dem Bösen wieder. Joel C. Rosenberg ist Nahost-Experte und einer der erfolgreichsten Thriller-Autoren der USA. Steve Forbes (Herausgeber Forbes Magazine): 'Gäbe es eine Forbes-Liste der besten zeitgenössischen Autoren, würde Joel Rosenberg in den Top Ten landen. Seine Politthriller gehören zu den unterhaltsamsten und spannendsten.' NBC Today Show: 'Rosenberg ist erstaunlich. Er schreibt die großartigsten Thriller und weiß so viel über diesen Teil der Welt.' The Real Bookspy: 'Geht es um Action und Spannung, dann ist Rosenberg gnadenlos.' Porter Goss (ehemaliger CIA-Direktor): 'Rosenbergs enormes Wissen über den Nahen Osten und sein Gespür für die dortigen bedrohlichen Vorgänge nehme ich wirklich ernst.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865526984
    Verlag: Festa Verlag
    Größe: 1565 kBytes
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Die Geisel

Was bisher geschah

Al-Hummar-Palast

Amman, Jordanien

In diesem Moment zogen zwei der jordanischen F-16-Jets meine Aufmerksamkeit auf sich. Immer noch flogen die Düsenjäger in Kampfformation, um jedes verirrte Flugzeug, sei es nun jordanisch oder nicht, aus dem vollständig abgeriegelten Luftraum über dem Palast fernzuhalten. Die Auffälligkeit betraf ein konkretes Duo, beide Maschinen waren noch weit entfernt. Und doch kam es mir seltsam vor, dass sie bisher das Areal von links nach rechts, also von Nord nach Süd überflogen hatten, jetzt jedoch einer der beiden Jets abdrehte und direkt auf den Palast zuhielt. War das geplant? Es erschien mir nicht logisch. In der letzten halben Stunde waren immer jeweils zwei Kampfflieger in geraden Bahnen über den Horizont geflogen, stets in der gleichen vorhersehbaren Weise. Weshalb diese Abweichung?

Ich lehnte mich hinüber zu Yael. "Was hältst du von dem Flugzeug auf zwölf Uhr direkt voraus?", flüsterte ich und reckte das Kinn unauffällig gen westlichen Horizont.

Sie folgte meinem Hinweis. "Keine Ahnung. Frag doch Ali."

Der Jet war noch einige Kilometer entfernt, aber es bestand jetzt kein Zweifel mehr, dass er in unsere Richtung unterwegs war. Die Frage nach dem Warum ließ mir keine Ruhe. Ich wandte mich flüsternd an Said.

"Was ist mit dieser F-16 los?", fragte ich. "Sie ist aus ihrer Formation ausgebrochen."

Said hatte sich offenbar auf das Publikum im Innenhof konzentriert und nicht auf das Geschehen über unseren Köpfen, denn er antwortete nicht sofort. Einen Augenblick später erteilte er auf Arabisch eine Anweisung über das Funkgerät an seinem Handgelenk.

"Bleibt ruhig, aber kommt bitte beide mit", flüsterte er zurück.

Ich war verwirrt. Es fiel mir schwer, den Blick von der herannahenden F-16 abzuwenden, als ich bemerkte, dass er unauffällig aufgestanden war und sich zum Gehen anschickte. Also folgte ich ihm zu der Tür, durch die wir vorhin gekommen waren.

Yael blieb dicht hinter mir. Die Kapelle spielte ein weiteres Stück.

"Wo gehen wir hin?", fragte ich Said.

"Ins Kommandozentrum."

"Was glauben Sie, was hier los ist?"

"Ich bin nicht sicher", gab er zu. "Aber ich werde Seiner Majestät nicht gestatten, aufs Podium zu gehen, bevor ich es weiß."

Er hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als ich mich umwandte, um einen letzten Blick auf die F-16 zu erhaschen. Im selben Augenblick bemerkte ich ein kurzes Aufblitzen und einen Kondensstreifen, der sich bildete. Der Pilot hatte gerade eine Rakete abgefeuert.

Einen Moment später explodierte der Palast um uns herum.

Ich sah mich kurz nach Yael um. Auf ihrer Stirn klaffte eine große Platzwunde, die heftig blutete. Ich bat um einen Erste-Hilfe-Koffer, und einer der wachhabenden Offiziere kam mit einem angelaufen. Als ich Yael verarztete, keuchte sie. Zuerst glaubte ich, ich hätte ihr wehgetan. Sobald ich bemerkte, dass auch ihre Augen vor Entsetzen geweitet waren, wandte ich mich um, um zu sehen, was sie so erschreckte.

Die Szene auf einem der Monitore glich auf gespenstische Weise dem, was ich in Abu-Ghuraib erlebt hatte. Lkws, Müllwagen und Zementmischer, die man mit Explosivstoffen beladen hatte, schossen mit Höchstgeschwindigkeit auf die äußeren Zufahrtstore des Palasts zu. Soldaten feuerten ihre automatischen Waffen ab. Ein Fahrzeug nach dem anderen raste in die Tore und detonierte.

Große Lücken klafften in den äußeren Absperrungen, da erschienen Hunderte Kämpfer in schwarzen Skimasken und lieferten sich einen rücksichtslosen Schusswechsel mit den jordanischen Soldaten, die verzweifelt versuchten, sich selbst und ihren geliebten König zu schützen.

In diesem Augenblick zuckten wir alle zusammen, da die massive Tresortür hinter uns aufschwang. König Abdullah kam aus dem Panikraum zu uns.

"Ali, wir müssen gehen. Sofort", befahl er.

Kaum h

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